Mobilitätskonzept: SPD+FFR wollen autofreie Rottweiler Innenstadt bis 2028

Die Fraktionsgemeinschaft SPD+FFR im Gemeinderat hat beantragt, im Rahmen der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Rottweil ein übergeordnetes Ziel festzulegen. Alle davon betroffenen Maßnahmenbereiche – Radinfrastruktur, Parkkonzeption, Verkehrsführung, ÖPNV – sollen auf das Erreichen dieses Zieles hin ausgerichtet werden.

„Die isolierte Betrachtung einzelner Mobilitätsbausteine halten wir für weniger sinnvoll. Alle Maßnahmen sollten einem Ziel zugeordnet sein und ineinander greifen, um nachhaltig zu wirken”, erklärt Sprecherin Elke Reichenbach dazu.

Die möglichen übergeordneten Ziele gibt die Fraktionsgemeinschaft derweil schon vor: die schrittweise Entlastung der historischen Innenstadt vom Autoverkehr und die Einrichtung einer autofreien Innenstadt bis zum Jahr 2028. „Autofrei heißt für uns: die Innenstadt bleibt befahrbar für alle Bewohner der Innenstadt, für den ÖPNV, für Zulieferer”, definiert Reichenbach das näher.

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Der gewählte Zeitraum lasse genug Zeit, auftretende Probleme bei der Umwidmung des Straßenraums und der neuen Verkehrsplanung zu berücksichtigen und zu bewältigen. „Dieses Ziel wollen wir im Gemeinderat diskutieren und in der Planung des Mobilitätskonzeptes verankern. Dabei ist es uns ein wichtiges Anliegen, dieses Ziel bis zur Landesgartenschau 2028 umzusetzen”, heißt es im SPD+FFR-Antrag.

Nach eigenen Angaben geht die Fraktionsgemeinschaft davon aus, dass eine autofreie Innenstadt Rottweil deutlich attraktiver mache. „Eine Innenstadt ohne fließenden Autoverkehr besitzt eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher und eine deutlich bessere Wohnqualität”, argumentiert Sprecherin Reichenbach im Namen der Fraktionsgemeinschaft. Große Teile der Innenstadt würden wieder bewohnbar und es würden große Flächen frei. „Diese Flächen können völlig neu gedacht, genutzt und mit Leben erfüllt werden. Sie bieten dem Rottweiler Einzelhandel ein enormes Entwicklungspotenzial.”

Die seit einigen Jahren installierten Palettenmöbel würden generationenübergreifend stark genutzt, „denn die Menschen haben Lust, sich in der Innenstadt aufzuhalten, sich dort zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen”, haben die Stadträte beobachtet.

Die Möblierung ist derweil Thema der kommenden Gemeinderatssitzung. Es sollen Prototypen der möglichen künftigen Möblierung beschafft werden, die dann im Herbst aufgestellt werden sollen.

„Rottweil kann mutig vorangehen, sich auf den Weg zur autofreien Innenstadt machen und damit ein Signal setzen für Städte ähnlicher Größe und Struktur. Schöner Wohnen im Zentrum, auch mit Familie und schöner Shoppen in town statt online”, argumentiert SPD+FFR.

 

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