ROTTWEIL – Unten im Koroko riefen die Glocken der Lorenzkapelle die Bewohner des Viertels und viele Gäste aus der Stadt zum Gottesdienst aus Anlass des Lorenztages. Winfried Hecht und Peter Kammerer haben die beiden Glocken von Hand geläutet. Vor der ehemaligen Friedhofskapelle wehte eine Fahne in den alten Rottweiler Stadtfarben rot und weiß.

Schon bald war in der liebevoll mit Blumen ausgeschmückten Kirche der letzte Platz besetzt. Unter den Gläubigen war auch OB Ralf Broß. Die heute als Museumskirche genutzte Kapelle hat eine wechselvolle Geschichte und geht bis auf das 16. Jahrhundert zurück.

Dekan Martin Stöffelmaier feierte mit den Gläubigen die Messe. Foto: Hildebrand

Dekan Martin Stöffelmaier feierte mit der versammelten Gemeinde eine Messe, in der besonders des frühchristlichen Märtyrers Laurentius gedacht wurde. Stöffelmaier sagte, Laurentius habe sich vor allem um die Armen gekümmert. Auch wir hätten heute auf vielfältige Art die Möglichkeit, uns um Arme und Bedürftige in unseren Gemeinden und dazu noch um Flüchtlinge aus den vielen Kriegsgebieten dieser Erde zu kümmern. Der Heilige Laurentius solle uns als Vorbild dazu anregen, die Sache Jesu ernst zu nehmen.

Am Ende der Messfeier bekam jeder Gottesdienstbesucher wieder ein Lorenz-Brot. Conditormeister Schädle hat die Springerle gebacken und gestiftet, die den Heiligen Laurentius mit dem eisernen Rost zeigen, auf dem er im Jahre 258 in Rom den Märtyrertod erlitt. Zum Abschluss des Tages saß man noch gemütlich im Schwarzen Lamm zusammen.

Winfried Hecht bedankte sich am Schluss bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Foto: Hildebrand