Rottweiler Hängebrücke: Kampf um Grundstücke noch nicht endgültig entschieden

NRWZ hakt bei den Eigentümern nach

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Mögliche Brücke über das Rottweiler Neckartal. Bild: kts
Mögliche Brücke über das Rottweiler Neckartal. Bild: kts

An zwei Grund­stü­cken hängt die Zukunft der Fuß­gän­ger-Hän­ge­brü­cke zwi­schen dem Ber­ner Feld mit dem Test­turm und dem Bocks­hof in der Innen­stadt. Der Wald­mös­sin­ger Unter­neh­mer Joa­chim Glatt­haar hat gegen­über der NRWZ erklärt, er sei mit bei­den Eigen­tü­mern bereits seit drei Mona­ten über den Ver­kauf einig. Stimmt das?

„Ja“, bestä­tigt Prof. Kurt Schel­len­berg, dem das Grund­stück am Schaf­wa­sen gehört. Und, gibt es schon einen nota­ri­ell beglau­big­ten Ver­trag? „Nein“, sagt Schel­len­berg, „aber ich sehe da kei­ne Pro­ble­me.“  Auf die Fra­ge,  ob es nicht an den Kon­di­tio­nen schei­tern kön­ne, ant­wor­te­te der sehr ent­spannt wir­ken­de lang­jäh­ri­ge Stadt­rat der Frei­en Wäh­ler: „Es geht um orts­üb­li­che Prei­se.“  Dann könn­te ja auch Inves­tor Gün­ter Eber­hardt noch ein­mal ein­stei­gen? „Da hät­te ich kein Pro­blem“, sagt Schel­len­berg.

Mit die­ser Aus­sa­ge von der NRWZ kon­fron­tiert, erklärt Eber­hardt: „Ich habe noch nie eine Tür zuge­schla­gen, aber ich müss­te ja mit bei­den Grund­stücks­be­sit­zern einig wer­den. Wenn es um orts­üb­li­che Prei­se geht – unser Ange­bot steht. Zu den dama­li­gen Kon­di­tio­nen wäre es für uns nicht mach­bar gewe­sen.“ Eber­hardt sagt es nicht so deut­lich, aber Ein­ge­weih­te berich­ten, das eigent­li­che Pro­blem sei Bene­dikt Becker, dem nicht nur der Stein­bruch gehört,  son­dern auch die Flä­che dar­über, die für die Ver­län­ge­rung vom Fels­vor­sprung bis zum Schaf­wa­sen auf ins­ge­samt 900 statt 606 Meter nötig wäre. Becker ist der­zeit tele­fo­nisch nicht erreich­bar.

Der Inves­tor sagt aber auch: „Unser Fahr­plan steht. Wir begin­nen zunächst ein­mal mit dem ers­ten Bau­ab­schnitt. Die Brü­cke muss ja auch wirt­schaft­lich funk­tio­nie­ren.“ Es gehe jetzt zunächst dar­um, „dass wir anfan­gen kön­nen zu bau­en, denn durch die­sen gan­zen Kud­del­mud­del ver­zö­gert sich alles um meh­re­re Wochen, wenn nicht mehr.“ Immer­hin, so Eber­hardt, sei ihm zu Beginn sei­nes Enga­ge­ments in Rott­weil ver­si­chert wor­den, es gebe kei­ne Pro­ble­me mit den Grund­stü­cken.

Davon abge­se­hen „wür­de es Sinn machen, wenn man sich trifft“, sagt Eber­hardt noch. Er meint: mit den Grund­stücks­be­sit­zern. Gün­ter Eber­hardt hat bis zum 8. Dezem­ber Zeit. Solan­ge ist, wie die NRWZ erfuhr, Joa­chim Glatt­haar mit ande­ren wich­ti­gen Ter­mi­nen beschäf­tigt.