Hannes Wezel führte die Rottweiler Gruppe durch die Villa Reitzenstein. Foto: pm

ROTTWEIL – Bereits zum zehn­ten Mal hat die Stadt­ver­wal­tung gemein­sam mit ihrem ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­team einen Tag für Ehren­amt­li­che ange­bo­ten. In die­sem Jahr ging die Fahrt nach Stutt­gart. Die Ver­an­stal­ter zie­hen eine posi­ti­ve Bilanz: Die sehr gute Reso­nanz zei­ge, dass die Aner­ken­nungs­kul­tur in Rott­weil gelebt und geschätzt wer­de.

Seit dem Jahr 2009 lädt die Stadt die Men­schen, die sich ehren­amt­lich in Rott­weil enga­gie­ren, zu einem Tag der Begeg­nung für Ehren­amt­li­che ein, der auch als Dan­ke­schön für die geleis­te­te Arbeit gedacht ist. Unter dem Mot­to „Infor­mie­ren – Enga­gie­ren – Fla­nie­ren in der Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart“ orga­ni­sier­te das Team um Gud­run Mül­ler, Stabs­stel­le Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment, ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm.

Am Vor­mit­tag fan­den für die fast 100 Gäs­te Füh­run­gen in klei­nen Grup­pen im Schloss Soli­tu­de statt. Sie erfuh­ren dabei viel über Her­zog Carl Eugen von Würt­tem­berg, der das Schloss in den Jah­ren 1763 bis 1769 als Jagd- und Reprä­sen­ta­ti­ons­schloss bau­en ließ. Danach ging es in Stutt­garts Mit­te in das Restau­rant des Land­tags. Dort wur­den die Ehren­amt­li­chen von den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Ger­hard Aden (FDP) und Ste­fan Teu­fel sowie OB Ralf Broß begrüßt. Alle drei beton­ten, wie wich­tig das Enga­ge­ment, ins­be­son­de­re mit Blick auf den demo­gra­fi­schen Wan­del, für die Gesell­schaft sei. Sie bedank­ten sich für den gro­ßen Ein­satz, den vie­le Ehren­amt­li­che Tag für Tag leis­ten und so einen gro­ßen Mehr­wert und mehr Lebens­qua­li­tät in vie­len Berei­chen des Lebens für ihre Mit­men­schen bie­ten.

Broß bedank­te sich außer­dem bei dem ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­team, bestehend aus Syl­via Bült­mann (St. Eli­sa­beth), Die­ter Gaus (Deut­sches Rotes Kreuz), Nad­ja King, (Bru­der­haus­dia­ko­nie), Peter Mül­ler (Begrün­der der Mit­mach-Initia­ti­ve-Rott­weil), Gabi Rall (Mit­mach-Initia­ti­ve-Rott­weil), Gabi Schwarz (Team Tag für Ehren­amt­li­che) sowie Gabrie­la Wuh­r­er (Spi­tal am Näge­les­gra­ben). Sein Dank galt auch der Kreis­spar­kas­se Rott­weil, die die­sen Tag finan­zi­ell mit unter­stützt hat­te.

Nach einem regen Aus­tausch beim gemein­sa­men Mit­tag­essen hat­ten die Ehren­amt­li­chen am Nach­mit­tag die Gele­gen­heit, bei ver­schie­de­nen Ange­bo­ten auch hin­ter die Kulis­sen zu schau­en. Ein Teil der Grup­pe war zu Gast in der Vil­la Reit­zen­stein, Zen­tra­le der baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­re­gie­rung. Han­nes Wezel, Refe­rent im Stab der Staats­rä­tin für Zivil­ge­sell­schaft und Bür­ger­be­tei­li­gung im Staats­mi­nis­te­ri­um, führ­te die Rott­wei­ler Ehren­amt­li­chen mit aus­führ­li­chen Schil­de­run­gen durch die Vil­la. Wezel infor­mier­te über die Geschich­te des Hau­ses, das zwi­schen 1910 und 1913 für Baro­nin Hele­ne von Reit­zen­stein erbaut wur­de. Er konn­te aber auch mit Geschich­ten aus Poli­tik und dem wah­ren Leben im Minis­te­ri­um die Gäs­te immer wie­der zum Schmun­zeln und auch Stau­nen ver­lo­cken.

Ein ande­rer Teil der Rott­wei­ler Besu­cher wur­de von Lei­te­rin Dr. Elke Brün­le durch die Stutt­gar­ter Stadt­bi­blio­thek geführt. Auch ein Spa­zier­gang durch das char­man­te Boh­nen- und Leon­hards­vier­tel mit der Bezirks­vor­ste­he­rin Stutt­gart-Mit­te, Vero­ni­ka Kienz­le, wur­de ange­bo­ten. Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes hin­ter die Kulis­sen ging es bei einer ein­drück­li­chen Füh­rung mit Gesang­ein­la­gen in der Stutt­gar­ter Staats­oper. Eine ande­re Grup­pe nut­ze den Nach­mit­tag zur frei­en Ver­fü­gung und erleb­te die Stadt auf eige­nen Wegen.

Die hohe Teil­neh­mer­zahl macht deut­lich, dass der ‚Der Tag für Ehren­amt­li­che‘ in Rott­weil nun nach zehn Jah­ren schon zur Tra­di­ti­on gewor­den ist“, freut sich Gud­run Mül­ler. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den war die Teil­neh­mer­zahl auf 100 Per­so­nen begrenzt. „Um so fair wie mög­lich zu sein, haben wir die Plät­ze daher aus­ge­lost. Wer kein Glück hat­te, ging aber auch nicht leer aus, son­dern bekam ein Ticket für den Testt­turm geschenkt.“