Holger Friede ist neuer Vorsitzender des TTC Rottweil

Holger Friede ist neuer Vorsitzender des TTC Rottweil

Die Hauptversammlung des Tischtennisclubs (TTC) Rottweil fand im geräumigen und somit abstandsgerechten Pflugsaal statt. Markus Wöhrstein, der scheidende Vorsitzende des Tischtennisvereins, durfte vor historischer Kulisse insgesamt 31 Mitglieder begrüßen, was angesichts dieser außergewönlichen Zeiten eine erfreulich hohe Beteiligung darstellt. Es war für alle Beteiligten eine ganz besondere (Ausnahme-)Situation, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Wahlen. Hier kam es zu Neu- und Wiederbesetzungen in der Vorstandschaft. Holger Friede übernimmt die Funktion des Vorsitzenden des sich nach über zehn Jahren nicht mehr zur Wahl stellenden Wöhrstein, der dem Verein allerdings weiterhin als Pressewart sowie vor allem als hauptverantwortlicher Jugendtrainer erhalten bleibt. Timo Lehmann als dessen Stellvertreter übernimmt den Posten Stefan Reichelts, der nun auch offiziell das Amt des Sportwarts einnimmt. Jugendwart Robert Döttling wurde genau wie der langjährige Schriftführer Manuel Schubnell und Kassier Horneff einstimmig wiedergewählt.

Zu Beginn hatte Wöhrstein das Sportjahr aufgrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen als ein sehr skurriles wie surreales charakterisiert, das im Zuge der Aussetzung der Verbandsspielrunde bereits Mitte März sein Ende finden musste. Selbst der Trainingsbetrieb ruhte für etliche Wochen und konnte erst im Zuge eines ausführlich formulierten und kommunal abgesegneten Hygienekonzepts wieder aufgenommen werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch immerhin schon etliche Erfolge eingefahren, allen voran der trotz aller Umstände bereits vorab gesicherte Verbandsliga-Aufstieg der jungen, erfolgreichen Damen-Mannschaft. Ebenso mit den wenigsten Minuspunkten an der Tabellenspitze rangierte die vierte Herrenmannschaft. Während die zweite Garde souverän die Bezirksklasse sicherte und die Senioren Vizemeister der Bezirksklasse Ü40 wurden, musste das erste Herren-Team den unnötig bitteren, wenn auch nicht gänzlich unverdienten Gang zurück in die Landesklasse antreten.

Insbesondere im Jugendbereich waren etliche Erfolge ebenfalls bereits in trockenen Tüchern. Vor allem die beiden Bezirksliga-Titel der Jungen U13 sowie der zweiten Mannschaft der Jungen U18 sind hier explizit zu nennen, sodass man in dieser Saison wieder ein motiviertes wie ambitioniertes Team in die Landesklasse U18 schicken kann. Doch auch die Jungen IV ergatterten ungeschlagen den Titel, und zwar in der Kreisliga U18. Im Individualbereich bestach insbesondere Cesare Schiattarella als Bezirksmeister sowie Ranglistensieger bei den Jungen U15. Denise Döttling gewann auch in ihrem letzten Jugendjahr noch einmal die Konkurrenz der Mädchen U18. Zahlreiche Top-Platzierungen weiterer Nachwuchsspieler, ob bei Bezirksmeisterschaften oder Ranglistenturnieren, rundeten die gute Jugendarbeit des TTC Rottweil ab.

Auch mit Honorierungen wurde nicht gegeizt. Bei den vereinsinternen Ehrungen wurde neben den Ehrenmitgliedschaften Kai Rosenbergers und Herwig Lehnerts für 35 Jahre im TTC Rottweil, ebenso mehrfach die Vereinsnadel in Gold für Monika Müller, in Silber für Christian Leins, Christian Horneff und Manuel Schubnell sowie in Bronze für Andreas Reichelt, Bernhard Malzer, Philipp Schumpp und Vladimir Logunov verliehen. Die erfolgreichen Teilnehmer der Vereinsmeisterschaften wurden bereits im Dezember direkt in der Halle mit Präsenten und Urkunden honoriert.

Die übergeordneten Ehrungen des Landessportbundes sowie des Fachverbandes übernahm TTC-Ehrenmitglied Peter Müller, der hierfür mehr als prädestinierte Breitensportbeauftragte des TTBW und Sportkreisreferent in Personalunion. Manuel Schubnell und Christian Horneff erhielten jeweils die bronzene Ehrennadel des Landessportbundes sowie die des baden-württembergischen Tischtennisverbandes. Die Spielernadel in Gold, für sage und schreibe 40 Jahre aktive Spielertätigkeit, bekamen sowohl Dietmar Schote als auch Frieder Reichelt verliehen – Klaus Krüger bekam die sogenannte Spielernadel in Gold mit Kranz sogar für ein halbes Jahrhundert als aktiver Spieler überreicht. Die zahlreichen Ehrungen der ebenfalls abgesagten Rottweiler Sportlerehrung wurden in diesem Rahmen wiederum von Stadtverbands-Vorstandsmitglied Markus Wöhrstein übernommen.

Die Ehrungen des Württembergischen Landessportbundes sowie des baden-württembergischen Tischtennisverbandes übernahm Sportkreisreferent, TTBW-Breitensportbeauftragter und TTC-Ehrenmitglied Peter Müller (links) höchstpersönlich.

Darüber hinaus kamen in der Rekapitulation auch die nicht stattgefundenen Veranstaltungen wie das nun bereits seit Jahren in der ehemaligen Reichsstadt etablierte Pokal-Final-Four-Turnier sowie der Bezirksentscheid der DTTB-Minimeisterschaften zur besonderen Erwähnung. Allesamt noch gewichtige Themenschwerpunkte bei den abgehaltenen Vorstands- und Ausschusssitzungen, fielen beide ebenso wie die für Anfang Juni angedachten Rottweiler Stadtmeisterschaften für Hobby- und Laienspieler und – besonders bitter – die prestigeträchtigen BaWü-Meisterschaften der Jugend dem „Lockdown“ zum Opfer. Dem Verein fehlt hierdurch ein mittlerer vierstelliger Betrag in der trotz alledem soliden Vereinskasse.

Selbst längst etablierte vereinsinterne Aktivitäten wie das jährliche Sommerfest oder die Wanderung der zweiten Herren-Mannschaft nach Flözlingen mussten bedauerlicher-, wenn auch logischer- und vernünftigerweise abgesagt werden. Der Ortsentscheid der Minimeisterschaften im Februar sowie die Vereinsmeisterschaften im Dezember konnten hingegen noch ganz regulär durchgeführt werden – beide waren nicht nur aufgrund einer erfreulich hohen Teilnehmerzahl ein voller Erfolg.

Bevor der neue Vorsitzende Friede durch den restlichen Abend führte, würdigte die Vorstandschaft Markus Wöhrstein, insbesondere in Form einer ausführlichen und mit einigen Anekdoten gespickten Dankesrede Stefan Reichelts, für die geleistete Arbeit im Laufe der vergangenen Dekade. Damit es auch in diesem Sinne bestmöglich weitergehen möge, solle der Versuch unternommen werden, die zahlreich anfallenden Aufgaben des knapp 150 Mitglieder fassenden Vereins noch besser auf die Schultern mehrerer Mitglieder zu verteilen. Im Sinne der lateinischen Phrase: „Unus pro omnibus, omnes pro uno“ (einer für alle, alle für einen) – getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark.

Die im Folgenden angesprochenen und diskutierten Themenpunkte drehten sich überwiegend bereits um das übernächste Jahr. Den Tischtennisclub erwartet im 75-jährigen Jubiläumsjahr 2022, neben angemessen zelebrierenden Feierlichkeiten, mit der Ausrichtung des Bundesfinales der DTTB-Minimeisterschaften ein echtes Highlight. Um die Realisierung aller geplanten Veranstaltungen bestmöglich gewährleisten zu können, ist unter anderem die Bildung zweier Fachausschüsse vorgesehen.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 27. Oktober 2020 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/rottweil/holger-friede-ist-neuer-vorsitzender-des-ttc-rottweil/290416