Neujahrssitzung von Forum für Rottweil in Hausen

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Zukunftsfähiges Bauen mit weniger Flächenversiegelung und die Landesgartenschau waren Themen, die das Forum für Rottweil (FFR) bei seiner traditionellen Neujahrssitzung im Adler in Hausen diskutierte.

Rottweil. FFR- Sprecher Michael Leibrecht berichtete über spezifische Belange des Teilortes Hausen und streifte dabei das Baugebiet Bronnenkohl-Rauzen. Dort etwa sei erst im dritten Bauabschnitt Geschosswohnungsbau möglich, bis dahin werden Einfamilienhäuser gebaut. Dass auch in einem ländlichen Gebiet wie Rottweil umgedacht, neue, attraktive Lösungen für Senioren gefunden werden müssten, betonte Felicitas Bott in diesem Zusammenhang.

Sie nannte als Beispiel Gosheim mit einer innerörtlich geschaffenen Seniorenresidenz, die für Alleinstehende in großen, meist alten Gebäuden eine Umzugsmöglichkeit anbietet. Das Projekt funktioniere, sagte sie dazu. Zum Thema „Leerstandserfassung“ in der Kernstadt bedürfe es einer eigenen Personalstelle, urteilte Stadträtin Elke Reichenbach. Die Leerstände seien nicht unbeträchtlich, merkte Heide Friederichs an. Wichtig sei, auf Eigentümer zuzugehen und diese zu beraten.

Die FFR- Stadträte Reiner Hils und Elke Reichenbach stellten grundsätzliche Weichenstellungen zum Haushaltsplan der Stadt vor: Der Haushalt 2024 werde mit einem leichten Plus von 700.000 Euro abschließen, doch schon 2025 würden Kreditaufnahmen nötig. Beide sprachen von einem riesigen Investitionsprogramm: Anstehende Brücken- und Schulsanierungen (AMG), der Neubau Sporthalle, das Parkhaus Zentrum mit Kosten von insgesamt 9.580.000 Euro. Davon verbleiben abzüglich der Zuschüsse 6.258.000 Euro bei der Stadt.

Michael Wiest stellte die Frage: „Bleibt der Friedrichsplatz, wie er jetzt wieder nach dem Verkehrsversuch ist oder sind die Stadt und Gemeinderäte vor den Kommunalwahlen eingeknickt?“ Beide FFR-Stadträte verwiesen auf das noch ausstehende Ergebnis des Verkehrsversuchs und auf den Wunsch des Fachbereichsleiters Bauen und Stadtentwicklung Rudolf Mager, zumindest im Jahr der Landesgartenschau den Verkehr aus der Stadt herauszuhalten.

Zur Planung der Landesgartenschau bedauerte Michael Wiest, dass die „faszinierende Bogenlösung vom Wasserturm über die Gärten hinunter zum Neckar“ bereits gekappt wurde, die Lösung beginne jetzt verkürzt an der Hochbrücke. Ebenso sei der Stadteinbezug zugunsten der Neckar-Renaturierung nicht deutlich erkennbar. Landesgartenschauen hätten aber gerade Innenstadtgestaltungen korrigiert. Bedauerlich fanden alle FFR-ler, dass eine Lösung für das Stadtmuseum mit der historischen Geschichte der Stadt erst auf den Zeitraum nach der Landesgartenschau verschoben wurde. „Das wäre ein Highlight für die Besucher, nicht nur die Bespielung des Neckarufers unterhalb der Stadt“, so die Meinung

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