Neue Hoffnung für großes Modehaus in der Rottweiler Innenstadt

Neue Pläne für Umbau des ehemaligen Postamts

1850
Hier soll ein Kaufhaus entstehen: Rottweils ehemaliges Postamt. Foto: gg

Im Febru­ar die­ses Jah­res sah es aus, als sei das lang ersehn­te Mode­haus in der Obe­ren Haupt­stra­ße in greif­ba­re Nähe gerückt – aller­dings nur für kur­ze Zeit. Nach­dem die Gemein­de­rä­te im Febru­ar die Plä­ne von Inves­tor Bern­hard Merz in nicht­öf­fent­li­cher Sit­zung noch abge­seg­net hat­ten, lie­ßen sie eine Woche spä­ter in öffent­li­cher Sit­zung kaum mehr ein gutes Haar dar­an.

Dem ambi­tio­nier­ten Vor­ha­ben mit dem Obern­dor­fer Mode­haus Hoff­mey­er als Betrei­ber droh­te das Schei­tern, zumal auch Merz Zwei­fel auf­kom­men ließ, ob sich die Inves­ti­ti­on von rund zehn Mil­lio­nen Euro mit weni­ger Flä­che, wie gewünscht, finan­zi­ell dar­stel­len las­se. Haupt­kri­tik­punk­te waren die Gestal­tung des Daches und die Aus­deh­nung im hin­te­ren Teil, sodass es in der Blu­men­gas­se sehr eng gewor­den wäre.

Jetzt gibt es neue Hoff­nung: Merz hat einen neu­en Archi­tekt mit einer Umpla­nung beauf­tragt. Und die stieß, wie­der in nicht­öf­fent­li­cher Sit­zung, am Mitt­woch­abend auf ein­hel­li­ge Zustim­mung, wie Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß berich­tet. Selbst Jür­gen Mehl (SPD), der Haupt­kri­ti­ker und einer der obers­ten Hüter des his­to­ri­schen Stadt­bil­des, sei ein­ver­stan­den, sagt Broß auf Nach­fra­ge.

Das liegt dar­an, dass es dem Kon­stan­zer Archi­tekt, der in sei­ner Hei­mat­stadt ein­schlä­gi­ge Erfah­run­gen mit dem Umbau alter Gebäu­de hat und der in Rott­weil auch das Neckar­cen­ter am Näge­les­gra­ben plant, gelun­gen ist, die neur­al­gi­schen Punk­te so zu gestal­ten, dass es zum Rott­wei­ler Stadt­bild passt. Zumin­dest nach dem Geschmack der Gemein­de­rä­te. Kon­kret heißt das, dass vom 1893 erbau­ten Gebäu­de, wie von Anfang an vor­ge­se­hen, nur die Front­fas­sa­de bleibt, dass es jetzt aber ein Sat­tel­dach bekom­men soll und die Blu­men­gas­se nicht mehr so extrem ein­ge­engt ist. Bil­der oder Plä­ne gibt es öffent­lich noch nicht.

Letz­te Zwei­fel blei­ben: Inves­tor Merz müs­se jetzt erst noch prü­fen, ob sich das rech­ne, sagt der OB. Nach der Som­mer­pau­se sol­len die Plä­ne vor­ge­stellt und auch die Ent­schei­dun­gen fal­len.

Auf die Fra­ge, war­um die­se für die Öffent­lich­keit so wich­ti­ge Fra­ge hin­ter ver­schlos­se­nen Türen bera­ten wor­den sei, sag­te Broß, es sei ledig­lich um einen Zwi­schen­stand gegan­gen, außer­dem sei­en noch Alter­na­ti­ven im Gespräch.