DerHandharmonika-Club Göllsdorf hatte zum Jahreskonzert eingeladen. Foto: Kohler

ROTTWEIL-GÖLLSDORF – Nach Wochen vie­ler Pro­ben lud der Hand­har­mo­ni­ka-Club Gölls­dorf zu sei­nem Jah­res­kon­zert ein und vie­le Besu­cher folg­ten die­ser Ein­la­dung in die Mehr­zweck­hal­le Gölls­dorf. Als Kon­zert­part­ner konn­te der Pro­jekt­chor „Via Voce“ aus Rott­weil vor­ge­stellt wer­den.

Nach der Begrü­ßung durch den Vor­sit­zen­den, eröff­ne­ten die Kleins­ten, die „ Har­mo­ny Hun­ters“ den Kon­zert­abend. Mit ihrer Aus­bil­de­rin und Diri­gen­tin Chris­ti­na Fel­der tru­gen sie die drei Titel, „Pro­biers mal mit Gemüt­lich­keit“, „James Bond“ und „Tom & Jer­ry“ vor. Damit zeig­ten sie auf, was kind­ge­rech­te und ein­fühl­sa­me Aus­bil­dungs­ar­beit zu leis­ten ver­mag.

Inzwi­schen hat­te Mai­ke Rieb­le das Zep­ter über­nom­men und führ­te in gekonn­ter Wei­se durch das Pro­gramm. Sie ver­wob geschickt Hand­lung mit Geschich­ten zum ent­spre­chen­den Film. Unter der Lei­tung von Ramo­na Merk nah­men nun die jugend­li­chen Spie­ler die Büh­ne in Beschlag. Die­ses Ensem­ble ent­springt einer Koope­ra­ti­on zwi­schen dem Akkor­de­on­or­ches­ter Sulz und dem Hand­har­mo­ni­ka-Club Gölls­dorf. In Sulz ist Ramo­na Merk schon seit vie­len Jah­ren Diri­gen­tin des dor­ti­gen Akkor­de­on­or­ches­ters.

Mit der fünf­tei­li­gen Sui­te „Echoes“ erbrach­ten sie den Beweis, mit ent­spre­chen­der Moti­va­ti­on und einem Ver­ständ­nis für Jugend­li­che, sind die­se auch für Musik zu begeis­tern. Das Mot­to von dem Haupt­or­ches­ters des Hand­har­mo­ni­ka-Clubs Gölls­dorf war „Film­mu­sik“. Mit ihrer Diri­gen­tin, Chris­ti­na Fel­der spiel­te das Orches­tern im ers­ten Block die Musik zu den Fil­men, „Juras­sic Park“, „Star Wars“ und „Fluch der Kari­bik“. Fil­me deren Melo­di­en einen hohen Erken­nungs­wert haben. Es war eine Demons­tra­ti­on, dass Akkor­de­on nicht zwangs­läu­fig, Wirts­haus­mu­sik und See­fah­rer­ro­man­tik bedeu­ten muss.

Danach unter­brach der ers­te Vor­sit­zen­de das Pro­gramm für eine Ehrung.  Geehrt wur­de die lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de Car­men Rieb­le durch Bezirks­vor­sit­zen­de Arthur Wol­lensak. Zehn Jah­re stand Car­men Rieb­le dem Ver­ein vor bevor sie den Vor­sitz über­gab. Arthur Wol­lensak und der heu­ti­ge Vor­sit­zen­de Sieg­fried Koh­ler beton­ten, ohne ihren Ein­satz, ohne ihre Krea­ti­vi­tät und ohne ihren Mut neue Wege zu gehen, wür­de es Hand­har­mo­ni­ka-Club Gölls­dorf nicht mehr geben. Ohne solch ein Ehren­amt in den Ver­ei­nen wür­de sich eine Gemein­de auf Heim- und Schlaf­stät­te redu­zie­ren und das Leben in der Ort­schaft wäre um eini­ges ärmer.

Von links: Sieg­fried Koh­ler, Car­men Rieb­le und Arthur Wol­lensak. Foto: pm

Im zwei­ten Teil kamen dann die Melo­di­en für „Mis­si­on Impos­si­ble“ und „Rocky“ zur Auf­füh­rung. Der wei­te­re Abend stand dann ganz im Zei­chen von dem bekann­ten Chor aus Rott­weil, „Via Voce“ mit sei­nem Diri­gen­ten Phil­ipp Pla­ga. Sabri­na Spiel­berg über­nahm nun für „Via Voce die Mode­ra­ti­on. Stand hier der Name viel­leicht Pate für das Pro­gramm des HHC, – Spiel­berg der gro­ße Regis­seur und Pro­du­zent?

Das Reper­toire von „Via Voce“ umfass­te Lie­der ihrer neu­en Kon­zert­rei­he mit dem Titel „Juke­box“. Es war eine Rei­se in eine Zeit als Fred­dy Quinn vom Fern­weh träum­te und Cub­by Che­cker den Twist salon­fä­hig mach­te. Ein Teil davon umfass­te Titel wie, „Que Sera, Sera“, „Island in the sun“ und „Sugar, Sugar Baby“. „Rote Lip­pen soll man küs­sen“ und „Wei­ße Rosen aus Athen“ luden zum mit­sin­gen ein. Im letz­ten Abschnitt kamen Lie­der zum Vor­trag, wel­che an die Folk-Rock und Folk-Pop erin­ner­ten, wie „Moon River“, „Blo­wing in the Wind“ und „Cali­for­nia Drea­ming“.

Danach ver­ab­schie­de­te der Vor­sit­zen­de die vie­len Gäs­te und sprach sei­nen Dank an alle Mit­wir­ken­den aus. Bevor die Gäs­te den Heim­weg antra­ten, war noch ein gemein­sa­mer Auf­ritt von Hand­har­mo­ni­ka-Club Gölls­dorf , den jüngs­ten, den „Har­mo­ny Hun­ters“ und dem Rott­wei­ler Chor „Via Voce“angesagt und ein für den Hand­har­mo­ni­ka­club Gölls­dorf über­wäl­ti­gen­der Abend ging danach zu Ende.