Iinnovatives Soundexperimentieren mit der Jazzrausch Bigband in der Rottweiler Stall halle. Fotos: Elke Reichenbach

ROTTWEIL – Zele­brier­te am Don­ners­tag das bri­ti­sche Pasa­de­na Roof Orches­tra die Tanz­mu­sik der drei­ßi­ger und vier­zi­ger Jah­re, so brach­ten am Tag dar­auf deut­lich här­te­re Rhyth­men die Zuschau­er in Bewe­gung. Tech­no-Sound hol­te Dis­co-Fee­ling in die Alte Stall­hal­le.

Den Auf­takt bot die vier­köp­fi­ge Ber­li­ner For­ma­ti­on Cats & Bre­ak­kies mit prä­zi­se gespiel­tem Tech­no­sound, der bereits die ers­ten Rei­hen Tän­zer vor die Büh­ne zog. An Bass und Drums die bei­den Rott­wei­ler Musi­ker Bas­ti­an und Rapha­el Kalet­ta. Mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Selbst­iro­nie und Titel wie „I want to be a bana­na“ oder „Faust“ über­nah­men die fünf­zehn Musi­ker der Münch­ner Jazz­rausch Big­band schließ­lich den Rhyth­mus­tep­pich und leg­ten viel­fäl­ti­ge Bläsersets dar­über. Tech­no gab den Beat vor, doch was die jun­gen Män­ner und zwei Frau­en dar­aus mach­ten, war inno­va­ti­ves Sound­ex­pe­ri­men­tie­ren.

Da wür­de geschnurrt, geschnarrt, gerö­chelt, geröhrt und gestampft, was Saxo­pho­ne, Trom­pe­ten und Posau­nen in allen Stim­mun­gen und Grö­ßen so her­ga­ben. Dar­über leg­te sich immer wie­der die fast schon sphä­risch anmu­ten­de Stim­me von Patri­cia Römer. Musik die in Ohr und Bauch geht, war das. Da schnarr­ten sogar die Kunst­stoff­plat­ten des Durch­gangs zur Stadt­hal­le im Takt.