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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Rott­weil Gelun­ge­ne Abschluss­fei­er in gut gefüll­ter Hal­le

Gelungene Abschlussfeier in gut gefüllter Halle

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ROTTWEIL – 94 Zehnt­kläss­ler der Real­schu­le Rott­weil konn­ten den Lohn für sechs Jah­re Anstren­gung ent­ge­gen­neh­men: Den Real­schul­ab­schluss, der den Jugend­li­chen nun eine Fül­le attrak­ti­ver beruf­li­cher und schu­li­scher Mög­lich­kei­ten eröff­net.

Die Rott­wei­ler Stadt­hal­le bot den rich­ti­gen Rah­men für eine sehr gelun­ge­ne Abschluss­fei­er. Ana­sta­sia Makus und Ailin Kras­ni­qi begrüß­ten die Fest­ge­mein­de nach dem Sekt­emp­fang im Namen der Schul­ge­mein­schaft in der gut gefüll­ten Hal­le.

Real­schul­rek­tor Andre­as Kienz­ler nahm in sei­ner Ent­lass­re­de Bezug auf die Geschich­te vom ”häss­li­chen jun­gen Ent­lein” von Hans Chris­ti­an Ander­sen: ”Wie groß ist doch die Welt!” sag­ten alle Jun­gen, denn nun hat­ten sie frei­lich ganz anders Platz als drin­nen im Ei. ”Glaubt ihr, das sei die gan­ze Welt?” sag­te die Mut­ter, ”die erstreckt sich noch weit über die ande­re Sei­te des Gar­tens, bis in das Feld des Pfar­rers, aber da bin ich noch nie gewe­sen!”.

Der Schul­lei­ter erin­ner­te an die vie­len Ereig­nis­se, die den Schü­ler über die Jah­re sicher in Erin­ne­rung blei­ben wer­den. Zum einen erfreu­li­che Geschich­ten, wie Klas­sen­fahr­ten, Aus­flü­gen, Fes­te oder auch Unter­richts­stun­den, in denen das Inter­es­se von den jewei­li­gen Lehr­kräf­ten getrof­fen wur­de. Man hat Freun­de gefun­den, Gemein­schaft erfah­ren, Men­schen getrof­fen, die an die Schü­ler glaub­ten, die Halt gaben und die ver­sucht haben, die Schü­ler auf die ”Welt jen­seits des Gar­ten­zauns” vor­zu­be­rei­ten. Zum Abschluss wünsch­te er den Ent­lass­schü­ler beim wei­te­ren „Flug durchs wei­te­re Leben vie­le wohl­wol­len­de Beglei­ter und immer ein biss­chen wär­men­den Auf­wind“ der die Schü­ler auch „unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen zum Ziel eures Lebens trägt“.

Schluss­end­lich beglück­wünsch­te er die erfolg­rei­chen Absol­ven­ten zu ihrem Abschluss. 58 Schü­ler haben noch nicht genug von der Schu­le: 17 besu­chen ein Berufs­kol­leg, 41 ein Gym­na­si­um und zwei haben sich an einer Fach­schu­le ange­mel­det. 38 Schü­le­rin­nen wer­den eine Aus­bil­dung im dua­len Sys­tem begin­nen. „Ich wün­sche euch für die Zukunft, dass ihr Her­aus­for­de­run­gen annehmt, Durch­hal­te­ver­mö­gen ent­wi­ckelt, gele­gent­li­che Nie­der­la­gen als Chan­ce zur eige­nen Ent­wick­lung ver­steht und euch nicht beir­ren lasst auf dem Weg, eure Visio­nen und Träu­me zu ver­wirk­li­chen.” so Kienz­lers Schluss­wor­te, bevor er zusam­men mit den Klas­sen­lehr­kräf­ten Gaby Knob­lauch, Chris­ti­an Voß, Nico­le Schüt­ze und Jochen Gleich die Über­rei­chung der Abschluss­zeug­nis­se vor­neh­men konn­te.

Dabei fan­den auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit beson­ders guten Leis­tun­gen gebüh­ren­de Beach­tung; 18 erhiel­ten einen Preis, 25 eine Belo­bi­gung. Als Schul­be­s­te des Jah­res 2019 wur­den Ida Jauch (10b) aus­ge­zeich­net – auch für die Real­schu­le ein nicht gera­de all­täg­li­cher Schnitt.

Zum Abschluss des Fest­ak­tes ver­gab die Real­schu­le wie­der Son­der­prei­se für „beson­de­res Enga­ge­ment“ im Sin­ne der Schul­ge­mein­schaft: Leon App, Mat­thi­as Bant­le, Fabi­an Koch, Maxi­mi­li­an Lepsch und Oli­ver Mül­ler (alle 10a) wur­den für ihre „beson­de­re Team­kom­pe­tenz inner­halb der Schul­ge­mein­schaft“ aus­ge­zeich­net. Den Son­der­preis für „beson­de­res sozia­les Enga­ge­ment“ erhielt Kla­ris­sa Javo­ri (10a), Joa­chim Surm (10b) wur­de für sein Enga­ge­ment in der Schü­ler­mit­ver­ant­wor­tung (SMV) aus­ge­zeich­net. Hope Mul­ca­hy (10c) wur­de für ihre jah­re­lan­ge Tätig­keit in und für Schul­band und Chor aus­ge­zeich­net wäh­rend ihre Klas­sen­ka­me­ra­din Ele­na Prys­taz für ihren „vor­bild­li­chen Ein­satz für leis­tungs­schwä­che­re Mitschüler_innen“ mit dem Son­der­preis bedacht wur­de. Der Son­der­preis für den „geleb­ten Leit­satz ‚Gemein­sam Ent­wick­lungs­chan­cen wahr­neh­men‘“ ging in die­sem Jahr an Mar­vin Kra­mer (10d).

Im Namen der Eltern der Ent­lass­schü­ler sprach Kat­rin Koch die Dan­kes­wor­te. Sie sprach den Ent­­lass-Schü­­lern Mut zu auf ihrem wei­te­ren Weg und über­brach­te Glück­wün­sche zum erfolg­rei­chen Abschnei­den. Eben­so dank­te sie den Lehr­kräf­ten, den Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­te­rin­nen, dem Schul­so­zi­al­ar­bei­ter und den Erzie­he­rin­nen in der Ganz­ta­ges­be­treu­ung sowie dem Haus­meis­ter für das täg­lich gezeig­te Enga­ge­ment zum Wohl der Schü­le­rin­nen und Schü­ler.

Der Schü­ler­spre­cher der Real­schu­le, Joa­chim Surm, tat es ihr gleich. Er ver­gaß dabei auch die Eltern nicht, ohne deren viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zung sicher man­che nicht zum Ziel gekom­men wären.

Die Über­ga­be der Zeug­nis­se wur­de vom 10er-Chor und der Schul­band mit abwechs­lungs­rei­chen Stü­cken in gekonn­ter Wei­se umrahmt. Zusätz­lich ergänz­ten Schü­ler­bei­trä­ge – eine Bil­der­schau zu den Stu­di­en­fahr­ten nach Ber­lin, einen pep­pi­gen Tanz sowie ein von den Zehnt­kläss­lern selbst ein­stu­dier­tes Lied und die tra­di­tio­nel­le „Geschen­küber­ga­be“ an ver­schie­de­ne Lehr­kräf­te – den offi­zi­el­len Teil.

So ende­te nach knapp zwei Stun­den die Zeug­nis­über­ga­be. Im Anschluss konn­te man Lecke­rei­en am kal­ten Buf­fet genie­ßen. An den Steh­ti­schen im hin­te­ren Teil der Stadt­hal­le wur­de dann noch so man­che Anek­do­te erzählt und man ver­ab­schie­de­te sich von den Lehr­kräf­ten. Gegen 23.00 Uhr leer­te sich die Hal­le und so ende­te ein kurz­wei­li­ger Abend.

 

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