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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Rott­weil Rad­ler­spur im Beton: Vier Tage Ver­zö­ge­rung mög­lich

Radlerspur im Beton: Vier Tage Verzögerung möglich

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ROTTWEIL, 7. Okto­ber (him) – 15.000 Euro Scha­den – und bis zu vier wei­te­re Tage Stra­ßen­sper­re hat ein unbe­kann­ter Rad­ler an der Bau­stel­le für den Kreis­ver­kehr im Rott­wei­ler Nor­den ange­rich­tet. Der Unbe­kann­te war mit sei­nen Stol­len­rei­fen in den frisch gegos­se­nen und noch nicht aus­ge­här­te­ten Beton am neu­en Krei­sel gefah­ren.

Frank Men­gen, Polier der Beton­bau­fir­ma Schnor­pfeil und Beton­tech­no­lo­ge Dani­el Kru­pa schüt­teln nur den Kopf. „Der muss über die bereits aus­ge­här­te­ten Beton­plat­ten gefah­ren sein, und dann wur­de es immer wei­cher…“, spe­ku­liert Kru­pa, „dann ist er abge­stie­gen und hat gescho­ben.“ Die Schuh­ab­drü­cke neben der tie­fen Spur­ril­le im Beton sind gut zu erken­nen. Polier Men­gen ahnt übles: „Wenn wir die drei Beton­plat­ten raus­ma­chen müs­sen, wird das die Bau­zeit um drei bis vier Tage ver­län­gern.“ Mit Beton­ex­per­ten wer­de in den nächs­ten Tagen bera­ten, ob das tat­säch­lich gemacht wer­den muss. Könn­te der Belag anders behan­delt und die Spur­ril­len aus­ge­gli­chen wer­den, käme es zu kei­nen grö­ße­ren Ver­zö­ge­run­gen.
Genervt ist auch Hei­ko Zorn vom Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg, Außen­stel­le Donau­eschin­gen, der die Bau­stel­le über­wacht. Am Mon­tag­mor­gen habe er Vil­lin­gen­dorfs Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Bucher noch vor­ge­schwärmt, wie gut die Bau­fir­men schaf­fen und alle im Zeit­plan sei­en. „Fünf Minu­ten spä­ter kam der Anruf wegen der Rad­ler­spur, und ich muss­te Bucher wie­der anru­fen.“ Sehr uner­freu­lich sei das Gan­ze wegen der Zeit­ver­zö­ge­rung und der höhe­ren Kos­ten. Die Ril­len ein­fach so las­sen, gehe nicht. „Das ist zwar ein Zweck­bau und es kommt nicht so auf das Äuße­re an“, erklärt Zorn, „aber wenn sich in der Ril­le im Win­ter Was­ser sam­melt und gefriert, dann sprengt das den Beton, und wir krie­gen ganz schnell Ris­se.“ Die weni­gen Zen­ti­me­ter Spur­ril­le reich­ten da schon aus. Über den Rad­fah­rer, von dem man lei­der kei­ne Spur – außer der im Beton – habe, kön­ne er sich wegen so viel Unver­nunft nur wun­dern, so Zorn.
Die Bau­ar­bei­ten wer­den plan­mä­ßig bis in den Novem­ber dau­ern. Da der Beton aus­rei­chend Zeit brau­che, um aus­zu­här­ten, wer­de es zwi­schen­durch auch Tage geben, an denen sich auf der Bau­stel­le nicht viel tue. „Die­se Zeit brau­chen wir, damit der Beton die Rest­feuch­te ver­liert“, erläu­tert Zorn. Erst danach kön­nen Fugen zwi­schen den gegos­se­nen Beton­plat­ten ein­ge­fügt und die Rand­stei­ne ver­legt wer­den.

 

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