Rottweil: 30.000 Euro für weniger Vandalismus in der Stadt

Rottweil-Mitte. Archiv-Foto: Ralf Graner

Mit ins­ge­samt 143.500 Euro för­dert das Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Arbeit und Woh­nungs­bau in die­sem Jahr drei nicht­in­ves­ti­ve Ein­zel­pro­jek­te im Regie­rungs­be­zirk Frei­burg. Die Pro­jek­te wer­den in Orten­berg, Rott­weil und Tros­sin­gen umge­setzt. In Rott­weil ist der Ein­satz eines Street­wor­kers im Sanie­rungs­ge­biet „Stadt­mit­te“ geplant.

Unse­re Städ­te und Gemein­den sind bei den Pro­jek­ten sehr krea­tiv. Sie för­dern das Mit­ein­an­der ver­schie­de­ner Bevöl­ke­rungs­grup­pen und Genera­tio­nen und stär­ken den sozia­len Zusam­men­halt in einem Quar­tier. Sie mobi­li­sie­ren ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment und gestal­ten Stadt­tei­le leben­dig“, so Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Dr. Nico­le Hoff­meis­ter-Kraut.

Die Pro­jek­te im Regie­rungs­be­zirk Frei­burg im Detail

Die Gemein­de Orten­berg erhält für ein nicht­in­ves­ti­ves Pro­jekt im Sanie­rungs­ge­biet „Orts­mit­te Orten­berg“ 13.500 Euro. In einer Begeg­nungs­stät­te soll ein Erzähl-Café ein­ge­rich­tet wer­den. Außer­dem soll es einen Ver­fü­gungs­fonds geben, um die bür­ger­schaft­li­che Betei­li­gung an der Gestal­tung eines Mehr­ge­nera­tio­nen­parks zu unter­stüt­zen.

Die Stadt Rott­weil erhält für den Ein­satz eines Street­wor­kers im Sanie­rungs­ge­biet „Stadt­mit­te“ 30.000 Euro. Sei­ne Auf­ga­be ist es, Van­da­lis­mus und Ver­schmut­zung in der Stadt­mit­te zu ver­mei­den. Durch sei­ne direk­te Anspra­che sol­len die Jugend­li­chen Bewusst­sein und Akzep­tanz dafür ent­wi­ckeln.

In der Stadt Tros­sin­gen soll im Sanie­rungs­ge­biet „Löhr­stra­ße“ eine Ser­vice­stel­le zur Inte­gra­ti­on rumä­ni­scher Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner geschaf­fen wer­den. Die Stadt erhält dafür 100.000 Euro. Eine mut­ter­sprach­li­che Fach­kraft soll dort hin­sicht­lich Schu­le, Arbeits­su­che oder gesund­heit­li­cher Ver­sor­gung bera­ten. Zudem sol­len im Jugend­haus Bil­dungs- und Frei­zeit­an­ge­bo­te geschaf­fen wer­den. Mit den Jugend­li­chen will man Frei­flä­chen neu­ge­stal­ten und inter­kul­tu­rel­le Fes­te ver­an­stal­ten.

Dar­über, dass eine Stadt in sei­nem Wahl­kreis unter den geför­der­ten Kom­mu­nen ist, zeig­te sich der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ste­fan Teu­fel erfreut. „Die Stadt Rott­weil erhält För­der­mit­tel von 30.000 Euro für ein Pro­jekt zur Prä­ven­ti­on vor Van­da­lis­mus und Ver­schmut­zung der Stadt­mit­te“, erklärt der Rott­wei­ler Land­tags­ab­ge­ord­ne­te. In 14 Kom­mu­nen des Lan­des wur­den damit nicht­in­ves­ti­ve Ein­zel­pro­jek­te in Höhe von ins­ge­samt rund 845.000 Euro geför­dert.

Im Rah­men der nicht­in­ves­ti­ven Städ­te­bau­för­de­rung wer­den Pro­jek­te geför­dert, die ins­be­son­de­re zur Inklu­si­on von Men­schen mit Behin­de­run­gen, zur Teil­ha­be von älte­ren Men­schen am Leben im Quar­tier, zur Betreu­ung von Kin­dern und Jugend­li­chen in der Frei­zeit, zur Inte­gra­ti­on von Migran­tin­nen und Migran­ten und zur Mobi­li­sie­rung ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments sowie Maß­nah­men, die zur Ver­bes­se­rung des Stadt­tei­li­mages bei­tra­gen.

Vor­ran­gig kön­nen Kom­mu­nen Anträ­ge auf Finanz­hil­fen aus dem NIS-Pro­gramm mit Sanie­rungs­ge­bie­ten in der „Sozia­len Stadt“ und „Akti­ve Stadt- und Orts­teil­zen­tren“ stel­len oder aus dem Lan­des­sa­nie­rungs­pro­gramm. Die Finanz­hil­fen erhal­ten die Städ­te und Gemein­den. Sie tra­gen rund 40 Pro­zent der Kos­ten selbst bei. Für ein Sanie­rungs­ge­biet kön­nen inner­halb von fünf Jah­ren maxi­mal 100.000 Euro bewil­ligt wer­den. Die nicht­in­ves­ti­ven Städ­te­bau­pro­jek­te ergän­zen dabei die geför­der­ten inves­ti­ven Maß­nah­men einer Stadt oder Gemein­de.