Präsident Martin Schatz und PHK Reiner Herrmann (rechts). Foto: Pressestelle der Hochschule für Polizei BW

Nach knapp 44 Dienst­jah­ren tritt Poli­zei­haupt­kom­mis­sar Rei­ner Herr­mann zum 1. Mai sei­nen wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand an. Im Rah­men einer Fei­er­stun­de bekam er die Dank­ur­kun­de des Lan­des Baden-Würt­tem­berg vom Prä­si­den­ten der Hoch­schu­le für Poli­zei Baden-Würt­tem­berg, Mar­tin Schatz, über­reicht.

Der aus Zim­mern stam­men­de Rei­ner Herr­mann begann sei­ne Poli­zei­lauf­bahn im Sep­tem­ber 1975 bei der dama­li­gen 3. Bereit­schafts­po­li­zei­ab­tei­lung in Biber­ach. Nach erfolg­reich abge­schlos­se­ner Aus­bil­dung wech­sel­te er bereits 1977 als jun­ger Poli­zei­ober­wacht­meis­ter zum dama­li­gen Poli­zei­kom­mis­sa­ri­at Rott­weil, wel­ches ihm und spä­ter Anfang der 1980er Jah­re die neu gegrün­de­te Poli­zei­di­rek­ti­on Rott­weil, weit mehr als drei Jahr­zehn­te zur
beruf­li­chen Hei­mat wer­den soll­te.

Anfäng­lich im Revier­dienst tätig, wech­sel­te er schon bald zum damals neu ein­ge­rich­te­ten Ver­kehrs­dienst, wo er unter ande­rem meh­re­re Jah­re für die Ver­kehrs­er­zie­hung und Ver­kehrs­auf­klä­rung von Kin­der­gar­ten­kin­dern, Schü­le­rin­nen und Schü­lern, in der Eltern­ar­beit sowie bei den Senio­ren aus dem gesam­ten Land­kreis Rott­weil zustän­dig war. Der größ­te Kar­rie­re­schritt in sei­nem beruf­li­chen Wer­de­gang folg­te 1991, als ihn der dama­li­ge Rott­wei­ler Poli­zei­chef unmit­tel­bar zu sich in die Direk­ti­on berief.

Fort­an war er als Mit­ar­bei­ter im Sach­ge­biet Öffent­lich­keits­ar­beit ein sehr bekann­tes Gesicht der Poli­zei­di­rek­ti­on Rott­weil. 23 Jah­re lang war er als Ein­stel­lungs­be­ra­ter und Pres­se­spre­cher für den gesam­ten Land­kreis Rott­weil zustän­dig. Die­se Tätig­keit füll­te Rei­ner Herr­mann auf­op­fe­rungs­voll, mit gan­zem Herz­blut und sehr viel Lei­den­schaft aus.

Die Bilanz sei­ner erfolg­rei­chen Arbeit sind unter ande­rem heu­te Hun­der­te von
Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die im Rah­men der Berufs­ori­en­tie­rung an Real­schu­len (BORS) und an Gym­na­si­en (BOGY) bei ihm in der Poli­zei­di­rek­ti­on ein Berufs­prak­ti­kum absol­vier­ten sowie mehr als 300 von ihm ein­ge­stell­te Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te aus dem Land­kreis Rott­weil, denen er eine beruf­li­che Per­spek­ti­ve in der Poli­zei des Lan­des bot. Die Auf­lö­sung „sei­ner” Poli­zei­di­rek­ti­on Rott­weil im Zuge der Poli­zei­struk­tur­re­form mit Ablauf des Jah­res 2013 ging ihm im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes sehr zu Her­zen.

2014 wech­sel­te er an die damals als Bil­dungs­trä­ger für die Lan­des­po­li­zei
Baden-Würt­tem­berg neu struk­tu­rier­te Hoch­schu­le für Poli­zei
Baden-Würt­tem­berg in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, wo er bis zuletzt als
Mit­ar­bei­ter im Sach­be­reich Öffent­lich­keits­ar­beit sei­ne jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung im Bereich Pres­se­ar­beit und Nach­wuchs­ge­win­nung erfolg­reich ein­brin­gen konn­te. Prä­si­dent Mar­tin Schatz bedank­te sich im Namen der Hoch­schu­le für Poli­zei Baden-Würt­tem­berg und der Poli­zei des Lan­des bei Rei­ner Herr­mann für des­sen enga­gier­te Arbeit und sein per­sön­li­ches Enga­ge­ment für die Poli­zei des Lan­des Baden-Würt­tem­berg.

Sie kön­nen mit Stolz auf Ihr Berufs­le­ben zurück­schau­en”, so Prä­si­dent Mar­tin Schatz. „Ich war mit Leib und See­le Poli­zist und immer stolz, für die Orga­ni­sa­ti­on Poli­zei arbei­ten zu kön­nen. Die Rekru­tie­rung von geeig­ne­tem Poli­zei­nach­wuchs und die Aus­bil­dung die­ser jun­gen Men­schen lagen mir stets am Her­zen. Es hat mich per­sön­lich immer mit gro­ßer Freu­de erfüllt, wenn mir
Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, wel­che durch mich bei der Poli­zei ein­ge­stellt wur­den, nach Jah­ren über den Weg lie­fen und ich sehen konn­te, was aus die­sen jun­gen Men­schen gewor­den ist. Aber alles hat sei­ne Zeit. Ich freue mich jetzt auf mei­nen Ruhe­stand und den damit ver­bun­de­nen Luxus, mir mei­ne Zeit künf­tig frei ein­tei­len zu kön­nen.  Die­se Zeit wer­de ich für mei­ne Fami­lie und mei­ne viel­sei­ti­gen sport­li­chen Akti­vi­tä­ten nut­zen”, so Rei­ner Herr­mann im Rah­men sei­ner Ver­ab­schie­dung.