Mitglied der Feuerwehr – ein ganz besonderes Ehrenamt

Privatmensch und doch immer auch Feuerwehrmitglied: Die Einsatzkräfte sind ehrenamtlich rund um die Uhr im Dienst. Foto: Feuerwehr Rottweil

Der Inter­na­tionale Tag des Ehre­namtes find­et jährlich am 5. Dezem­ber statt — zur Anerken­nung und Förderung ehre­namtlichen Engage­ments. Er ist 1985 von den Vere­in­ten Natio­nen beschlossen wor­den. Stel­lvertre­tend für alle Ehre­namtlichen in und um Rot­tweil bringt die NRWZ eine Würdi­gung der Helfer der Feuer­wehr. Mit ihm will sich der Rot­tweil­er Stadt­brand­meis­ter, Frank Müller, bei Feuer­wehrleuten im All­ge­meinen, bei den Rot­tweil­ern aber im Beson­deren bedanken. Und bei deren Arbeit­ge­bern, die die Ein­satzbere­itschaft der Feuer­wehrmit­glieder mit tra­gen. Die NRWZ bringt den Text unverän­dert.

Der Job eines Feuer­wehrmannes bzw. ein­er Feuer­wehrfrau ist schon etwas Beson­deres. Feuer­wehrange­hörige müssen kör­per­lich fit sein, ihr Handw­erk im Ein­satz ver­ste­hen und das Ver­trauen untere­inan­der so gut sein, dass man nicht nur sprich­wörtlich miteinan­der durchs Feuer gehen kann. Sie wer­den mit Sit­u­a­tio­nen kon­fron­tiert, die physisch und psy­chisch belas­tend sind, genau­so wie sie in Sit­u­a­tio­nen kom­men kön­nen, in der das eigene Leben in Gefahr ger­at­en kann, um ein anderes zu ret­ten. Die Medi­en zeigen dies täglich ein­drucksvoll. All das macht diesen „Job“ so einzi­gar­tig, aber auch so anspruchsvoll. Nicht umson­st genießt der Job des Feuer­wehrmanns in der Bevölkerung ein so beson­ders hohes Ver­trauen.

Retten, löschen, bergen, schützen – eine einzigartige Herausforderung

In der Feuer­wehr Rot­tweil wer­den diese Jobs jedoch fast auss­chließlich nicht von haup­tamtlichen Mitar­beit­ern gemacht, son­dern von ehre­namtlich Täti­gen, die diesen „Job“ frei­willig machen. Wobei sich das frei­willig hier ins­beson­dere auf den Ein­tritt in die Feuer­wehr bezieht, wie Frank Müller, Kom­man­dant und ein­er der derzeit zwei einzi­gen haup­tamtlich täti­gen Feuer­wehrmän­ner der Feuer­wehr Rot­tweil erzählt. Denn nach der Verpflich­tung ist dann vor allem von Pflicht­en die Rede.

Zu Beginn dieser frei­willi­gen Verpflich­tung ste­ht erst mal die Aus­bil­dung in The­o­rie und Prax­is. In vie­len Stun­den wer­den die neuen Kam­eradin­nen und Kam­er­aden für die vielfälti­gen Sit­u­a­tio­nen fit­gemacht, die sie in der Zukun­ft erwarten wer­den. Für Son­derqual­i­fika­tio­nen wer­den später weit­ere Lehrgänge nötig sein. Aber auch im nor­malen Übungs­di­enst kommt das The­ma Fort­bil­dung nicht zu kurz. So muss z.B. der Umgang mit den Spezial­geräten immer wieder trainiert und sich weit­er­en­twick­el­nde Ret­tung­stech­niken erlernt wer­den. Dabei entwick­elt sich die Feuer­wehr immer mehr zum All­round­tal­ent für ver­schieden­ste Ein­sätze.

Für dieses dem All­ge­mein­wohl dienende Ehre­namt haben die Rot­tweil­er Kam­eradin­nen und Kam­er­aden dieses Jahr bere­its viele tausend Stun­den aufgewen­det und hier­bei mehr als 350 Ein­sätze gemeis­tert. Bei Tag und bei Nacht, bei sen­gen­der Hitze oder bit­ter Kälte, statt des gewoll­ten Kinobe­suchs oder eines Geburt­stags­fests. Man kann sich eben nicht aus­suchen, wann ein Ein­satz kommt. Aber sie tat­en dies stets zuver­läs­sig, wie man sich das von ein­er Feuer­wehr wün­scht.

Dieses Engage­ment der Feuer­wehrange­höri­gen ist nicht selb­stver­ständlich, geht weit über ein nor­males Ehre­namt hin­aus und bee­in­flusst deren täglich­es Leben ganz erhe­blich.

Zum Tag des Ehre­namts möchte sich Stadt­brand­meis­ter Frank Müller daher bei all seinen Feuer­wehrkam­eradin­nen und Kam­er­aden sehr her­zlich für ihre geleis­tete Arbeit bedanken. Nicht nur für ihre vie­len geleis­teten Stun­den bei Ein­sätzen und Übungs­di­en­sten, son­dern auch für die Ausübung der vie­len anderen Son­der­auf­gaben.

Eben­falls bedanken möchte er sich im Namen der Feuer­wehr Rot­tweil auch bei den vie­len Arbeit­ge­bern, welche die Arbeit der ehre­namtlichen Helfer unter­stützen und diese bei einem Alarm zum Ein­satz gehen lassen. Nur so kann die Feuer­wehr Rot­tweil auch die Auf­gaben erfüllen, für die sie ins Leben gerufen wurde: Ret­ten, Löschen, Bergen und Schützen