Volker Bucher erklärt die Funktion der Turbine. Foto: pm

ROTTWEIL – Letz­te Woche hat die Klas­se 9 der Frei­en Wal­dorf­schu­le Rott­weil mit ihrem Phy­sik­leh­rer bei win­ter­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren dem Klas­sen­zim­mer im Frei­en am Was­ser­kraft­werk Lum­pen­müh­le am Neckar in der Alt­stadt einen Besuch abge­stat­tet. In die­sem der Schu­le ange­schlos­se­nen Kraft­werk wird durch Was­ser­kraft genau die Men­ge Strom erzeugt, die die Schu­le für ihr Ener­gie­kon­zept benö­tigt.

Im Epo­chen­un­ter­richt der Klas­se 9 steht gera­de Ener­gie­ge­win­nung auf dem Stun­den­plan und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten die Kraft des Was­sers an der Lum­pen­müh­le haut­nah erle­ben. Die Betrei­ber des Was­ser­kraft­werks, Vol­ker Bucher und Gün­ther Seitz, begrüß­ten die Grup­pe und führ­ten sie über das weit­läu­fi­ge Kraft­werks­ge­län­de. Anschlie­ßend wur­de die Tur­bi­ne im Tur­bi­nen­haus genau unter die Lupe genom­men. Der För­der­ver­ein der Frei­en Wal­dorf­schu­le Rott­weil, der das Klas­sen­zim­mer im Frei­en an der Lum­pen­müh­le koor­di­niert, war mit hei­ßem Punsch und einem Imbiss am Lager­feu­er dabei, so dass die  Schü­ler frisch gestärkt und auf­ge­wärmt den Rück­weg zur Schu­le antre­ten konn­ten.

Das Klas­sen­zim­mer im Frei­en am Was­ser­kraft­werk Lum­pen­müh­le erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit. Nicht nur die Schü­ler der Rott­wei­ler Wal­dorf­schu­le pro­fi­tie­ren davon, auch ande­re inter­es­sier­te Schu­len und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen kön­nen die­ses Ange­bot zum „Ler­nen mit allen Sin­nen“ auf Anfra­ge nut­zen (Kon­takt über foerderverein@waldorfschule-rottweil.de).

So schreibt etwa eine Schü­le­rin des Tech­ni­schen Gym­na­si­ums Sul­gen, die dort das Pro­fil Umwelt­tech­nik belegt hat, gera­de ihre Semi­nar­ar­beit über die Lum­pen­müh­le. Die Arbeit „Alte Müh­len – neu­er Glanz“ ver­knüpft tech­ni­sche Aspek­te des Was­ser­kraft­werks mit den geschicht­li­chen Hin­ter­grün­den der Lum­pen­müh­le, die im Mit­tel­al­ter zur Papier­her­stel­lung und spä­ter dann als Säge- und Getrei­de­müh­le genutzt wur­de.