Die Stadt Rott­weil hat, wie das benach­bar­te Schram­berg, ihre Bewer­bung für eine Lan­des­gar­ten­schau in den Jah­ren 2026 bis 2030 ein­ge­reicht. Eine klei­ne Dele­ga­ti­on mit Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß an der Spit­ze gab am Frei­tag­vor­mit­tag die Bewer­bungs­un­ter­la­gen für das Lan­des­pro­gramm „Natur in Stadt und Land“ im Stutt­gar­ter Minis­te­ri­um für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz ab. Das mel­det die Stadt­ver­wal­tung.

Wir hof­fen, Sie mit der vor­lie­gen­den Bewer­bung für eine Lan­des­gar­ten­schau über­zeu­gen zu kön­nen und freu­en uns auf den Besuch der Jury im Früh­jahr 2018. Sie wer­den sehen: Eine Lan­des­gar­ten­schau wäre bei den Men­schen in Rott­weil in guten Hän­den“, sag­te dem­nach Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß zu Marc Calm­bach, der die Rott­wei­ler Bewer­bungs­un­ter­la­gen sei­tens des Minis­te­ri­ums in Emp­fang nahm.

Das zuge­hö­ri­ge För­der­pro­gramm „Natur in Stadt und Land“ bie­te Rott­weil zur rich­ti­gen Zeit die Chan­ce, die Stadt nach­hal­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, unter­strich Broß. Der neue Test­turm mit Aus­sichts­platt­form, die geplan­te Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt oder der Bau einer Fuß­gän­ger-Hän­ge­brü­cke über das Neckar­tal set­zen posi­ti­ve Impul­se für Rott­weils Stadt­ent­wick­lung. „Doch Rott­weil hat nach wie vor beträcht­li­che städ­te­bau­li­che Defi­zi­te, wel­che die Stadt allein nicht wird besei­ti­gen kön­nen. Damit die Fort­schrit­te der ver­gan­ge­nen Jah­re dau­er­haft posi­tiv wir­ken kön­nen, wol­len wir im Zuge der Lan­des­gar­ten­schau bestehen­de Miss­stän­de besei­ti­gen“, so Broß.

Kern des Rott­wei­ler Kon­zepts: Der stark beein­träch­tig­te Grün­gür­tel um die mit­tel­al­ter­li­che Kern­stadt soll mit­hil­fe des Lan­des­pro­gramms reak­ti­viert und das von Indus­trie- und Gleis­an­la­gen zer­schnit­te­ne Neckar­tal als Erho­lungs­raum zurück­ge­won­nen wer­den. Die Lan­des­gar­ten­schau Rott­weil soll zudem Wege für eine nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung auf­zei­gen. „Inno­va­ti­ve Mobi­li­täts­lö­sun­gen haben wir bereits heu­te in die Kon­zep­ti­on ein­be­zo­gen“, erklär­te Broß und ver­wies auf die Idee, in Rott­weil als kom­mu­na­lem Mobi­li­täts­la­bor Fort­be­we­gungs­mög­lich­kei­ten der Zukunft zu erpro­ben. „In Rott­weil wird der ers­te seil­lo­se Auf­zug ent­wi­ckelt, der hori­zon­tal wie ver­ti­kal fah­ren kann und viel­leicht auch eines Tages Men­schen vom Bahn­hof direkt in die Stadt trans­por­tie­ren könn­te.“

Broß beton­te, dass die Bewer­bung von einer brei­ten Basis in der Bür­ger­schaft mit­ge­tra­gen wird: „Der Gemein­de­rat steht ein­stim­mig hin­ter der Bewer­bung. Akti­ve Grup­pen in der Bür­ger­schaft unter­stüt­zen die Bewer­bung aus eige­ner Initia­ti­ve her­aus, bei­spiels­wei­se das Bür­ger­fo­rum Per­spek­ti­ven Rott­weil und die Arbeits­grup­pen der Loka­len Agen­da 21.“ Sämt­li­che Groß­pro­jek­te der ver­gan­ge­nen Jah­re sei­en in Rott­weil durch einen brei­ten und offe­nen Dis­kurs beglei­tet und letzt­end­lich von der Bür­ger­schaft mit­ge­tra­gen wor­den. „Rott­weil ist eine Stadt, die sich auf den Ide­en­reich­tum ihrer Bür­ger ver­las­sen kann und auf die Krea­ti­vi­tät ihrer Köp­fe setzt. Gemein­sam mit den Bür­gern wol­len wir ein Aus­stel­lungs­kon­zept ent­wi­ckeln, das für Nach­hal­tig­keit und Öko­lo­gie sen­si­bi­li­siert.“