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Rottweil
Samstag, 15. August 2020
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    Mysterienspielgruppe auf den Spuren der deutschen Renaissance

    ROTTWEIL – Mit ihrem Gastspiel in Heidenheim hat die Rottweiler Albertus-Magnus-Mysterienspielgruppe eine Studienfahrt passend zum Inhalt des Mysterienspiels, das um die Zeit 1500 kreist, zur Kunst der Spätgotik und Renaissance in Augsburg, Ulm und Blaubeuren verbunden. Begleitet wurde die Reise von der Leiterin der Gruppe, Veronika Heckmann-Hageloch, und von Dorothea Schöne, Eberhard Hageloch sowie einigen Eltern.

    Die Aufführung des Mysterienspiels „Sehnsucht nach Erneuerung- Suche nach Wahrheit und Frieden um 1500 und heute“ hat in der Marienkirche in Heidenheim großen Anklang gefunden. Pastoralreferentin Lydia Hageloch von der dortigen Seelsorgeeinheit dankte der Rottweiler Mysterienspielgruppe, in der sie selbst viele Jahre Mitwirkende gewesen ist. Die Gruppe mit Jugendlichen des Albertus-Magnus-, des Leibniz- ,des Droste-Hülshoff-Gymnasiums und der Realschule Rottweil unter der Leitung von Veronika Heckmann-Hageloch ließ dabei die Zeit um 1500 lebendig werden in Worten, Kostümen und Musik. An der Orgel begleitete der Abiturient Fabio Merz.

    Der moderne Kirchenraum bot einen stimmigen Rahmen und ließ die Farbenpracht der Fahnen und Kostüme zur Wirkung kommen. Eine Überraschung gab es zuvor. Zur Vesperpause war die Gruppe von der Gemeinde eingeladen und fuhr dazu an einen besonderen Ort. Im Naturtheater Heidenheim mit großer Bühne und Kulissenbauten vor herrlichen Bäumen, stand ein reichhaltiges Büffet bereit. Zugleich konnten die Probenarbeiten zum Stück „Herr der Diebe“ nach Cornelia Funke gesehen werden.

    Die Anreise zur Ostalb begann schon einen Tag früher und führte nach Augsburg, das wesentlich geprägt ist von der Zeitenwende um 1500. So begann der Stadtrundgang mit dem Besuch der „Fuggerei“, 1521 gestiftet und erste Sozialsiedlung der Welt, gebaut für bedürftige katholische Bürger der Stadt, zu denen auch der Urgroßvater von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Vater Augsburger war, gehörte. Die Miete beträgt auch heute noch etwa einen Euro und drei Gebete für die Familie Fugger. Vorbildlich – auch für heutiges Bauen – erscheint den Besuchern diese „Stadt in der Stadt“ mit ihren begrünten Häusern, kleinen Gärten, Brunnen, Schule, Gasthaus und Kirche.

    Das imposante Rathaus mit dem „Goldenen Saal“ gilt  als eines der frühesten und bedeutendsten Beispiele von Renaissance-Architektur nördlich der Alpen, in der ehemaligen Klosterkirche St. Anna gilt die kunstvolle Fugger-Grabkapelle von 1509 als erster Sakralraum der Renaissance in Deutschland. Historisch interessant ist das ehemalige Kloster auch dadurch, dass Martin Luther dort wohnte, als er 1518 im Stadtpalast der reichen Kaufmannsfamilie Fugger vor dem päpstlichen Legaten Cajetan beim Reichstag in Augsburg seine 95 Thesen widerrufen sollte, dies aber verweigerte. 1525 wurde in St. Anna der erste  evangelische Gottesdienst gefeiert. 1999 unterzeichneten dort Vertreter des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, womit ein wesentlicher Streitpunkt der Reformation beseitigt war.

    Als Oase der Stille wirkt die Moritzkirche. Die Neugestaltung dieser 1000 Jahre alten Kirche, die dann barockisiert und 1944 im Krieg fast vollständig zerstört wurde, beeindruckte. Der Londoner Architekt und Künstler John Pawson hat 2010-13 einen völlig weißen Raum mit dunklem Holzgestühl gestaltet. Die lebensgroße frühbarocke Figur des auferstandenen Christus, 1603 von Georg Petel geschaffen und einziges Kunstwerk im Chorraum, scheint geradezu auf die Betrachter zuzueilen. Der weitere Weg führte durch die Prachtstraße der Stadt, an den großen Stadtpalästen der Fugger vorbei zur Kirche St.Ulrich und Afra. Die außergewöhnliche Schönheit des spätgotischen Kirchenraumes, 1500 vom Baumeister des Ulmer Münsterturmes, Burkhart Engelberg, vollendet, wirkt mit der wertvollen Ausstattung als harmonisches Ganzes. Drei riesige, prachtvolle Altäre mit reichem Figurenschmuck aus der Übergangszeit von Renaissance zu Frühbarock um 1604-07 sind den christlichen Hochfesten Weihnachten, Ostern und Pfingsten und zugleich den Patronen der Diözese Augburg gewidmet: Afra und Ulrich.

    Die Gelegenheit zum Besuch des Abendgottesdienstes wurde von vielen gerne angenommen. Ein gemeinsames Abendessen in einer stimmungsvollen Gartenwirtschaft beschloss den Abend. Nach der Übernachtung in Augsburg stand eine kurze Besichtigung des Domes auf dem Programm. Von außen und innen ist der Dom geprägt durch Romanik und Gotik. Erhalten sind die frühesten Beispiele figürlicher Glasmalerei in Deutschland, die Prophetenfester von circa 1140. In einer Seitenkapelle konnte man auf einem barocken Schutzengelbild die Darstellung einer Maske entdecken, die einem Gschell sehr ähnelt und hinter der sich ein hässlicher Teufel versteckt. Anschließend gab es die Möglichkeit, die Stadt nach eigenen Interessen zu erkunden, dann ging die Fahrt weiter nach Heidenheim. Nach der dortigen Mysterienspiel-Aufführung begann die Rückfahrt mit einer nochmaligen Übernachtung. Am folgenden Tag wurde die Gruppe in Ulm von Frau Ina Schmude, Kunsterzieherin in Ulm, empfangen. Unter ihrer fachkundigen Führung entdeckte man die Schönheiten der Stadt, zum Beispiel die romantische Altstadt mit Rathaus und Fischerviertel, die Donau und das Ulmer Münster. Außen beeindruckt dieser Bau mit dem höchsten Kirchturm der Welt, im 19. Jahrhundert vollendet, und der reichen Bauplastik der Künstler aus der Familie Parler, die auch am Rottweiler Kapellenturm gearbeitet haben. Im Innenraum entdeckt man staunend, dass als große Pfeilerfiguren unter Baldachinen, dargestellt wie Heilige, bedeutende Protestanten zu finden sind, zum Beispiel Marin Luther, Paul Gerhard und Johann Sebastian Bach. Mittagspause war beim bunten Wochenmarkt am Münsterplatz. Die Weiterfahrt führte über die Schwäbsiche Alb nach in Blaubeuren.

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    Dieser idyllische Ort beherbergt im ehemaligen Kloster seit der Reformation ein Gymnasium. Nach der Besichtigung von Kreuzgang und Kirche mit kunstvoll geschnitzem Chorgestühl von Jörg Syrlin d.J. (um 1500) und dem prachtvollen Flügelaltar von 1493 aus der Ulmer Schule, einem der bedeutendsten vollständig erhaltenen gotischen Altäre in dieser Größe, rundete ein Spaziergang zum Blautopf und durch den Ort den Besuch ab.

    Die Albertus-Magnus-Mysterienspielgruppe kehrte glücklich über das gut gelungene Gastspiel und bereichert von Kunst und Kultur aus der Zeit um 1500 nach Rottweil zurück.  

                Inzwischen war die Gruppe auch in Rottenburg/ Neckar und hat in einem kleinen Stadtrundgang Neckarufer, Dom, Altstadt und die Schatzkammer der St. Moriz-Kirche besichtigt. Aufgeführt wurde das Stück in der mit gotischen Wandmalereien geschmückten St.Moriz-Kirche. Unter den zahlreichen Zuschauern waren auch Weihbischof em. Dr. Johannes Kreidler, Generalvikar Dr. Clemens Stroppel und weitere Mitglieder des Bischöflichen Ordinariats. Nach der Aufführung gab es viel Lob von Besuchern und anregende Gespräche mit den Mitwirkenden.

    Aktuelle Informationen unter: www.mysterienspiel.de.

     

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