Dahin soll es kommen, das zusätzliche, zweite Rottweiler Parkhaus: das Hack'sche Gelände an der Bahnhofstraße. Archiv-Foto: Detlef Berndt
Dahin soll es kommen, das zusätzliche, zweite Rottweiler Parkhaus: das Hak'sche Gelände an der Bahnhofstraße. Archiv-Foto: Detlef Berndt

Das Park­kon­zept der Stadt Rott­weil bekommt lang­sam Kon­tu­ren. Der Gemein­de­rat hat am Mitt­woch­abend in nicht­öf­fent­li­cher Sit­zung ent­schei­den­de Wei­chen gestellt. Das berich­te­te Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß am Don­ners­tag vor Jour­na­lis­ten.

Die gro­ße Mehr­heit”, sag­te Broß, habe sich dafür aus­ge­spro­chen, in der Bahn­hof­stra­ße 1, hin­ter der Dut­ten­ho­fer Vil­la, ein Park­haus zu bau­en. Des­halb wird das leer ste­hen­de Gebäu­de Bahn­hof­stra­ße 1 dem­nächst abge­bro­chen. Es han­delt sich um das soge­nann­te Hak’sche Haus. Die Frei­en Wäh­ler hat­ten zuletzt sehr auf einen Abriss des Gebäu­des gedrängt, um die Park­plät­ze rea­li­sie­ren zu kön­nen. Vor Wochen noch stie­ßen sie auf tau­be Ohren, jetzt geht ihr Wunsch in Erfül­lung.

Einig­keit herr­sche auch dar­über,  sag­te Broß, kei­nen Pri­vat­in­ves­tor zu beauf­tra­gen, son­dern dass die Stadt sel­ber die Regie über­neh­me. Der Hin­ter­grund: Ver­hand­lun­gen hät­ten gezeigt, dass bei Pri­va­ten nur dann Bereit­schaft bestehe, wenn die Stadt auf kos­ten­lo­ses Par­ken ver­zich­tet und die Gebüh­ren im gesam­ten Umfeld erhö­he, um das Park­haus kon­kur­renz­fä­hig betrei­ben zu kön­nen. Dar­auf woll­te sich der Gemein­de­rat aber nicht ein­las­sen.

Broß kün­dig­te an: „Es wird auch wei­ter­hin die Bre­zel­tas­te geben.“ Neue Über­le­gun­gen gebe es nur, das freie Par­ken, vor allem hin­ter dem Gefäng­nis (Näge­les­gra­ben) von zwei Stun­den auf eine zu ver­kür­zen. Dafür bestehe auch beim Gewer­be- und Han­dels­ver­ein Bereit­schaft.

Mit dem zusätz­lich erwirt­schaf­te­ten Geld in einer Grö­ßen­ord­nung von 120.000 bis 200.000 Euro könn­te man die Fol­ge­kos­ten des Park­hau­ses aus­glei­chen.

Geplant sind etwa 100 Park­plät­ze. Auf eine grö­ße­re Lösung mit 160 Stell­plät­zen ver­zich­tet der Gemein­de­rat, weil dafür die Stra­ße „ver­schwenkt“ (ver­legt) wer­den müss­te, was mit Kos­ten von rund einer Mil­li­on Euro ver­bun­den wäre.

Zunächst soll die Stadt­ver­wal­tung den Bau des Park­hau­ses, die Kos­ten, die Finan­zie­rung und alle damit ver­bun­de­nen Aspek­te umfas­send prü­fen. Das Ergeb­nis soll noch vor der Som­mer­pau­se vor­lie­gen.

Eine wei­te­re Ent­schei­dung ist in der nicht­öf­fent­li­chen Sit­zung gefal­len: Die Groß’sche Wie­se wird künf­tig als „Park­platz Innen­stadt“ aus­ge­schil­dert, um bei aus­wär­ti­gen Besuicher kei­nen fal­schen Ein­druck zu erwe­cken.