Rottweiler CDU lobt Leistungsfähigkeit der ENRW

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Mitglieder der Stadtratsfraktion und des Vorstands der Rottweiler CDU ließen sich bei einem Besuch der ENRW über deren vielfältige Herausforderungen informieren.

Rottweil. In der Kläranlage gab Florian Haag, Leiter der ENRW-Abteilung Stadtentwässerung, einen Einblick in Technik und Betrieb dieser Einrichtung. Jeweils einer der sieben Bediensteten habe Bereitschaft, so dass man rund um die Uhr erreichbar sei und Störungen beseitigen könne. Mit dem im Faulturm erzeugten Gas werde ein Blockheizkraftwerk betrieben, das den gesamten selbst verbrauchten Strom erzeuge. Die gleichfalls hier entstehende Wärme könne in den eigenen Gebäuden genutzt werden Von der CDU-Stadtratsfraktion war vor einiger Zeit eine Prüfung beantragt worden, ob die Abwärme des Abwassers zur Energieerzeugung eingesetzt werden könne. Eine entsprechende Studie sei gerade im Entstehen, berichtete Haag.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der ENRW-Geschäftsleitung standen die Herausforderungen, vor die sich das Unternehmen insbesondere wegen der Energiewende gestellt sieht. Die beiden Geschäftsführer Stefan Kempf und Holger Hüneke gaben einen Überblick über die anstehenden Projekte. So müssten beispielsweise die Niederspannungsnetze im Siedlungsbereich ertüchtigt werden, da immer mehr Wärmepumpen zum Einsatz kämen und die Elektromobilität weiter anwachse.

Die Fernwärmenetze seien auf regenerative Energie umzustellen, was zunächst mit Wärmepumpen und teilweise mit Holz geschehe. Die Frage des Stadtrats und Hausener Ortsvorstehers Hans-Peter Alf nach der Perspektive für die dortige Biogasanlage konnte nicht eindeutig beantwortet werden, da die Rahmenbedingungen für die Erzeugung und die Nutzung von Biogas nach wie vor politisch nicht festgelegt seien. Generell sei es die Strategie des Unternehmens, so Kempf und Hüneke, Fernwärmenetze in überschaubaren Dimensionen zu bauen, weil hiermit die Versorgungssicherheit eher gewährleistet werden könne als mit sehr großen Netzen.

Erörtert wurden auch der Zustand des Aquasol und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Einig waren sich die CDU-Mitglieder mit der ENRW-Geschäftsleitung darin, dass der Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibads die richtige Lösung sei. Die notwendigen technischen und finanziellen Planungen sollten zeitlich so durchgeführt werden, dass erst mit der Eröffnung der neuen Einrichtung das Aquasol außer Betrieb genommen werde. Es müsse ein „nahtloser Übergang“ gewährleistet werden.

Monika Hugger, die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, resümierte: „Wir sind froh, dass wir mit der ENRW in Rottweil ein Unternehmen haben, das ökonomisch auf gesunden Beinen steht und der Kundschaft Preise bietet, die sich auf dem Markt sehen lassen können.“

 

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