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Rottweil
Samstag, 22. Februar 2020

Hängebrücke: Wie lang die Fußwege vom Turm zum Einstieg wären

ROTTWEIL – Falls die kürzere Version der Fußgänger-Hängebrücke mit 606 Metern vom Felsvorsprung auf dem Berner Feld zum Bockshof in der Innenstadt käme,  müssten die Besucher einen zusätzlichen 1220 Meter langen Fußweg vom Turm bis zum Brücken-Einstieg in Kauf nehmen.

Nach Berechnungen von Investor Eberhardt wäre das bei normalem Gang in 14 Minuten zu schaffen. Eberhardt will deshalb einen „Erlebnis-Pfad“ einrichten. Er hat viele Ideen, aber sein Konzept will er noch nicht verraten. Auch weil er angesichts der Irritationen in den vergangen Wochen befürchtete, er komme gar nicht mehr zum Zug beziehungsweise, das Konzept könne abgekupfert werden.

Dann hat Eberhardt, kurz nach dem Bekenntnis des Gemeinderats für ihn, die Arbeitsplattform erworben, die extra zur Verkleidung des Turms entwickelt worden war. Die Kosten beliefen sich auf mehr als eine Million Euro. Eberhardt bekam sie zu einem Schnäppchenpreis, zumal sie einzig für diesen Zweck gebaut wurde und deshalb wohl verschrottet worden wäre. Jetzt will sie der Investor in seinen Erlebnispfad einbauen.

Langer Weg nicht besonders spannend

Bei der langen Brücken-Version wären es nach seiner Rechnung 745 Meter Fußweg in etwa neun Minuten. Doch der Erlebnisgewinn auf den zusätzlichen 300 Metern wäre nach Überzeugung des Investors ziemlich überschaubar, weil es zunächst über den Steinbruch und danach in nur geringer Höhe zum Schafwasen ginge.

Wenn man berücksichtige, so argumentiert Eberhardt, dass man ja auch auf der langen Brücke weitere nicht besonders spannende 300 Meter  laufen müsste, dann müssten die Besucher bei der kurzen Version letztlich nur 180 Meter mehr zu Fuß gehen.

Mit 606 Metern hätte Rottweil nach aktuellen Stand immer noch „die längste Fußgängerhängebrücke der Welt.“ Derzeit liegt die Brücke bei Zermatt, die im Sommer eröffnet wurde, mit 494 Meter an der Spitze und hat Reutte in Tirol mit 406 Meter überholt.

 

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