Rückstaus nach Autobrand auf der A 81 – Polizei geht gegen Rettungsgassenrowdies vor

Nach einem technischen Defekt im Motorraum ist es am frühen Samstagnachmittag zwischen den Anschlussstellen Rottweil und Villingen-Schwenningen auf der Bundesautobahn A81 zum Brand eines Autos und in der Folge zu teils erheblichem Rückstau in Fahrtrichtung Singen gekommen. Mehrere, vorwiegend aus dem Ausland stammende Verkehrsteilnehmer mussten wegen Nichteinhaltens einer Rettungsgasse beanstandet werden. Das berichtete die Polizei am Sonntagvormittag.

Gegen 13.15 Uhr war ein 30-jähriger Mann mit einem Ford Focus auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Rottweil und Villingen-Schwenningen in Richtung Singen unterwegs, als etwa auf Höhe Deißlingen aus dem Motorraum des Wagens plötzlich Rauch aufstieg. Der Mann lenkte den Ford sofort auf den Standstreifen und hielt dort an.

Unmittelbar nach dem Verlassen des Wagens entwickelte sich aus der Rauchentwicklung ein Brand, der schließlich auf das ganze Fahrzeug übergriff. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

Zur Löschung des Fahrzeugbrandes rückte die Freiwillige Feuerwehr Rottweil mit vier Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften aus.

Die Autobahn musste während den Löscharbeiten in Fahrtrichtung Singen zunächst einseitig und während der Bergung des vollständig ausgebrannten Wagens kurzfristig voll gesperrt werden. Auch die Autobahnmeisterei war mit fünf Fahrzeugen zur Bewältigung des Einsatzes involviert.

Durch den Brand, die notwendigen Löschmaßnahmen mit folgender Bergung des Fahrzeugs und schließlich den erforderlichen Reinigungsarbeiten der Fahrbahn kam es zu teils erheblicher Rückstaubildung in Fahrtrichtung Singen.

In dieser Zeit hielten sich mehrere, vorwiegend aus dem Ausland stammende Verkehrsteilnehmer nicht an die Vorschriften zur Einhaltung einer Rettungsgasse und mussten beanstandet werden. Die Herkunft der Rettungsgassenrowdies, laut Polizeipräsidium Konstanz: vorwiegend Litauen, Luxemburg, Frankreich, Niederlande, auch ein paar Deutsche waren darunter. Keine Schweizer.

 

9 Kommentare

  1. Liebster Siggi,

    eben exakt diesen Polizeibericht KENNE ich. Und kannte diesen auch vor der prolligen NRWZ-Meldung.

    Und genau deswegen war ich ja so verwundert, wieso der Polizeipressestelle Worte in den Mund gelegt werden(!), welche diese nie verwendet hat.

    Und dies hatte ich kritisiert. Was aber vom Kapitän ins Lächerliche gezogen wurde. Schade.

    • Das Wort R’gassenrowdies wurde nicht (!) der Polizeipressestelle in den Mund gelegt. Es umschreibt, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen, das Verhalten der beanstandeten Fahrer ganz gut. Meldungen müssen schon versuchen, was auf den Punkt zu kommen. Der Polizeibericht tut das nicht immer, da sollte es erlaubt sein, etwas nachzuhelfen.

  2. Komisch. Im Polizeibericht, der oben als Autor auch genannt ist, taucht das von der örtlichen NeueRottweilerBILDZeitung verwendete „ROWDIES“ überhaupt nicht auf?

    Was ist da los, Herr Arnegger?

    • Keine Ahnung, was wird da los sein, Herr Mayhoefer? Zitat: „Im weiteren Sinne kann der Begriff für jede Person verwendet werden, die sich in der Öffentlichkeit rücksichtslos verhält.“ Wikipedia.

    • Lieber Herr Mayhöfer, Herr Prof. Dr. Dr. hc mult. Google hätte Ihnen helfen können:

      Der Titel des Polizeiberichts lautet:

      „POL-KN: (BAB A81, Höhe Deißlingen) Teils erheblicher Rückstau auf der A81 nach Brand eines Autos – mehrere Beanstandungen wegen Nichteinhaltens der Rettungsgasse“

      Linkservice: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/4527511

      Vielleicht entspricht dieser Titel eher Ihrem Bedarf nach „political correctness“, der Titel in der NRWZ eher den Tatsachen, aber meine Beurteilung hat womöglich mit meinen Erfahrungen auf „unserer“ Autobahn hier zu tun: Sicher über 99 % korrekt, aber wenige Rowdies vergiften das Klima.

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