Blick vom Domikanermuseum Richtung Berner Feld. Hier soll die Hängebrücke gebaut werden. Foto: gg

Wer geglaubt hat­te, nach dem Bekennt­nis des Gemein­de­rats zu Gün­ter Eber­hardt als Inves­tor der Fuß­gän­ger-Hän­ge­brü­cke vom Test­turm in die Innen­stadt sei­en die Irri­ta­tio­nen aus­ge­räumt und keh­re Ruhe ein, sieht sich getäuscht. Jetzt hat sich Prof. Kurt Schel­len­berg in einem „Offe­nen Brief“ zu Wort gemel­det und stellt fest, die Fir­ma Eber­hardt habe mit ihm noch kei­ne Preis­ver­hand­lun­gen geführt.

Schel­len­berg ist Eigen­tü­mer eines von zwei Grund­stü­cken am Schaf­wa­sen, das Eber­hardt benö­tigt, um die lan­ge Ver­si­on der Brü­cke mit 900 Meter zu bau­en. In sei­nem „Offe­nen Brief” betont er, was er gegen­über der NRWZ schon vor Wochen erklärt hat­te: „Ich ste­he der Ent­wick­lung nicht im Weg.“

Schellenberg verwundert

Wört­lich heißt es: „Mit gro­ßer Ver­wun­de­rung habe ich aus der Pres­se heu­te Frei­tag, 24.11.2017 ent­nom­men, dass die Fir­ma Eber­hardt nur die kur­ze Ver­si­on der Brü­cke bau­en kann, weil „die Grund­stücks­ver­hand­lun­gen mit den bei­den Eigen­tü­mer der­zeit in einer Sack­gas­se ange­kom­men sind.“ Schel­len­berg bezieht sich hier auf einen Arti­kel des Schwarz­wäl­der Boten. Als einer der betrof­fe­nen Eigen­tü­mer stel­le er, Schel­len­berg klar: „Bis jetzt haben alle über mich, aber nie­mand mit mir gespro­chen. Die Fir­ma Eber­hardt hat bis heu­te kei­ne Preis­ver­hand­lun­gen mit mir geführt. Nach­dem ich 40 Jah­re lang als Gemein­de­rat für die Stadt tätig war, ste­he ich der Ent­wick­lung der Stadt nicht im Weg.“

Stadt und Eberhardt erklären sich erneut

Auf Nach­fra­ge der NRWZ erklä­ren sich dar­auf­hin wie­der­um die Fir­ma Eber­hardt und die Stadt­ver­wal­tung in einer gemein­sa­men Mit­tei­lung. „Es ist rich­tig, dass es kei­ne kon­kre­ten Preis­ver­hand­lun­gen mit Prof. Dr. Kurt Schel­len­berg gibt, weil die Preis­vor­stel­lun­gen zu weit aus­ein­an­der lie­gen. Gleich­zei­tig sind wir wei­ter­hin im Kon­takt mit Herrn Prof. Dr. Kurt Schel­len­berg. Die­ser hat uns gegen­über ver­si­chert, dass das Pro­jekt an ihm nicht schei­tern soll. Über Details wol­len wir uns in der Öffent­lich­keit nicht äußern und bit­ten um Ver­ständ­nis.“ Das sagt Gün­ter Eber­hardt. „Im Ein­ver­neh­men mit der Fir­ma Eber­hardt wird sich die Stadt Rott­weil zum aktu­el­len Sach­stand nicht äußern. Wenn gewünscht, sind wir jedoch ger­ne bereit, unter­stüt­zend tätig zu wer­den.” das sagt die Stadt.

Die längste Brücke

Mit 606 Metern hät­te Rott­weil nach aktu­el­len Stand immer noch „die längs­te Fuß­gän­ger­hän­ge­brü­cke der Welt.“ Der­zeit liegt die Brü­cke bei Zer­matt, die im Som­mer eröff­net wur­de, mit 494 Meter an der Spit­ze und hat Reut­te in Tirol mit 406 Meter über­holt.