Hängebrücke: Wie lang die Fußwege vom Turm zum Einstieg wären

Blick zur historischen Innenstadt: Hier soll die Fußgänger-Hängebrücke andocken. Foto: Peter Arnegger

ROTTWEIL – Falls die kür­ze­re Ver­si­on der Fuß­gän­ger-Hän­ge­brü­cke mit 606 Metern vom Fels­vor­sprung auf dem Ber­ner Feld zum Bocks­hof in der Innen­stadt käme,  müss­ten die Besu­cher einen zusätz­li­chen 1220 Meter lan­gen Fuß­weg vom Turm bis zum Brü­cken-Ein­stieg in Kauf neh­men.

Nach Berech­nun­gen von Inves­tor Eber­hardt wäre das bei nor­ma­lem Gang in 14 Minu­ten zu schaf­fen. Eber­hardt will des­halb einen „Erleb­nis-Pfad“ ein­rich­ten. Er hat vie­le Ide­en, aber sein Kon­zept will er noch nicht ver­ra­ten. Auch weil er ange­sichts der Irri­ta­tio­nen in den ver­gan­gen Wochen befürch­te­te, er kom­me gar nicht mehr zum Zug bezie­hungs­wei­se, das Kon­zept kön­ne abge­kup­fert wer­den.

Dann hat Eber­hardt, kurz nach dem Bekennt­nis des Gemein­de­rats für ihn, die Arbeits­platt­form erwor­ben, die extra zur Ver­klei­dung des Turms ent­wi­ckelt wor­den war. Die Kos­ten belie­fen sich auf mehr als eine Mil­li­on Euro. Eber­hardt bekam sie zu einem Schnäpp­chen­preis, zumal sie ein­zig für die­sen Zweck gebaut wur­de und des­halb wohl ver­schrot­tet wor­den wäre. Jetzt will sie der Inves­tor in sei­nen Erleb­nis­pfad ein­bau­en.

Langer Weg nicht besonders spannend

Bei der lan­gen Brü­cken-Ver­si­on wären es nach sei­ner Rech­nung 745 Meter Fuß­weg in etwa neun Minu­ten. Doch der Erleb­nis­ge­winn auf den zusätz­li­chen 300 Metern wäre nach Über­zeu­gung des Inves­tors ziem­lich über­schau­bar, weil es zunächst über den Stein­bruch und danach in nur gerin­ger Höhe zum Schaf­wa­sen gin­ge.

Wenn man berück­sich­ti­ge, so argu­men­tiert Eber­hardt, dass man ja auch auf der lan­gen Brü­cke wei­te­re nicht beson­ders span­nen­de 300 Meter  lau­fen müss­te, dann müss­ten die Besu­cher bei der kur­zen Ver­si­on letzt­lich nur 180 Meter mehr zu Fuß gehen.

Mit 606 Metern hät­te Rott­weil nach aktu­el­len Stand immer noch „die längs­te Fuß­gän­ger­hän­ge­brü­cke der Welt.“ Der­zeit liegt die Brü­cke bei Zer­matt, die im Som­mer eröff­net wur­de, mit 494 Meter an der Spit­ze und hat Reut­te in Tirol mit 406 Meter über­holt.