Die Chorgemeinschaft trat am Sonntag im Pflugsaal auf. Fotos: wede

Schö­nes Wet­ter heu­te“ – das traf am Sonn­tag so was von zu. Und das war auch das ers­te Lied, das die Chor­ge­mein­schaft Rott­weil unter ihrem neu­en und alten Diri­gen­ten Pro­fes­sor Hel­mut Cromm sang. „Beschwingt in den Früh­ling“ war The­ma des Früh­schop­pen­kon­zerts im Pflug­saal, der trotz des Aus­flugs­wet­ters bes­tens besucht war. Und der Besuch soll­te sich loh­nen.

Diri­genz von 1988 bis 2000 und jetzt wie­der seit Janu­ar: Prof. Hel­mut Cromm

Eine bun­te Mischung aus bekann­ten und weni­ger bekann­ten Lie­dern brach­te der Chor. Schla­ger aus ver­schie­de­nen Epo­chen, Lie­der aus der Roman­tik, aber auch eige­ne Kom­po­si­tio­nen des Chor­lei­ters gab es zu hören: „Klatsch“ und „Lime­ricks“. Und immer wie­der mit dem beson­de­ren Pfiff – so hat­te Cromm auch beim Lied „Der Jäger längs dem Wei­her ging“ neue Ide­en her­ein­ge­bracht. Sein Vor­gän­ger Mike Krell sang nicht nur mit, er hat­te auch das Arran­ge­ment von „Mer­ci Ché­rie“ bei­gesteu­ert.

Das Bild des Chors präg­ten meist die Damen.

Der ver­schie­de­ne Beset­zun­gen hat­ten sich bes­tens vor­be­rei­tet: Natür­lich der gemisch­te Chor, der die meis­ten Lie­der sang, der bes­tens dis­po­nier­te Frau­en­chor, aber auch der klei­ne aber fei­ne Män­ner­chor, bei dem auch Cromm selbst mit­sang.

Für zwei Lie­der stan­den die Män­ner im Vor­der­grund

Ein Höhe­punkt war sicher das von Cromm arran­gier­te Med­ley mit Film­me­lo­di­en aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, in dem er selbst Pia­no spiel­te und Dani­el Franz Akkor­de­on. Der Chor sang dann das Titel­stück – ohne Wor­te, aber mit viel Inbrunst. Ansons­ten beglei­te­te Dani­el Franz, Absol­vent der Tros­sin­ger Hoch­schu­le und des Hoh­ner-Kon­ser­va­to­ri­ums, den Chor auf dem Kla­vier und ent­führ­te als Solist musi­ka­lisch mit dem Akkor­de­on in die Welt des Tan­go Nue­vo und des Csar­das.

Da die Chor­ge­mein­schaft anschei­nend einen guten Draht zu Petrus hat­te, konn­te sie das Kon­zert auch mit „Wochen­end und Son­nen­schein“ abschlie­ßen. Und als Zuga­be hat­ten die Sän­ger noch einen Lime­rick parat: Sie baten humor­voll um eine Spen­de. Schließ­lich hat­te schon zu Beginn Wolf­gang Mül­ler scherz­haft betont, zwar sei der Ein­tritt frei, „aber wir ver­lan­gen den Aus­tritt“.