Montepulciano-Wein erinnert an das Erdbeben in L`Aquila

ROTTWEIL – Weinhändler Michael Grimm und seine Frau Nina haben ein Projekt für kranke Kinder und Jugendliche in Rottweils Partnerstadt L´Aquila gestartet. Das verheerende Erdbeben jährte sich am 6. April zum zehnten Mal, „ich hatte weder das Datum auf dem Schirm, noch dass es schon zehn Jahre her ist“, so Michael Grimm. Deshalb war es ihm wichtig, ein Etikett im Laden zu haben, das er täglich vor Augen hat.

Also hat er 1500 Flaschen mit 0,75 Litern des Montepulciano d`Abruzzo abfüllen lassen, ein Wein aus der Region von L´Aquila, den die Bacchus-Vinothek schon lange im Sortiment hat und den man auch vom Jazzfest kennt, dazu 100 Dreiliterflaschen und vier Imperial-Flaschen mit sechs Litern abfüllen lassen.

Das Etikett ist mit der „Auferstehung“ von Tobias Kammerer gestaltet, mit „Amici dell`Aquila, ricordati 6. April 2009“ erinnert es an den Tag des Erdbebens. Es zeigt eine Kreisform in Gelb-, Rot-  und Blautönen, die aufgehende Sonne als uraltes Symbol für Aufbruch, Neubgeinn und Verwandlung. Das kleine, oft rote Licht, das im Aufsteigen gelb wird, den blauen Himmel illuminiert – Symbol für Schöpfung, Neuanfang, wie Kammerer betont. Und wo das Blau, die Farbe der Treue, ins Grün übergeht, zur Hoffnung wird.

„Die Hoffnung auf die Wiederkehr des Paradieses, aus dem wir einst vertrieben worden sind. Analog zu dem Erdbeben steht es für die Sehnsucht, dass alles wieder so wird wie es war und die vormalige Pracht wieder aus den Trümmern aufersteht“, so Tobias  Kammerer „In dieser Hoffnung auf einen guten gelungenen Wiederaufbau mit der Überwindung aller Sorgen, Ängste, Entbehrungen, Opfer und schmerzlichen Erinnerungen an das Ereignis habe ich dieses Etikett entworfen.“ Die Glasskulptur „Auferstehung“ ist derzeit in der Bacchus-Vinothek ausgestellt.

Von jeder 0,75 Liter-Flasche spenden Nina und Michael Grimm einen Euro an ein Projekt für kranke Kinder und Jugendliche in L´Aquila, bei den Doppelmagnum-Flaschen mit drei Litern sind es fünf Euro, natürlich auch die darüber hinaus gespendeten Beträge. Die vier Imperial-Flaschen kann man nur ersteigern, sie wurden von  Paten gekauft und zur Verfügung gestellt: Am 25. April werden sie im Café Cappucino am Schwarzen Tor versteigert. Der Preis lag bei 290 Euro, und nun hoffen alle, dass bei der Versteigerung, die Rechtsanwalt Markus Schellhorn leiten wird, wesentlich mehr herauskommt.

 

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