RCR-Vorsitzender Karl Heinz Bahr durfte Urkunde und Scheck aus den Händen des Stiftungsvorsitzenden Andreas Felchle, dem Präsidenten des Württembergischen Landessportbundes, in Stuttgart entgegennehmen. Foto: pm

ROTTWEIL – Gro­ße Aus­zeich­nung für den Rug­by Club Rott­weil: Für sein Pro­gramm „Soli­da­ri­tät, Dis­zi­plin, Respekt und Lei­den­schaft beim Rug­by” wird der Ver­ein von der WLSB-Sport­stif­tung in der Kate­go­rie „Sozia­le Kom­pe­tenz” mit einem Aner­ken­nungs­preis aus­ge­zeich­net. Ver­bun­den ist dies mit einem Preis­geld von 500 Euro.

RCR-Vor­sit­zen­der Karl Heinz Bahr durf­te Urkun­de und Scheck aus den Hän­den des Stif­tungs­vor­sit­zen­den Andre­as Felch­le, dem Prä­si­den­ten des Würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­sport­bun­des, in Stutt­gart ent­ge­gen­neh­men. „In Mann­schafts­sport­ar­ten wie Was­ser­ball erfährt man, was gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung bedeu­tet, wie ein Wir­ken im Team über gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung zur Stei­ge­rung des Selbst­wer­tes sowie der Selbst­si­cher­heit füh­ren kann”, sag­te Mar­kus Witt­kamp von der Kreis­spar­kas­se Ess­lin­gen-Nür­tin­gen. Den Haupt­preis erhielt der Ten­nis­club Det­tin­gen bei Horb.

Die Sport­ver­ei­ne wer­den heut­zu­ta­ge in vie­len Berei­chen gefor­dert. Sie sor­gen dafür, dass die Gesell­schaft in Schwung bleibt. Bei den Kin­dern wer­den die koor­di­na­ti­ven Fähig­kei­ten geschult, bei Schü­lern, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen steht das Sich-gegen­sei­tig-Mes­sen im Mit­tel­punkt. Und danach wer­den im Brei­ten- und Frei­zeit­sport die Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den geför­dert.

Die 5700 Sport­ver­ei­ne des Würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­sport­bun­des (WLSB) bie­ten jedoch nicht nur Sport und Bewe­gung an, sie ver­mit­teln auch Wer­te – Ver­ant­wor­tung, Team­geist und Fair Play. Par­al­lel dazu über­neh­men sie auch noch sozia­le Auf­ga­ben. Wie krea­tiv und breit gefä­chert das Enga­ge­ment der Ver­ant­wort­li­chen vor Ort ist, konn­te wie­der aus den Bewer­bun­gen um die För­der­prei­se der WLSB-Sport­stif­tung her­aus­ge­le­sen wer­den. Die­se Stif­tung will die bei­spiel­haf­te Arbeit der Sport­ver­ei­ne wür­di­gen und ihnen neben der öffent­li­chen För­de­rung eine wei­te­re Unter­stüt­zung zukom­men las­sen.

In den vier Kate­go­ri­en „Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment”, „Koope­ra­ti­ons­mo­del­le”, „Umwelt und Res­sour­cen” sowie „Sozia­le Kom­pe­tenz” wur­den knapp 100 Pro­jek­te ein­ge­reicht. Neben sei­nem Dank für das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der Ver­eins­mit­ar­bei­ter hob Felch­le auch die Bereit­schaft der Stif­ter Minis­te­ri­um für Sozia­les und Inte­gra­ti­on, die Fir­ma Alfred Kärcher GmbH & Co. KG., die Kreis­spar­kas­se Ess­lin­gen-Nür­tin­gen und die WLSB-Sport­stif­tung her­vor, die die­se Aus­zeich­nun­gen erst ermög­lich­ten. In jeder Kate­go­rie wur­de ein Preis­geld von 5000 Euro zur Ver­fü­gung stell­ten. Erst­mals gab es neben einem mit 4000 Euro dotier­ten Haupt­preis auch noch zwei Aner­ken­nungs­prei­se mit je 500 Euro.

Der Rug­by Club Rott­weil muss sich wie vie­le ande­re Sport­ar­ten aktiv um neue Spie­ler und Mit­glie­der küm­mern. Dies tut er unter ande­rem mit meh­re­ren Koope­ra­tio­nen mit Schu­len. „Wir müs­sen ein­fach prä­sent sein”, sagt Dani­el Käst­ner, der zwei­te Vor­sit­zen­de des RCR. Die­se Prä­senz zahlt sich aus. Mehr als 1000 Kin­der habe der Rug­by Club über AGs und Schul-Rug­by-Tur­nie­re erreicht. dabei geht es dem Ver­ein nicht nur um die sport­li­che Akti­vi­tät allein, son­dern auch um das Ver­mit­teln von Wer­ten wie Respekt, Regeln und Soli­da­ri­tät. „Im Rug­by darf nur der Kapi­tän mit dem Schieds­rich­ter spre­chen, sonst setzt es Stra­fen” sagt Käst­ner und ver­gleicht: „Das ist ein ganz ande­rer Respekt als im Fuß­ball.”

Auch wenn Rug­by das Image eines bru­ta­len Sports habe, dem sei nicht so. Abgrät­schen wie beim Fuß­ball gebe es nicht, so Käst­ner. Es wer­de nur mit den Armen und Hän­den gear­bei­tet. Und dies ist durch­aus anstren­gend. „Die jun­gen Men­schen powern sich rich­tig­ge­hend aus”, sagt Käst­ner. Dass sie dabei Aggres­sio­nen abbau­en kön­nen, hel­fe ihnen im All­tag.