Gesamtelternbeirat will Verstärkerbusse nach Pandemie beibehalten

Gesamtelternbeirat will Verstärkerbusse nach Pandemie beibehalten

ROTTWEIL – Der Gesamtelternbeirat der Rottweiler Schulen hat in seiner ersten Sitzung in diesem Schuljahr einen neuen Vorstand gewählt: In ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt wurde Gabi Hils, die Elternbeiratsvorsitzende der Konrad-Witz-Schule. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählten 17 Elternbeiratsvorsitzende der Rottweiler Schulen Alena Schechtman von der Eichendorffschule, zur Schriftführerin Elke Reichenbach vom Droste-Hülshoff-Gymnasium.

In der erstmals online abgehaltenen Sitzung beleuchtete der Geschäftsführende Schulleiter der Gymnasien, Rüdiger Gulde, die Situation an den allgemein bildenden Gymnasien. Kritisch angemerkt wurde vor allem die schwierige Verkehrs- und Parksituation in der Heerstraße sowie in der Bismarckstraße. Der Neubau der Edith-Stein-Schule habe die Situation noch erschwert, hob er hervor.

Auf Nachfrage von Elke Reichenbach, ob bei Lehrern und Schülern Werbung für ÖPNV oder weiter entfernte Parkflächen etwa an der Stadthalle gemacht wurde, um Parksituation zu entlasten, bemerkte Gulde, er halte sofortige Veränderungen in dem Bereich für schwer durchsetzbar. Problematisch stellte sich in einigen Grundschulen die beengte Raumsituation dar: Mancherorts besteht Sanierungsbedarf in Teilbereichen, das Albertus-Magnus-Gymnasium sei als kompletter Bau sanierungsbedürftig.

Kritisch betrachtet wurde in der Sitzung auch der Schulbusverkehr an den weiterführenden Schulen. Sylvia Kiefer, die EB-Vorsitzende der Realschule, fasste die Ergebnisse einer schulübergreifenden Umfrage und eines Runden Tisches mit Vertretern von VVR und Stadtbus zusammen. Sie regte an, auf den Webseiten der Schulen die zusätzlich fahrenden Verstärkerbusse aufzuführen, um Schülern und Eltern den Überblick zu erleichtern. Zudem wurde überlegt, eine sogenannte Busschule einzuführen, bei der Fünftklässler zu Schuljahresbeginn das sichere Verhalten am und im Bus üben. Einig waren sich die Elternbeiräte, dass die Verstärkerbusse nach der Pandemie beibehalten werden sollten, um den ÖPNV aufzuwerten und die teils sehr beengten Fahrverhältnisse auf manchen Linien zur entzerren.

Der städtische Medienkoordinator Mathias Woywod umriss in seinem Bericht die Zielsetzung des Medienentwicklungsplans 2019-24 und dessen bisherige Umsetzung in Rottweil. Die Schulen sollten demnach durch Einrichtung und Ausbau der Netzwerke und des Digitalen Unterrichts für die Digitalisierung fit gemacht werden. Der bisher bestehende Rückstand soll ab April aufgeholt werden, wenn ein zweiter Medienkoordinator seine Arbeit bei der Stadt aufnimmt. Vor allem im WLAN-Bereich müssten viele Schulen besser und schneller ausgestattet werden.

Die Grundschulen sowie die Realschule hätten bisher schlechte oder gar keine Ausstattung, die Gymnasien seien gut bis sehr gut abgedeckt. Woywod hofft auf Umsetzung der Netzwerkinfrastruktur noch im März. Die Pandemie habe deutliche Defizite sichtbar gemacht, so hätten etwa auch Leistungen aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht erbracht werden können. Im Sommer 2020 bestellte IPads seien beispielsweise jetzt erst gekommen und einsetzbar.

Einstimmig fiel das Votum der Elternbeiratsvorsitzenden der Schulen über die Verteilung der beweglichen sieben Ferientage im Schuljahr 2021/22 aus. Demnach bleiben die Schulen über die regulären Schulferien hinaus vom 25. Februar bis 4. März und am 27. Mai 2022 geschlossen.

Seite 1 / 1
Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 16. März 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/rottweil/gesamtelternbeirat-will-verstaerkerbusse-nach-pandemie-beibehalten/302645