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Soviel Klä­rungs­be­darf die Regie­rungs­par­tei­en der Grü­nen und der CDU auch noch haben, in einem Punkt sind sie sich einig: Die Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil soll erhal­ten blei­ben. Auf die­se Mel­dung hat auch der Rott­wei­ler FDP-Land­tags­ab­ge­or­de­net Aden reagiert.

Nach­dem sich die CDU schon vor gut einer Woche dazu bekannt hat­te (wir berich­te­ten), zie­hen jetzt die Grü­nen nach: „Wir schlie­ßen uns der Eva­lua­ti­ons­kom­mis­si­on an, dass der Stand­ort Rott­weil aus wirt­schaft­li­chen Grün­den erhal­ten wer­den soll“, sag­te ein Spre­cher der Grü­nen-Frak­ti­on auf Anfra­ge der NRWZ. Ähn­lich argu­men­tiert die CDU, unab­hän­gig davon, was die Bera­tun­gen an die­sem Diens­tag­nach­mit­tag in ande­ren Detail­fra­gen erge­ben.

Noch ist die Ent­schei­dung nicht offi­zi­ell, aber wenn es dabei bleibt, hät­te sich Rott­weil nach dem Gefäng­nis und dem Turm eine wei­te­re wich­ti­ge Infra­struk­tur-Ein­rich­tung gesi­chert. Zur Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on gehö­ren immer­hin ins­ge­samt 130 Beam­te.

Die Grü­nen wol­len das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen auf­lö­sen und es statt­des­sen nach Kon­stanz ver­le­gen. „Unab­hän­gig davon soll die Kri­po in Rott­weil blei­ben“, heißt es aus den Rei­hen der Frak­ti­on. Das hat ihr Kri­tik von den Tutt­lin­ger Kreis-Grü­nen ein­ge­bracht, die dar­auf hin­wei­sen, dass die sach­li­chen Grün­de für Tutt­lin­gen spre­chen.

Die CDU schwankt beim Prä­si­di­um noch zwi­schen Tutt­lin­gen und Kon­stanz.

Auf die­sen Bericht hat der Rott­wei­ler FDP-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Ger­hard Aden reagiert. In einer Zumel­dung erklär­te er am Vor­mit­tag: „Es ist erfreu­lich, dass die Regie­rungs­frak­tio­nen sich für den Stand­ort Rott­weil ent­schie­den haben. Etwas ande­res wäre unwirt­schaft­lich für das Land und unzu­mut­bar für die betrof­fe­nen Beam­ten gewe­sen, die zur Arbeit pen­deln müs­sen.”

Die­sel­be Ent­schei­dungs­freu­de erhof­fe er sich auch für den Ver­bleib des Poli­zei­prä­si­di­ums in Tutt­lin­gen, so Aden wei­ter. Der Stand­ort sei geo­gra­fisch deut­lich bes­ser gele­gen als Kon­stanz. „Es wird sich zei­gen, ob Innen­mi­nis­ter Stro­bl sei­nem Riva­len Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf aus Tutt­lin­gen das Prä­si­di­um weg nimmt oder ob doch fach­li­che Kri­te­ri­en sie­gen“, erklär­te der FDP-Abge­ord­ne­te abschlie­ßend.