Rottweiler CDU: Nach der Wahl eher ratlos

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ROTTWEIL – Die ört­li­che CDU zeigt sich nach dem Aus­gang der Bun­des­tags­wahl eher rat­los. 14,3 Pro­zent der Erst­stim­men hat der Wahl­kreis-Kan­di­dat, Vol­ker Kau­der ein­ge­büßt, ist in Rott­weil auf 40 Pro­zent abge­sackt. Eeben­so die CDU, die 14,8 Pro­zent der Stim­men in der Stadt ein­ge­büßt hat. Jetzt folg­te die Auf­ar­bei­tung. Einen Rechts­ruck wol­le man nicht, heißt es.

Gro­ße Ent­täu­schung habe das Ergeb­nis der Bun­des­tags­wahl aus­ge­löst. Das teilt der CDU-Stadt­ver­band Rott­weil mit. In einer Vor­stands­sit­zung sei­en Wahl­kampf und Wahl reflek­tiert wor­den. Dabei kam zur Spra­che, dass die Par­tei­ver­tre­ter bei den Info­stän­den mit einem in frü­he­ren Jah­ren nicht gekann­ten Aus­maß an Unzu­frie­den­heit bis hin zu Belei­di­gun­gen kon­fron­tiert wor­den sei­en. Als wich­tigs­te Schluss­fol­ge­rung will die Rott­wei­ler CDU das Gespräch mit den Bür­gern inten­si­vie­ren. So ist im Advent wie­der eine „Wunsch­baum­ak­ti­on“ geplant, bei der schrift­li­che Wün­sche vor allem auch zu kom­mu­na­len The­men geäu­ßert wer­den kön­nen. Die Ergeb­nis­se sol­len dann auf einer wei­te­ren Ver­an­stal­tung zur Dis­kus­si­on gestellt wer­den.

Als wei­te­re Kon­se­quenz aus der Bun­des­tags­wahl sieht der CDU-Vor­stand die Not­wen­dig­keit, die par­tei­in­ter­ne Dis­kus­si­on zu bele­ben und poli­ti­sche Anlie­gen etwa in Form von Par­tei­tags-Anträ­gen auf höhe­re Ent­schei­dungs­ebe­nen zu tra­gen. Eine For­de­rung der ört­li­chen CDU: der „Mar­ken­kern“ der Gesamt­par­tei sol­le wie­der deut­li­cher sicht­bar wer­den. Die Rott­wei­ler sehen die CDU hier als „Par­tei der Sozia­len Markt­wirt­schaft.“ Das hei­ße, dass grund­sätz­lich eine markt­wirt­schaft­li­che Ord­nung herr­sche, wobei der Staat nicht in das lau­fen­de wirt­schaft­li­che Gesche­hen ein­grei­fen sol­le, aber den Rah­men und die Regeln vor­ge­be. Zum ande­ren soll der Anspruch der CDU als Volks­par­tei erhal­ten blei­ben und wie­der­be­lebt wer­den. Ziel müs­se sein, brei­te Schich­ten der Bevöl­ke­rung ange­spro­chen und deren Anlie­gen auf­ge­nom­men wer­den.

Aller­dings herr­sche bei den ört­li­chen CDU-Funk­ti­ons­trä­gern noch eine gewis­se Rat­lo­sig­keit, wie der Unzu­frie­den­heit der Bür­ger begeg­net wer­den könn­te. Die Rott­wei­ler sehen aber kei­nen Sinn dar­in, der Par­tei einen Rechts­ruck zu ver­schrei­ben, wie dies man­che Stim­men nahe­le­gen, heißt es in ihrer Stel­lung­nah­me abschlie­ßend.

 

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