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Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

Neuer Dirigent mit neuen Ideen

Frühlingskonzert der Chorgemeinschaft

„Schönes Wetter heute“ – das traf am Sonntag so was von zu. Und das war auch das erste Lied, das die Chorgemeinschaft Rottweil unter ihrem neuen und alten Dirigenten Professor Helmut Cromm sang. „Beschwingt in den Frühling“ war Thema des Frühschoppenkonzerts im Pflugsaal, der trotz des Ausflugswetters bestens besucht war. Und der Besuch sollte sich lohnen.

Dirigenz von 1988 bis 2000 und jetzt wieder seit Januar: Prof. Helmut Cromm

Eine bunte Mischung aus bekannten und weniger bekannten Liedern brachte der Chor. Schlager aus verschiedenen Epochen, Lieder aus der Romantik, aber auch eigene Kompositionen des Chorleiters gab es zu hören: „Klatsch“ und „Limericks“. Und immer wieder mit dem besonderen Pfiff – so hatte Cromm auch beim Lied „Der Jäger längs dem Weiher ging“ neue Ideen hereingebracht. Sein Vorgänger Mike Krell sang nicht nur mit, er hatte auch das Arrangement von „Merci Chérie“ beigesteuert.

Das Bild des Chors prägten meist die Damen.

Der verschiedene Besetzungen hatten sich bestens vorbereitet: Natürlich der gemischte Chor, der die meisten Lieder sang, der bestens disponierte Frauenchor, aber auch der kleine aber feine Männerchor, bei dem auch Cromm selbst mitsang.

Für zwei Lieder standen die Männer im Vordergrund

Ein Höhepunkt war sicher das von Cromm arrangierte Medley mit Filmmelodien aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, in dem er selbst Piano spielte und Daniel Franz Akkordeon. Der Chor sang dann das Titelstück – ohne Worte, aber mit viel Inbrunst. Ansonsten begleitete Daniel Franz, Absolvent der Trossinger Hochschule und des Hohner-Konservatoriums, den Chor auf dem Klavier und entführte als Solist musikalisch mit dem Akkordeon in die Welt des Tango Nuevo und des Csardas.

Da die Chorgemeinschaft anscheinend einen guten Draht zu Petrus hatte, konnte sie das Konzert auch mit „Wochenend und Sonnenschein“ abschließen. Und als Zugabe hatten die Sänger noch einen Limerick parat: Sie baten humorvoll um eine Spende. Schließlich hatte schon zu Beginn Wolfgang Müller scherzhaft betont, zwar sei der Eintritt frei, „aber wir verlangen den Austritt“.

 

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