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Landkreis Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Rottweiler CDU: Nach der Wahl eher ratlos

ROTTWEIL – Die örtliche CDU zeigt sich nach dem Ausgang der Bundestagswahl eher ratlos. 14,3 Prozent der Erststimmen hat der Wahlkreis-Kandidat, Volker Kauder eingebüßt, ist in Rottweil auf 40 Prozent abgesackt. Eebenso die CDU, die 14,8 Prozent der Stimmen in der Stadt eingebüßt hat. Jetzt folgte die Aufarbeitung. Einen Rechtsruck wolle man nicht, heißt es.

Große Enttäuschung habe das Ergebnis der Bundestagswahl ausgelöst. Das teilt der CDU-Stadtverband Rottweil mit. In einer Vorstandssitzung seien Wahlkampf und Wahl reflektiert worden. Dabei kam zur Sprache, dass die Parteivertreter bei den Infoständen mit einem in früheren Jahren nicht gekannten Ausmaß an Unzufriedenheit bis hin zu Beleidigungen konfrontiert worden seien. Als wichtigste Schlussfolgerung will die Rottweiler CDU das Gespräch mit den Bürgern intensivieren. So ist im Advent wieder eine „Wunschbaumaktion“ geplant, bei der schriftliche Wünsche vor allem auch zu kommunalen Themen geäußert werden können. Die Ergebnisse sollen dann auf einer weiteren Veranstaltung zur Diskussion gestellt werden.

Als weitere Konsequenz aus der Bundestagswahl sieht der CDU-Vorstand die Notwendigkeit, die parteiinterne Diskussion zu beleben und politische Anliegen etwa in Form von Parteitags-Anträgen auf höhere Entscheidungsebenen zu tragen. Eine Forderung der örtlichen CDU: der „Markenkern“ der Gesamtpartei solle wieder deutlicher sichtbar werden. Die Rottweiler sehen die CDU hier als „Partei der Sozialen Marktwirtschaft.“ Das heiße, dass grundsätzlich eine marktwirtschaftliche Ordnung herrsche, wobei der Staat nicht in das laufende wirtschaftliche Geschehen eingreifen solle, aber den Rahmen und die Regeln vorgebe. Zum anderen soll der Anspruch der CDU als Volkspartei erhalten bleiben und wiederbelebt werden. Ziel müsse sein, breite Schichten der Bevölkerung angesprochen und deren Anliegen aufgenommen werden.

Allerdings herrsche bei den örtlichen CDU-Funktionsträgern noch eine gewisse Ratlosigkeit, wie der Unzufriedenheit der Bürger begegnet werden könnte. Die Rottweiler sehen aber keinen Sinn darin, der Partei einen Rechtsruck zu verschreiben, wie dies manche Stimmen nahelegen, heißt es in ihrer Stellungnahme abschließend.

 

 

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