Landesgartenschau: Rottweil hat sich beworben

Delegation mit OB Ralf Broß an der Spitze in Stuttgart / Unterlagen eingereicht

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Eine Delegation der Stadt Rottweil hat am Freitag die Landesgartenschau-Bewerbung im Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingereicht. Das Foto zeigt OB Ralf Broß mit Stephanie Siegel, Abteilung Stadtplanung im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung (links) und Gudrun Müller, Leiterin Geschäftsstelle Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement und Lokale Agenda 21. Foto: pm

Die Stadt Rott­weil hat, wie das benach­bar­te Schram­berg, ihre Bewer­bung für eine Lan­des­gar­ten­schau in den Jah­ren 2026 bis 2030 ein­ge­reicht. Eine klei­ne Dele­ga­ti­on mit Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß an der Spit­ze gab am Frei­tag­vor­mit­tag die Bewer­bungs­un­ter­la­gen für das Lan­des­pro­gramm „Natur in Stadt und Land“ im Stutt­gar­ter Minis­te­ri­um für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz ab. Das mel­det die Stadt­ver­wal­tung.

Wir hof­fen, Sie mit der vor­lie­gen­den Bewer­bung für eine Lan­des­gar­ten­schau über­zeu­gen zu kön­nen und freu­en uns auf den Besuch der Jury im Früh­jahr 2018. Sie wer­den sehen: Eine Lan­des­gar­ten­schau wäre bei den Men­schen in Rott­weil in guten Hän­den“, sag­te dem­nach Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß zu Marc Calm­bach, der die Rott­wei­ler Bewer­bungs­un­ter­la­gen sei­tens des Minis­te­ri­ums in Emp­fang nahm.

Das zuge­hö­ri­ge För­der­pro­gramm „Natur in Stadt und Land“ bie­te Rott­weil zur rich­ti­gen Zeit die Chan­ce, die Stadt nach­hal­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, unter­strich Broß. Der neue Test­turm mit Aus­sichts­platt­form, die geplan­te Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt oder der Bau einer Fuß­gän­ger-Hän­ge­brü­cke über das Neckar­tal set­zen posi­ti­ve Impul­se für Rott­weils Stadt­ent­wick­lung. „Doch Rott­weil hat nach wie vor beträcht­li­che städ­te­bau­li­che Defi­zi­te, wel­che die Stadt allein nicht wird besei­ti­gen kön­nen. Damit die Fort­schrit­te der ver­gan­ge­nen Jah­re dau­er­haft posi­tiv wir­ken kön­nen, wol­len wir im Zuge der Lan­des­gar­ten­schau bestehen­de Miss­stän­de besei­ti­gen“, so Broß.

Kern des Rott­wei­ler Kon­zepts: Der stark beein­träch­tig­te Grün­gür­tel um die mit­tel­al­ter­li­che Kern­stadt soll mit­hil­fe des Lan­des­pro­gramms reak­ti­viert und das von Indus­trie- und Gleis­an­la­gen zer­schnit­te­ne Neckar­tal als Erho­lungs­raum zurück­ge­won­nen wer­den. Die Lan­des­gar­ten­schau Rott­weil soll zudem Wege für eine nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung auf­zei­gen. „Inno­va­ti­ve Mobi­li­täts­lö­sun­gen haben wir bereits heu­te in die Kon­zep­ti­on ein­be­zo­gen“, erklär­te Broß und ver­wies auf die Idee, in Rott­weil als kom­mu­na­lem Mobi­li­täts­la­bor Fort­be­we­gungs­mög­lich­kei­ten der Zukunft zu erpro­ben. „In Rott­weil wird der ers­te seil­lo­se Auf­zug ent­wi­ckelt, der hori­zon­tal wie ver­ti­kal fah­ren kann und viel­leicht auch eines Tages Men­schen vom Bahn­hof direkt in die Stadt trans­por­tie­ren könn­te.“

Broß beton­te, dass die Bewer­bung von einer brei­ten Basis in der Bür­ger­schaft mit­ge­tra­gen wird: „Der Gemein­de­rat steht ein­stim­mig hin­ter der Bewer­bung. Akti­ve Grup­pen in der Bür­ger­schaft unter­stüt­zen die Bewer­bung aus eige­ner Initia­ti­ve her­aus, bei­spiels­wei­se das Bür­ger­fo­rum Per­spek­ti­ven Rott­weil und die Arbeits­grup­pen der Loka­len Agen­da 21.“ Sämt­li­che Groß­pro­jek­te der ver­gan­ge­nen Jah­re sei­en in Rott­weil durch einen brei­ten und offe­nen Dis­kurs beglei­tet und letzt­end­lich von der Bür­ger­schaft mit­ge­tra­gen wor­den. „Rott­weil ist eine Stadt, die sich auf den Ide­en­reich­tum ihrer Bür­ger ver­las­sen kann und auf die Krea­ti­vi­tät ihrer Köp­fe setzt. Gemein­sam mit den Bür­gern wol­len wir ein Aus­stel­lungs­kon­zept ent­wi­ckeln, das für Nach­hal­tig­keit und Öko­lo­gie sen­si­bi­li­siert.“