Richter Thomas Henninger in den Ruhestand verabschiedet

Landgerichtspräsident Dr. Dietmar Foth überreichte Thomas Henninger (links) die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand . Foto: pm

ROTTWEIL – Der Rich­ter am Amts­ge­richt Tho­mas Hen­nin­ger tritt mit Ablauf des Monats Okto­ber nach 42-jäh­ri­ger Tätig­keit im öffent­li­chen Dienst in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand ein. Der Prä­si­dent des Land­ge­richts Dr. Diet­mar Foth über­reich­te ihm die vom Minis­ter der Jus­tiz und für Euro­pa unter­zeich­ne­te Urkun­de zur Ver­set­zung in den Ruhe­stand und dank­te Hen­nin­ger für die von ihm geleis­te­ten treu­en Diens­te, die die­ser zuletzt als stän­di­ger Ver­tre­ten­der der Direk­to­rin und als Lei­ter der Abtei­lung Familienrecht/Freiwillige Gerichts­bar­keit beim Amts­ge­richt Rott­weil geleis­tet hat.

Foth hob ins­be­son­de­re die gewis­sen­haf­te und hoch­qua­li­fi­zier­te Arbeit her­vor, die Hen­nin­ger beim Amts­ge­richt Rott­weil in den letz­ten 31 Jah­ren erbracht hat. Mit Tho­mas Hen­nin­ger ver­lässt eine Stüt­ze das Amts­ge­richt, auf die stets zu bau­en war.

Tho­mas Hen­nin­ger wur­de 1955 in Freu­den­stadt gebo­ren. Nach dem Abitur, das er 1974 in Freu­den­stadt ableg­te, stu­dier­te er Rechts­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen. Dort trat er 1980 in den juris­ti­schen Vor­be­rei­tungs­dienst ein. Nach Abschluss des zwei­ten juris­ti­schen Staats­ex­amens wur­de er 1983 in den höhe­ren Dienst der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit des Lan­des Baden-Würt­tem­berg über­nom­men und dem Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart zuge­wie­sen. 1985 wech­sel­te er zur Staats­an­walt­schaft Stutt­gart, 1986 je hälf­tig zum Amts­ge­richt Alb­stadt und zum Amts­ge­richt Sig­ma­rin­gen, wo er als Zivil­rich­ter tätig war. Nach einer kur­zen Pha­se am Land­ge­richt Hechin­gen hat Tho­mas Hen­nin­ger 1987 sei­nen Dienst am Amts­ge­richt Rott­weil ange­tre­ten, wo er zunächst Zivil­sa­chen, Ord­nungs­wid­rig­keits­sa­chen, Rechts­hil­fe­sa­chen in Straf­sa­chen bear­bei­tet hat­te und im erwei­ter­ten Schöf­fen­ge­richt mit­ge­wirkt hat.

Nach 1988, in die­sem Jahr war er kurz­fris­tig beim Land­ge­richt Rott­weil ein­ge­setzt, um Kam­mer­er­fah­rung zu sam­meln, über­nahm er beim Amts­ge­richt Rott­weil die Bear­bei­tung von Fami­li­en- und all­ge­mei­ne Zivil­sa­chen. Von Sep­tem­ber 1997 bis Mai 1998 wur­de Tho­mas Hen­nin­ger schließ­lich an das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart abge­ord­net, wo er erfolg­reich das umgangs­sprach­li­che „drit­te Staats­ex­amen“ absol­vier­te. Danach kehr­te er zum Amts­ge­richt Rott­weil zurück. Hier war er zunächst auch teil­wei­se neben dem Fami­li­en­recht im Insol­venz­recht, spä­ter im Betreu­ungs­recht ein­ge­setzt. Bis heu­te lei­te­te Herr Tho­mas Hen­nin­ger die Fami­li­en­ab­tei­lung beim Amts­ge­richt Rott­weil.

Tho­mas Hen­nin­ger hat­te sich dar­über hin­aus bei der Aus­bil­dung neu­er Refe­ren­da­re enga­giert. Er war über meh­re­re Jah­re als Refe­rent für das Fami­li­en­recht ein­ge­setzt. Der Prä­si­dent des Land­ge­richts Rott­weil wür­dig­te Herrn Hen­nin­ger als ver­läss­li­chen Leis­tungs­trä­ger und aner­kann­ten Fami­li­en­rich­ter mit gefes­tig­ter Per­sön­lich­keit und als freund­li­chen und empa­thiefä­hi­gen Kol­le­gen, der team­ori­en­tiert Ver­ant­wor­tung für das Amts­ge­richt als Gan­zes über­nom­men hat.