Hängebrücke: Broß lenkt ein, Beckert bestätigt Deal mit Glatthaar

Weitere Kritik von den Stadträten

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Beim Ortstermin mit dem Bauausschuss: Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß (links). Foto: gg

Nach hef­ti­ger Kri­tik von den Frak­tio­nen des Gemein­de­rats (wir berich­te­ten hier, hier, hier und hier) und neu­er­li­chen Vor­wür­fen am Mitt­woch­abend in der Sit­zung des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses hat Ober­bür­ger­mei­ser Ralf Broß ein­ge­lenkt. Er stell­te sich „klar“ hin­ter Inves­tor Gün­ter Eber­hardt, bedau­er­te, „dass der Ein­druck ent­stan­den ist, wir woll­ten ihn hin­aus­drän­gen.“

Broß schlug zudem vor, „dass sich alle Betei­lig­ten an einen Tisch set­zen und zeig­te sich offen für einen Vor­schlag von Stadt­rat Jens Jäger (frak­ti­ons­los), eine Dia­logrun­de ein­zu­set­zen. Aller­dings wies Broß auch dar­auf hin, dass Gün­ter Eber­hardt sich auf die Lösung mit 606 Meter fest­ge­legt und Inter­es­sent Joa­chim Glatt­haar ange­bo­ten habe, die rest­li­chen 300 Meter bis zum Schaf­wa­sen zu bau­en.

Hans-Peter Alf (CDU), der den OB im Eifer des Gefechts als „Orts­vor­ste­her“ ansprach,  beklag­te in der Aus­spra­che, dass die Stadt­rä­te alle Infor­ma­tio­nen aus der Pres­se „erfah­ren muss­ten“. „Das ist eine Miss­ach­tung des poli­ti­schen Gre­mi­ums“, schimpf­te Hei­de Frie­de­richs (FFR) außer­dem in Rich­tung OB. Der ent­geg­ne­te: „Ich ver­ste­he Sie, ich kann das nach­voll­zie­hen.“

Ben­ja­min Bene­dikt Beckert, Besit­zer des Grund­stücks beim Stein­bruch, bestä­tigt auf Anfra­ge der NRWZ der­weil, er habe mit Joa­chim Glatt­haar „eine Ver­ein­ba­rung“, wenn auch noch kei­nen Ver­trag geschlos­sen. Aber die­se Ver­ein­ba­rung gel­te für ihn. Trotz­dem wol­le er noch abwar­ten, bis Anfang Dezem­ber alle Betei­lig­ten anwe­send sind. Wie die NRWZ erfuhr, hat Glatt­haar nach eige­nen Anga­ben bis zu die­sem Zeit­punkt Ter­mi­ne.

Sein Ziel, so Beckert, sei für Rott­weil „die längs­te Hän­ge­brü­cke der Welt mit 900 Meter in einem Bau­ab­schnitt.“