Regelmäßige Besuche von Schülern sind ein Erfolgsrezept

ROTTWEIL – Das Studienzentrum der Hochschule Furtwangen (HFU) im Neckartal hat regelmäßig Besuch von Schülern und Studenten. Die Zehntklässler vom DHG, die am Dienstagmorgen dort waren, erlebten allerdings eine Premiere: Sie durften das riesige Transmissions-Elektronenmikroskop ausprobieren, das das Studienzentrum jetzt erst vom Naturwissenschaftlichen Institut in Reutlingen geschenkt bekommen hat.

Dr. Wilfried Niesch war eigens dafür von Reutlingen angereist und erklärte, wie es funktioniert, wie die Elektronen per Magnetfeld fast bis auf Lichtgeschwindigkeit angetrieben werden, die Schüler durften dann das enorm vergrößerte Bild einer Goldplatte mit seinen Löchern, die man unter einem Lichtmikroskop nicht erklennen kann, bestaunen. Aber auch experimentieren mit Plasmatechnik auf Oberflächen, mittels der sie das Logo der HFU mit einfacher Tinte auf Platten bannten. Oder einen Elektronenlichtstrahl sichtbar machen und ihn dann mit einem Detektor analysieren und vieles mehr.


Die regelmäßigen Besuche von Schülern sind ein Erfolgsrezept, wie Prof. Volker Bucher, Leiter des Studienzentrums, betont. „Von dem Seminarkurs, den wir am TG anbieten, studieren fast alle an der HFU.“ Die inzwischen solche Schülerlabore für den ganzen Landkreis plant. Und die „Halle der Phänomene“, die auf dem Berner Feld entstehen soll. Hier soll dann experimentiert und gestaunt werden, Exponate der Hochschule zeigen Dinge wie Industrie 4.0 oder Virtual Reality, die Macher rechnen mit bis zu 60.000 Besuchern jährlich.


„Das Interesse ist sehr groß, auch bei der Industrie“, betont Bucher. Damit werde dann die Brücke geschlagen vom erlebten Phänomen zum Berufsbild und von dort zur Firma, die dieses Berufsbild anbietet. Demnächst wird dafür eine Genossenschaft gegründet, schon 60 Leute seien mit dabei, und dann gehe es an die Sponsorensuche, so Prof. Dr. Margareta Müller, Dekanin der HFU.

 

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