Plakat zur Onlineumfrage. Foto: pm

ROTTWEIL – Der AK Rad­Kul­tur der Loka­len Agen­da 21 traf sich erst­mals nach dem Start der Online-Umfra­ge zum Rott­wei­ler Fahr­rad­kli­ma. Die­se Akti­on läuft zwar noch bis zum ers­ten Dezem­ber – den­noch wag­ten die Initia­to­ren eine aller­ers­te vor­sich­ti­ge Ein­schät­zung. „Es läuft gut“, mein­te Ste­fan Mauch, der Spre­cher der Grup­pe. Inner­halb weni­ger Tage hat­ten über 100 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger das Ange­bot genutzt und beur­teilt, ob das Radeln im Rott­wei­ler Stadt­ver­kehr eher Spaß oder Stress macht.

Beson­ders erfreu­lich sei, so Mauch, dass vie­le sich die Mühe machen, Män­gel kon­kret zu benen­nen. Ja mehr noch: Sie machen auch kon­struk­ti­ve Vor­schlä­ge. Es dürf­te nicht ein­fach wer­den, all die vie­len Ide­en zu bün­deln, damit man die Gesprä­che mit Stadt­ver­wal­tung, Gemein­de­rä­ten oder dem Rott­wei­ler Gewer­be- und Han­dels­ver­ein spä­ter auch struk­tu­riert und ergeb­nis­ori­en­tiert füh­ren kann. Mauch lob­te auch die Rott­wei­ler Lokal­me­di­en. Er beob­ach­te­te, wie nach jeder Ver­öf­fent­li­chung im Netz, Print oder Radio-Inter­view die Teil­neh­mer­zahl stieg.

Aktu­ell hat die Grup­pe den Ehr­geiz, die­se Daten­ba­sis wei­ter zu stei­gern. So rich­tet sich der Blick nun vor allem auf die Rott­wei­ler Schu­len. Mar­git Gärt­ner möch­te mit einem Schrei­ben nicht nur die Schul­lei­tun­gen anspre­chen, son­dern auch Klas­sen­leh­rer und Schü­ler­mit­ver­wal­tun­gen zum Mit­ma­chen gewin­nen. Immer­hin kann man über die­ses Enga­ge­ment mit etwas Glück eines der fünf Test­turm­ti­ckets gewin­nen. Für die schu­li­schen Infor­ma­ti­ons­ta­feln stell­te Micha­el Bach ein Pla­kat vor, das viel Bei­fall fand. Es ent­hält auch einen QR-Code, der direkt zur inter­ak­ti­ven Umfra­ge lenkt.

Über die Schu­len hin­aus wer­den die­se Pla­ka­te aber auch an ver­schie­de­ne Geschäf­te und Ein­rich­tun­gen ver­teilt. Die Hoff­nung ist jeden­falls groß, bis zum 1. Dezem­ber eine statt­li­che Men­ge an Daten und Infor­ma­tio­nen zu bekom­men, die eine fun­dier­te Rad­ver­kehrs­of­fen­si­ve ermög­licht. Die­se könn­te dann Teil einer nach­hal­ti­gen Mobi­li­täts­wen­de in Rott­weil wer­den.

Vor Abschluss der Umfra­ge moch­te die Rad­kul­tur-Grup­pe sich noch nicht auf For­de­run­gen fest­le­gen. Doch eini­ge Bli­cke in die Zukunft ris­kier­te sie schon. Frank Sucker stell­te etwa fest, dass bei­spiels­wei­se übers Umwelt­bun­des­amt der Druck wächst, Tem­po 30 in Städ­ten als Regel­ge­schwin­dig­keit zu ermög­li­chen. Das könn­te dem nicht­mo­to­ri­sier­ten Ver­kehr von Fuß­gän­gern und Rad­fah­rern das Leben erleich­tern. Andrea Busch reg­te an, die Rad­weg­füh­rung von der Obern­dor­fer Stra­ße in die Flöt­linstor­stra­ße über­sicht­li­cher zu gestal­ten. Eine ande­re Idee: Trotz schma­ler Fahr­bahn zu prü­fen, ob die Ein­bahn­stra­ße am Stadt­gra­ben sich nicht für den radeln­den Gegen­ver­kehr öff­nen lässt.

Online-Umfra­ge zum Rott­wei­ler Fahr­rad­kli­ma unter https://www.umfrageonline.com/s/RadKultur