ROTTWEIL – Im Januar bestand für die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 des Droste-Hülshoff-Gymnasiums zu ers­ten Mal die Möglichkeit, an einem Austausch mit Finnland teil­zu­neh­men. Eine Woche lang konn­ten sie in Tampere den Winter im hohen Norden haut­nah erle­ben, Alltag und Kultur ken­nen­ler­nen und ihre Englischkenntnisse ver­bes­sern.

Die Rottweiler Schüler gin­gen auf eine fin­ni­sche Kunstschule und ent­deck­ten dort die vie­len Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwi­schen dem deut­schen und fin­ni­schen Schulsystem. Natürlich wur­de auch Tampere selbst, eine der größ­ten Städte Finnlands, erkun­det und ihre Sehenswürdigkeiten in ver­schie­de­nen Museen besich­tigt.

Um auch die fin­ni­schen Bräuche ein­mal erlebt zu haben, ging es an einem Abend in die Sauna, um sich danach im Eissee bei 1°C Wassertemperatur und -6°C Außentemperatur von der gro­ßen Hitze abzu­küh­len. Auch die belieb­te fin­ni­sche Sportart Eishockey wur­de den Deutschen nicht vor­ent­hal­ten und nach eini­gen Vorübungen kam zwi­schen den ver­schie­de­nen Teams ein flot­tes Spiel zustan­de, wobei die Deutschen gar nicht mal so schlecht abschnit­ten. Danach war eine Stärkung nötig. Einige Gastfamilien ser­vier­ten den DHG-Schülern zum Essen sogar Finnland pur: Manche durf­ten von den unter­schied­lichs­ten Volksgerichten kos­ten und aßen sogar rich­ti­ges Rentierfleisch.

Einmal in Finnland, darf auf gar kei­nen Fall ein Besuch der Hauptstadt Helsinki feh­len! Auch wenn die zwei­stün­di­ge Stadtführung durch die Innenstadt bei -17°C und eisi­gem Wind eine rich­ti­ge Herausforderung für die Gruppe und den eige­nen Überlebensinstinkt dar­stell­te, hin­ter­ließ Helsinki einen wun­der­schö­nen Eindruck.

Das Verhältnis zwi­schen den deut­schen Schülern und ihren Austauschpartnern und Gastfamilien war ein­wand­frei. Ihre sehr freund­li­che und offe­ne Art ließ einem kei­ne ande­re Wahl, als sich in die­ser Woche gegen­sei­tig sehr ans Herz zu wach­sen, wes­halb man­chen der Abschied doch sehr schwer fiel. Jedoch müs­sen die Schüler nicht mehr lan­ge war­ten, denn schon Ende April kom­men die Freunde aus dem kal­ten Norden zum Gegenbesuch nach Deutschland. Die Vorfreude ist schon jetzt groß und die Teilnehmer sind gespannt, was die Finnen von Deutschland hal­ten wer­den.