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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Rott­weil Hoch hin­aus: Fabio Ruga siegt beim thys­sen­krupp-Tower­run in Rott­weil

Hoch hinaus: Fabio Ruga siegt beim thyssenkrupp-Towerrun in Rottweil

1390 Stu­fen und 232 Höhen­me­ter: Rund 1000 Star­ter schnup­pern Höhen­luft bei höchs­tem Trep­pen­lauf West­eu­ro­pas / Topläu­fer der Towerrun­ning-Sze­ne domi­nie­ren Ren­nen und Meis­ter­schaft / Feu­er­wehr­leu­te und Poli­zei­be­am­te lie­fern sich schweiß­trei­ben­de Wett­kämp­fe

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Bei der zwei­ten Auf­la­ge des thys­sen­krupp TOWERRUN ging es am Sonn­tag im wahrs­ten Sin­ne hoch her: 1390 Stu­fen und 232 Höhen­me­ter galt es im thys­­sen­krupp-Tes­t­­turm in Rott­weil zu über­win­den. Rund 1000 Star­te­rin­nen und Star­ter sorg­ten für ein aus­ver­kauf­tes Ren­nen und belohn­ten sich im Ziel mit einem atem­be­rau­ben­den Blick von Deutsch­lands höchs­ter Aus­sichts­platt­form über den Schwarz­wald und bis zu den Alpen.

Fabio Ruga.

Der TOWERRUN 2019 war eine Ver­an­stal­tung für alle Alters- und Leis­tungs­klas­sen – euro­päi­sche Top-Läu­­fer, Feu­er­wehr­leu­te und ambi­tio­nier­te Frei­zeit­läu­fer gin­gen an den Start. In die­sem Jahr wur­de erst­ma­lig die Deut­sche Meis­ter­schaf­ten im Trep­pen­lauf in Rott­weil aus­ge­tra­gen. Mit einer Alters­span­ne von über 65 Jah­ren ein ech­ter Genera­tio­nen­lauf. Alle Teil­neh­mer gemein­sam erwar­te­te ein unver­gleich­li­ches (Erfolgs-) Erleb­nis: Noch im Ziel bot sich den Akti­ven ein Pan­ora­ma­blick über die Land­schaft bei wahr­haft som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren. Für thys­sen­krupp gin­gen bei dem Heim­spiel ins­ge­samt rund 50 Mit­ar­bei­ter an den Start.

Alle Fotos: Thomas Decker und Detlef Rebhan Team Ralf Graner Photodesign

„Der TOWERRUN hat sich in kür­zes­ter Zeit als Attrak­ti­on und Publi­kums­ma­gnet eta­bliert – weit über die Regi­on hin­aus. Auch als Sport­event wird er nicht nur ernst genom­men, son­dern genießt einen exzel­len­ten Ruf. Hier demons­trie­ren Sport­be­geis­ter­te auf ein­drucks­vol­le Art, dass urba­ne Mobi­li­tät nicht immer nur funk­tio­nal sein muss“, erklärt thys­­sen­krupp-Tur­m­­­ma­­na­ge­­rin Bea­te Höhn­le.

„Wir bli­cken auf eine tol­le Ver­an­stal­tung zurück.Die Teil­neh­mer haben alle­samt eine beacht­li­che Leis­tung gezeigt und die Stim­mung rund um den thys­­sen­krupp-Tes­t­­turm war ein­ma­lig“, freu­te sich Chris­ti­an Dill­schnit­ter, der als Pro­jekt­lei­ter der Agen­tur puls­schlag seit Jah­ren auch den Köln­Turm Trep­pen­lauf erfolg­reich ver­ant­wor­tet. Pro­­­fi- und Hob­by­sport­ler aus 18 Natio­nen fie­ber­ten auch in die­sem Jahr auf das High­light hin.

Chris­ti­an Riedl. Foto: thys­sen­krupp Ele­va­tor

 

Der 2017 eröff­ne­te Test­turm von thys­sen­krupp, der sich in kur­zer Zeit zu einem Anzie­hungs­punkt und Wahr­zei­chen der Regi­on ent­wi­ckelt hat, bot den Teil­neh­mern nichts Gerin­ge­res als den höchs­ten Trep­pen­haus­lauf West­eu­ro­pas. Fast 1.400 Stu­fen und über 230 Höhen­me­ter konn­ten in ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen bezwun­gen wer­den. Span­nung ver­sprach der Kampf um den ver­ti­ka­len Sieg der Topläu­fer. Vor­jah­res­sie­ger und Top-Favo­­rit Chris­ti­an Riedl ver­pass­te die Titel­ver­tei­di­gung knapp und wur­de Zwei­ter.

Mit 7:06 Minu­ten muss­te er sich dem Sie­ger Fabio Ruga aus Ita­li­en geschla­gen geben, der sich mit 6:57 Minu­ten durch­set­zen konn­te. Der tro­cke­ne Kom­men­tar Riedls: „Wenigs­tens bleibt der Stre­cken­re­kord bestehen.“ Gör­ge Heimann wur­de mit 7:36 Minu­ten Drit­ter. Deut­scher Meis­ter wur­de damit Chris­ti­an Riedl vor Gör­ge Heimann. Micha­el Sturm beleg­te in die­ser Wer­tung mit 7:53 Minu­ten Rang drei. Bei den Frau­en sah es lan­ge so aus, als kön­ne Vor­jah­res­sie­ge­rin Mar­ti­na Nagel sich erneut gegen die bekann­te Tre­p­­pen­lauf-Eli­­te durch­set­zen.

Doch Vere­na Schmitz schaff­te es als Sie­ge­rin mit 9:42 Minu­ten noch eine Sekun­de schnel­ler ins Ziel – dabei star­te­te die sieg­rei­che Rott­wei­le­rin nicht im Eli­­te-Feld und muss­te für ihren Sieg erst noch meh­re­re Teil­neh­mer über­ho­len. Elke Kel­ler kom­plet­tier­te das Podi­um mit eben­falls star­ken 9:56 Minu­ten.

Die drei Frau­en stel­len damit auch die aktu­el­len Deut­schen Meis­ter im Towerrun­ning. Trotz Erhö­hung des Start­platz­kon­tin­gen­tes um über 40 Pro­zent war die Ver­an­stal­tung inner­halb von weni­gen Stun­den wie­der aus­ge­bucht. Neben den „zivi­len“ Läu­fe­rin­nen und Läu­fern rüs­te­ten sich auch zahl­rei­che Feu­er­wehr­leu­te für die Her­aus­for­de­rung. Die uni­for­mier­ten Ret­ter konn­ten den Test­turm von thys­sen­krupp jeweils als Zwei­er­team bezwin­gen – in der Königs­dis­zi­plin sogar mit ange­schlos­se­nen Atem­schutz­ge­rä­ten.

Die mit Abstand anstren­gends­te Form, um an die­sem Tag den Gip­fel zu errei­chen, ergab auch ein impo­san­tes Bild für die Zuschau­er, die zur Pre­mie­re kamen. Dabei wur­de an die­sem Tag bei der Feu­er­wehr nicht nur der sport­li­che Ehr­geiz groß­ge­schrie­ben, son­dern auch die Unter­stüt­zung über die Lan­des­gren­zen hin­aus. Zum ers­ten Mal gab es eine Poli­zei-Wer­­tung für akti­ve Poli­zei­be­am­te und –beam­tin­nen im Ein­zel­lauf.

Mit der Unter­stüt­zung der Poli­zei­schu­le Rott­weil haben sich fast 100 Poli­zei­be­am­te, aus den ver­schie­dens­ten Ein­satz­be­rei­chen gemel­det. Ins­ge­samt waren fast alle Dienst­gra­de ver­tre­ten: Vom Kom­mis­sar­an­wär­ter bis zum SEK-Beam­­­ten reich­te die Lis­te derer, die sich der Her­aus­for­de­rung stell­ten. Wer die Stu­fen bis zur Spit­ze des Turms bezwun­gen hat­te und am Ziel merk­te, wie die Kräf­te all­mäh­lich wie­der­ka­men, wuss­te die moder­ne Auf­zug­tech­nik umso mehr zu schät­zen. Denn im ins­ge­samt 246 Meter hohen Test­turm ent­wi­ckelt thys­sen­krupp Ele­va­tor unter ande­rem MULTI, den ers­ten seil­lo­sen Auf­zug der Welt, der mit revo­lu­tio­nä­rer Tech­nik völ­lig neue Mög­lich­kei­ten beim Hoch­bau eröff­net. Auch wei­te­re Hoch­ge­schwin­dig­keits­auf­zü­ge für den Ein­bau in Wol­ken­krat­zern wer­den hier getes­tet. Um rea­lis­ti­sche Wind­be­din­gun­gen an Hoch­häu­sern zu simu­lie­ren, kann der Test­turm von den Inge­nieu­ren sogar zum Schwin­gen gebracht wer­den.

 

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