Rottweil gewinnt Preisgeld beim Ideenwettbewerb Quartier 2020

Bereits im Vorfeld der Bewerbung für den Ideenwettbewerb 2020 wurden die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Foto: pm

ROTTWEIL – Die Stadt Rott­weil hat beim Ide­en­wett­be­werb „Quar­tier 2020“ des Stutt­gar­ter Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums ein Preis­geld in Höhe von 35.000 Euro gewon­nen. Ziel des Wett­be­werbs­bei­trags ist die senio­ren­ge­rech­te Quar­tier­s­ent­wick­lung in Rott­weil-Alt­stadt. Am Wett­be­werb nah­men 147 Kom­mu­nen teil, Rott­weil ist unter den 53 Preis­trä­gern und konn­te sich somit in einem star­kes Bewer­ber­feld behaup­ten.

Das Land Baden-Würt­tem­bergs hat­te den Wett­be­werb „Quar­tier 2020“ initi­iert, um lan­des­weit vor­bild­li­che Kon­zept­ide­en zur senio­ren­ge­rech­ten Quar­tier­s­ent­wick­lung zu ent­wi­ckeln. Wesent­li­che Hand­lungs­fel­der sind dabei die Pfle­ge und Unter­stüt­zung im Alter sowie die För­de­rung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments.

Im Vor­feld der Bewer­bung fan­den bereits meh­re­re Tref­fen mit  Bür­ger der Alt­stadt statt. Dabei wur­de fest­ge­stellt, dass die Alt­stadt sowohl beim Woh­nungs­an­ge­bot für älte­re Men­schen und Fami­li­en als auch bei der all­ge­mei­nen Lebens­si­tua­ti­on Hand­lungs­be­darf auf­weist. Eben­falls feh­len offe­ne Begeg­nungs­räu­me für Jung und Alt sowie Hilfs­an­ge­bo­te für älte­re Men­schen, die es ihnen ermög­li­chen, län­ger im gewohn­ten Umfeld und in der Gemein­schaft woh­nen und leben zu kön­nen.

Aus der Bür­ger­be­tei­li­gung ent­wi­ckel­te sich die Idee, eine alters­ge­misch­te Wohn­an­la­ge im Umfeld der Pela­gius­kir­che zu errich­ten. Hier hat ein pri­va­ter Inves­tor, die Merz Immo­bi­li­en GmbH, bereits Inter­es­se ange­mel­det und sich mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern über ihre Ide­en aus­ge­tauscht.

Der Quar­tier­s­ent­wick­lungs­pro­zess in der Alt­stadt wird sei­tens der Stadt­ver­wal­tung durch den Demo­gra­fie­be­auf­trag­ten Mat­thi­as Schö­ne betreut. Unter­stützt wird er dabei von Gud­run Mül­ler von der Stab­stel­le Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment. „Die Her­aus­for­de­run­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu gestal­ten ist eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben der kom­men­den Jah­re. Wir freu­en uns sehr, dass es gelun­gen ist, gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern und einem Bau­trä­ger ein so zukunfts­wei­sen­des Pro­jekt für die Alt­stadt zu ent­wi­ckeln und das Land von unse­rem Kon­zept zu über­zeu­gen“, freut sich Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf über den Erfolg.

Im Rah­men der vor­ge­schal­te­ten, quar­tiers­be­zo­ge­nen Bür­ger­be­tei­li­gung wur­den viel­fäl­ti­ge Ansät­ze für die Schaf­fung von offe­nen Begeg­nungs­räu­men von Jung und Alt sowie von Mög­lich­kei­ten einer nach­bar­schaft­li­chen Quar­tiers­hil­fe bespro­chen. Die­se flos­sen in die Bewer­bung mit ein. Als nächs­ter Schritt steht eine brei­ter ange­leg­te Betei­li­gung der Öffent­lich­keit an. Die­se ist für das ers­te Quar­tal 2018 vor­ge­se­hen.

Die offi­zi­el­le Preis­ver­lei­hung erfolgt am 23. Novem­ber im Neu­en Schloss in Stutt­gart.