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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Rott­weil Nar­ren­zunft ändert geän­der­te Sprung­ver­laufs­plä­ne

Narrenzunft ändert geänderte Sprungverlaufspläne

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Rott­weil (gg).  Der Aus­schuss der Nar­ren­zunft Rott­weil hat am Diens­tag­abend stun­den­lang getagt – und nun eine Alter­na­ti­ve zum geän­der­ten Sprung­ver­lauf vor­ge­legt. Die­se Vari­an­te sieht nach inten­si­ver Über­prü­fung auf Sicher­heits­as­pek­te hin nun den Gang der Nar­ren die Gra­fen­gas­se hin­auf zur Hoch­brü­cke vor und ermög­licht so einen Nar­ren­sprung die gan­ze Stadt hin­un­ter. Aus Sicht der Nar­ren­zunft macht die­ser Beschluss zwei Anträ­ge obso­let, die Geg­ner der ursprüng­li­chen Sprung­ver­laufs­plä­ne der Zunft für die am Frei­tag anste­hen­de Haupt­ver­samm­lung ein­ge­reicht hat­ten. Den­noch sol­len die Anträ­ge am Frei­tag ver­le­sen wer­den. Sie sei auf die Anlie­gen der Kri­ti­ker ein­ge­gan­gen, so die Zunft gegen­über der NRWZ.

Die Nar­ren­zunft Rott­weil hat­te nach Anga­ben von Zunftschrei­ber Prof. Frank Huber am Mon­tag noch ver­sucht, auf infor­mel­ler Ebe­ne die Kom­pro­miss­be­reit­schaft der Geg­ner­schaft aus­zu­lo­ten. Sie konn­te nach NRWZ-Infor­­ma­­ti­o­­nen kei­ne Eini­gung erzie­len. Das, obwohl der geplan­te Kom­pro­miss die zen­tra­le For­de­rung der Geg­ner bedient hät­te: dass der (Montags-)Sprung die gesam­te Haupt­stra­ße hin­ab bis zum Spi­tal führ­te. Eben: d’Stadt nab. Am Diens­tag beschloss nun der Nar­ren­zunft­aus­schuss genau die­se Kom­pro­miss­va­ri­an­te.

Die Face­book-Grup­­pe gegen die Ände­run­gen erklär­te am Diens­tag­abend gegen­über der NRWZ, ihr läge bis dato kein offi­zi­el­ler Kom­pro­miss­vor­schlag der Nar­ren­zunft vor. Sie blieb also dabei: Sie woll­te sich ein­mi­schen, mit­re­den dür­fen, mit­ent­schei­den. Die Nar­ren­ba­sis will die Basis­de­mo­kra­tie in der Zunft ein­füh­ren.

Alt-Nar­­ren­­meis­­ter Dr. Georg Schu­ma­cher ließ sich zudem über sei­ne Nach­fol­ger ver­neh­men: „Jetzt müs­sen sie gucken, wie sie aus der Num­mer wie­der raus­kom­men.“ Eine ange­spann­te Gemenge­la­ge, so kurz vor der Haupt­ver­samm­lung am Frei­tag.

 

Die Nar­ren­zunft Rott­weil bleibt ihrer Linie treu und nimmt sich trotz­dem den Wunsch zahl­rei­cher Nar­ren nach einer Sprung­füh­rung d’ Stadt nab zu Her­zen.

Aus einer Erklä­rung der Zunft, die am Diens­tag­abend an die NRWZ ging

Die Nar­ren­zunft Rott­weil hat­te ver­sucht, die ange­spann­te Situa­ti­on vor der anste­hen­den Haupt­ver­samm­lung zu befrie­den. Unbe­dingt ver­mie­den wer­den soll­te eine aus­ufern­de und even­tu­ell emo­tio­na­le Dis­kus­si­on bei der anste­hen­den Haupt­ver­samm­lung. Hin­ter­grund: Eine geplan­te Ände­rung des Ver­laufs des Sonn­tags­um­zugs und der drei Nar­ren­sprün­ge stößt auf Wider­stand bei eini­gen Rott­wei­ler Nar­ren, die sich inzwi­schen in einer Face­book­grup­pe zusam­men­ge­fun­den haben. Mehr als tau­send sind sie dort. Eini­ge sind viel­leicht nur aus Neu­gier dort, wie­der ande­re unwis­send oder gegen ihren Wil­len – aber klar ist, dass es eine zah­len­mä­ßig gro­ße Grup­pe an Geg­nern einer Ände­rung des Sprung­ver­laufs wie von der Nar­ren­zunft beschlos­sen gibt. Leu­te, die unbe­dingt d’Stadt nab jucken wol­len, aber auch wel­che, die der geplan­te Weg­fall des Sprungs über die Hoch­brü­cke hin­aus nervt. Oder wel­che, die sagen, dass die Zunft nicht so stark ans Ein­ge­mach­te der Fas­net zu gehen habe. Die Grup­pe wird bei der Haupt­ver­samm­lung zwei Anträ­ge (sie­he unten) ein­brin­gen, die zum Ziel haben, die kom­men­de Fas­net unan­ge­tas­tet zu las­sen.

”Bereits am ers­ten Tag nach­dem eini­ge Nar­ren die vor­ge­schla­ge­ne, neue Sprung­va­ri­an­te kri­ti­sier­ten, setz­te die Nar­ren­zunft auf sach­li­chen Dia­log. Mit den Mit­glie­dern der Grup­pie­rung d’ Stadt nab wur­den die Argu­men­te aus­ge­tauscht und anschlie­ßend sei­tens der Nar­ren­zunft auf­ge­ar­bei­tet. Wich­tig für die Grup­pie­rung d’ Stadt nab war eine Sprung­füh­rung, die die unte­re Haupt­stras­se mit­ein­be­zieht, wohin­ge­gen die Nar­ren­zunft die Ver­kür­zung der Sprung­dau­er als Ziel aus­lob­te.” So steht es in einer Erklä­rung, die Zunftschrei­ber Frank Huber am spä­ten Diens­tag­abend ver­schick­te.

Das ist das Pro­blem für die Nar­ren­zunft: dass die Grup­pe ihrer Geg­ner zwar mut­maß­lich groß ist, und dass sie Ansprech­part­ner hat, aber kei­ne Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur. Kei­nen gewähl­ten Vor­stand, bei­spiels­wei­se, der Beschlüs­se in Ver­tre­tung der gan­zen Grup­pe fas­sen könn­te. Wie bei der Nar­ren­zunft gesche­hen: Mit 21 zu Null Stim­men beschloss dort der Aus­schuss, zustän­dig für die­se Din­ge, dass alle Sprün­ge ab der kom­men­den Fas­net vom Schwar­zen Tor bis zur Haupt­kreu­zung und von dort zur Hoch­brü­cke gehen soll­ten. Übers Gra­fen­gäss­le soll es zum Spi­tal und von dort im Sprung übers Haupt­kreuz zum Fried­richs­platz gehen. Soweit der Plan. Der vehe­ment abge­lehnt wird.

Nach Anga­ben von Zunftschrei­ber Frank Huber ist Micha­el Wycisk, der den Face­book-Pro­­­test im Inter­net mit-orga­­ni­­siert, am Mon­tag infor­mell ein Kom­pro­miss­vor­schlag unter­brei­tet wor­den. Es ist der Stauss’sche Vor­schlag, benannt nach Ein­zel­händ­ler und Stadt­rat Jörg Stauss, und der geht nach des­sen Wor­ten so: „d’ Stadt nab bis zum Spit­tel, über Johannsgasse/Grafengasse wie­der hoch zur Hoch­brück­tor­stra­ße, von dort dann wie­der zum Fried­richs­platz.” Also nah dran am Beschluss der Zunft, inklu­si­ve der Sprung­füh­rung d’ gan­ze Stadt nab.

”Die Vor­stand­schaft brach­te eine Sprung­füh­rungs­va­ri­an­te wie­der ins Gespräch, die seit 2008 zum Ein­satz kommt”, erklärt die Zunft. Seit 2008 geht der Sprung am Diens­tag­mor­gen über das Spi­tal, dann zur Gra­fen­gas­se und dann wie­der zum Fried­richs­platz. Die Nar­ren­zunft setz­te die­se Sprung­va­ri­an­te 2012 dann auch am Diens­tag­mit­tag, dem nach Fas­nets­mon­tag teil­neh­mer­reichs­ten Sprung, um. ”Bei einer grö­ße­ren Nar­ren­schar erga­ben sich aller­dings Pro­ble­me im Hin­blick auf die Sicher­heit der Nar­ren in der Gra­fen­gas­se. Des­halb wur­de die­se Opti­on nach ein­ma­li­ger Durch­füh­rung auf­ge­ge­ben”, so die Nar­ren­zunft in ihrer Erklä­rung am Diens­tag­abend wei­ter.

Da die­se Sprung­füh­rung von der Grup­pie­rung d’ Stadt nab am 12. Janu­ar bei einem ers­ten Tref­fen in der Wein­stu­be Grimm aller­dings eine Unter­stüt­zung erfuhr, prüf­te die Vor­stand­schaft der Zunft mit dem Lei­ter des Poli­zei­e­viers Rott­weil, dem Kom­man­dan­ten der Feu­er­wehr Rott­weil, dem Bau­amts- und dem Ord­nungs­amts­lei­ter am 15. Janu­ar erneut die­se Weg­stre­cke vor dem Hin­ter­grund einer gro­ßen akti­ven Teil­neh­mer­schar. „Die Stadt gab uns neun Punk­te mit auf den Weg, die wir bei die­ser Sprung­füh­rungs­va­ri­an­te aus Sicher­heits­grün­den berück­sich­ti­gen müs­sen“, sagt nun­mehr Nar­ren­meis­ter Chris­toph Bech­told.

Vor allem im Bereich der Gra­fen­gas­se müs­se die Anzahl der Nar­ren kon­trol­liert wer­den. Zudem soll ein zwei­ter Zugang zur Hoch­brück­tor­stra­ße (Gast­haus Becher) über die Kame­ra­l­amts­gas­se eine zu star­ke Bal­lung der Nar­ren in der Gra­fen­gas­se ver­mei­den. Zunftschrei­ber Huber gegen­über der NRWZ: ”Wir haben uns inten­siv mit dem Ord­nungs­amt und der Poli­zei berat­schlagt, uns die Situa­ti­on in der Gra­fen­gas­se noch­mal genau ange­schaut” – die die Zunft zunächst berg­auf für zu gefähr­lich gehal­ten hat­te, weil sich oben ein Pfropf bil­den könn­te aus Zuschau­ern und war­ten­den Nar­ren. Das Pro­blem will sie nun mit noch mehr per­so­nel­lem Ein­satz lösen. ”Dann kann halt der eine oder ande­re von uns dies­mal nicht ins Kleid­le des Gul­lers oder des Nar­ren­en­gels schlüp­fen.”

In einer außer­or­dent­li­chen Aus­schuss­sit­zung am Diens­tag­abend bestä­tig­te der Aus­schuss der Nar­ren­zunft Rott­weil die Sprung­va­ri­an­te als Kom­pro­miss­lö­sung.

Zuvor hat­te die Zunft den d’ Stadt nab Befür­wor­tern die­sen Kom­pro­miss­vor­schlag über­bracht. Doch das Vor­ha­ben, auf die­sem Wege eine Über­ein­kunft zu erzie­len, schei­ter­te. Ansprech­part­ner der Zunft­obe­ren: Micha­el Wycisk, einer der Grup­pen­lei­ter auf Face­book, zudem einer der Unter­zeich­ner der Anträ­ge (sie­he unten). ”Er mein­te, dass selbst wenn wir den Sprung dre­hen, sie ihren Antrag nicht zurück­zie­hen wer­den”, so Huber über Wycisk. Als Begrün­dung habe der Grup­pen­ver­tre­ter Wycisk ange­ge­ben, ”dass die Face­book-Grup­­pe extrem diver­se For­de­run­gen hat, die einen dezi­dier­ten Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess zwi­schen Nar­ren­zunft und Grup­pe erfor­dern.” Oder anders for­mu­liert: ”Ich glau­be, bei den Antrags­stel­lern hat kei­ner mehr den Hut an. Die Grup­pe ist für ein Manage­ment zu vola­til. Daher traut sich kei­ner wohl mehr an Ver­hand­lun­gen mit uns ran. Das führt bei uns zu Ver­än­de­run­gen in der Vor­ge­hens­wei­se.”

Micha­el Wycisk weist das von sich. ”Es hat kei­ne offi­zi­el­len Ver­hand­lun­gen mit uns gege­ben”, sagt er am Diens­tag­abend im Gespräch mit der NRWZ. Es habe sich um infor­mel­le Gesprä­che gehan­delt. Hät­te die Grup­pe auf­grund die­ser Gesprä­che die Anträ­ge für die Haupt­ver­samm­lung jetzt noch zurück­ge­zo­gen, hät­te dann kein ande­rer aus der Grup­pe sei­nen eige­nen mehr ein­brin­gen kön­nen, argu­men­tiert Wycisk. Er sagt über sei­ne Beweg­grün­de: ”Dass es nicht d’ Stadt nab geht, ist inak­zep­ta­bel. Außer­dem steht in der Ver­eins­sat­zung, dass der Nar­ren­sprung wich­tig ist. Dann soll­te man mit ihm nicht her­um­ex­pe­ri­men­tie­ren. Wir kön­nen auch nicht jede Fas­net etwas ande­res aus­pro­bie­ren.” Er habe an kei­ner der Ent­schei­dung der Zunft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren etwas aus­zu­set­zen. Nur an die­ser einen zum Sprung­ver­lauf. Er habe eigent­lich erwar­tet, dass die Zunft beim aus­ge­bro­che­nen Gegen­wind rasch reagiert – und einen Rück­zie­her macht. Ihren Feh­ler ein­sieht und zugibt. Es dann zusam­men mit den sei­ner Ansicht nach über­gan­ge­nen Nar­ren bes­ser macht. Natür­lich weiß Wycisk, dass bei der Zunft das dafür gewähl­te Gre­mi­um ent­schie­den hat, ein­stim­mig.

Der Face­book-Grup­­pen­­lei­­ter wei­ter: ”Ich habe mit Nar­ren­meis­ter Chris­toph Bech­told gespro­chen, wir wuss­ten schon seit ein paar Tagen, dass die Nar­ren­zunft die Vari­an­te, in der es die Gra­fen­gas­se hin­auf geht, prüft. Und dass sie das Ok der Stadt­ver­wal­tung dafür hat, wuss­ten wir von Leu­ten aus unse­rer Grup­pe auch. Vor einer Woche hat­te da eine Bege­hung statt­ge­fun­den. Mit­ten in der Stadt, mit Poli­zei und Feu­er­wehr, sowas fällt auf.”

 

Wenn uns ein offi­zi­el­ler Vor­schlag vor­liegt, dann kön­nen wir dar­über reden.” Das gin­ge eben ”nicht inof­fi­zi­ell, nicht hin­ten­rum.

Nar­­ren­zunft-Kri­­ti­ker Micha­el Wycisk

 

Wycisk sieht sich und die sechs Unter­zeich­ner der Anträ­ge an die Haupt­ver­samm­lung als Ver­tre­ter der gesam­ten Face­book­grup­pe, aber auch aller, die ihn etwa auf der Stra­ße anspre­chen oder die Mails mit ihren Kom­men­ta­ren an die Grup­pe unter dstadtnab@online.de schi­cken. Es gebe tat­säch­lich ein viel­fäl­ti­ges Mei­nungs­bild in der Grup­pe, bestä­tigt Wycisk. Da kön­ne es nicht sein, dass er etwa im Namen aller einem Deal mit der Nar­ren­zunft zustimmt, der aber gar nicht allen sei­nen Grup­pen­mit­glie­der – oder auch nur der Mehr­heit – als gang­ba­rer Kom­pro­miss erscheint.

 

Emo­tio­nal ist das hier das Bru­tals­te, was ich in 50 Jah­ren Erden­da­sein mit­ge­macht habe.

Zunftschrei­ber Prof. Frank Huber

 

Für die Nar­ren­zunft sind die Anträ­ge der Sprung­ver­laufs­geg­ner damit weit­ge­hend vom Tisch. Die Zunft über­legt sich eigent­lich nur noch, wie sie das den Kri­ti­kern klar machen will. Denn: „Nach gründ­li­cher Prü­fung hät­te der Ver­lauf des Sprungs eh kei­ne Abstim­mung erfah­ren kön­nen,“ meint Nar­ren­meis­ter Bech­told dazu. Die Sprung­füh­rung gehö­re nicht zum Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Mit­glie­der­ver­samm­lung, son­dern obliegt dem Aus­schuss und der Vor­stand­schaft.

 „Ich bin trotz­dem froh, dass wir nun, eine für alle trag­ba­re Lösung gefun­den haben. Der Aus­tausch zwi­schen der Grup­pie­rung d’ Stadt nab und der Nar­ren­zunft war dabei stets sach­lich und erfolgt allein vor dem Hin­ter­grund, die Fas­net als Sie­ge­rin aus der Mei­nungs­ver­schie­den­heit her­vor­ge­hen zu las­sen.“, ergänzt Zunftsä­ckel­meis­ter Ste­fan Roth laut der Erklä­rung der Nar­ren­zunft. Das Ziel soll­te nun erreicht sein, mut­maßt sie: ”Nicht nur, dass dem Rott­wei­ler Nar­ren­sprung die Filet­stü­cke, also d’ Stadt nab und wie­der zum Fried­richs­platz vor, erhal­ten blei­ben, nein auch ein gemein­sa­mer Abschluss von Nar­ren und Kapel­len auf dem Fried­richs­platz ist nun wie­der mög­lich”, heißt es.

Die­ser Tage hat sich Alt-Nar­­ren­­meis­­ter Dr. Georg Schu­ma­cher, Ehren­mit­glied der Zunft und im Aus­schuss nicht mehr stimm­be­rech­tigt, auf Nach­fra­ge der NRWZ zu Wort gemel­det. Er möch­te sich da eigent­lich lie­ber zurück­hal­ten, der ehe­ma­li­ge Zunft­chef. Aber dann möch­te er es doch los­wer­den: „Ich hät­te es so nicht gemacht“, meint er zur geplan­ten Sprun­gän­de­rung. Und das wüss­ten sei­ne Zunft­kol­le­gen auch. Ein wenig trau­rig sei er sogar, denn der Anblick der Innen­stadt beim Hin­ein­lau­fen Rich­tung Hoch­brü­cke, das sei ein­fach schon etwas Beson­de­res. Wenn das feh­le, „wird mir das ein biss­le weh­tun“. Er habe gro­ßen Respekt für die aktu­el­le Mann­schaft – „die haben das sehr dif­fe­ren­ziert dis­ku­tiert!“. Es gebe ja vie­le Vari­an­ten, die Pro­ble­me der Topo­gra­phie und der gro­ßen Zahl an Nar­ren zu lösen. Er selbst habe Sen­si­bi­li­tät ange­mahnt. „Jetzt müs­sen sie gucken, wie sie aus der Num­mer wie­der raus­kom­men.“

Nun ist es an den Zunft­kri­ti­kern, sich mit dem vor­ge­leg­ten Kom­pro­miss anzu­freun­den. Oder eben nicht. Damit kommt es zum Show­down bei der Haupt­ver­samm­lung.

 

Die Anträ­ge: 

1. Der Antrag auf Aus­set­zung des Beschlus­ses des Vor­stan­des der Nar­ren­zunft und Bei­be­hal­tung der bis­he­ri­gen Nar­ren­sprungs­tre­cke am Fas­nets­mon­tag 2015 soll als ers­ter Tages­ord­nungs­punkt in der Gene­ral­ver­samm­lung behan­delt wer­den.

 

2. Es wird bean­tragt den Vor­stand anzu­wei­sen die Ent­schei­dung wie der Sprung­ver­lauf 2015 zu ändern ist, auf 2016 zu ver­schie­ben. 2015 bleibt somit die Sprung­füh­rung gleich wie im Jahr 2014. Vom Schwar­zen Tor zum Spi­tal, über die Haupt­kreu­zung stadt­aus­wärts bis zur Wil­helms­stra­ße, über Marx- und Hoch­brück­tor­stra­ße zurück zum Fried­richs­platz.

Eine Dis­kus­si­on und Beschluss­fas­sung soll in der vor­lie­gen­den und der nächs­ten Mit­glie­der­ver­samm­lung des Jah­res 2016 erfol­gen.

Begrün­dung: Damit kann nach der Fas­net 2015 mit der Vor­stand­schaft zusam­men eine  gemein­sam getra­ge­ne Lösung für eine zeit­li­che Ver­kür­zung des Nar­ren­sprungs erar­bei­tet wer­den.

 

1 Kommentar

  1. Aha, der Sprung­ver­lauf liegt nur im Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Vor­stands? Da lach ich doch. Und was dür­fen dann die Mit­glie­der beschlie­ßen? Mit­glieds­bei­trä­ge? Also wenn sich da die Zunft­obe­ren mal nicht täu­schen. Wie auch immer lie­be Vor­stän­de, wenn es Strei­tig­kei­ten gibt über die Zustän­dig­kei­ten, kann man das – wie bei jedem Ver­ein – vom Amts­ge­richt prü­fen las­sen. Ist doch schließ­lich nicht ne Pri­vat­sa­che von den Vor­stän­den.

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