Rund 6,3 Millionen Euro für Kulturdenkmale – auch für zwei aus Rottweil

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Zum Erhalt und zur Sanierung von 75 Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg hat das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen weitere insgesamt 6,3 Millionen Euro freigegeben. Für die Sanierung der Kapellenkirche in Rottweil und der Hochwaldkapelle fließen Gelder.

Land fördert kirchliche, kommunale und private Vorhaben

Im Rahmen dieser zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2022 entfallen 30 Bewilligungen auf Vorhaben privater Eigentümerinnen und Eigentümer, 29 auf solche von Kirchen und 16 auf Vorhaben von Kommunen.

Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, Nicole Razavi, überreicht virtuell einen symbolischen Scheck an Pfarrer Timo Weber von der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz. Foto: Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg

Gefördert werden sollen beispielsweise die Fassaden- und Dachinstandsetzung der Kapellenkirche in Rottweil mit 441.600 Euro, die Außeninstandsetzung des Chors / Chorumgangs sowie die Instandsetzung der Nordfassade der Evangelischen Kirche Sankt Leonhard in Krittligen mit 43.690 Euro, die Restaurierung des Westturms der Evangelischen Marienkirche in Reutlingen mit 159.110 Euro, die Außensanierung der Katholischen Kirche St. Petrus und Paulus in Bad Schussenried-Steinhausen mit 128.050 Euro, die Sanierung des Hauptchors und der Chorfenster der Ritterstiftskirche mit 175.780 Euro sowie die Sanierung der Fassade der Kustodie und die Dechanei des ehemaligen Ritterstifts in Bad Wimpfen mit 45.530 Euro sowie 33.270 Euro und die restauratorische Sanierung des Kirchenschiffs der Katholischen Stiftskirche St. Cyriakus in Wiesensteig mit bis zu 143.310 Euro.

Auch in die holztechnische Restaurierung der Kapelle auf dem Hochwald fließt Geld aus Landesmitteln.

Auch kommunale Maßnahmen sind in dieser zweiten Tranche für eine Förderung vorgesehen: zum Beispiel die Fassadensanierung des Rathauses in Schwäbisch Gmünd mit 137.810 Euro, die Instandsetzung des Marktplatzbrunnens in Stuttgart mit 106.270 Euro, die Sanierung einzelner Mauerabschnitte sowie die Sanierung einzelner Gewölbe an der Burg Wertheim mit 35.000 Euro beziehungsweise 82.230 Euro und die Sanierung des St. Andrésche Schlösschens in Bad Friedrichshall-Kochendorf mit 78.040 Euro.

Zuwendungen erhalten ebenfalls private Vorhaben – die oft aus Gründen des Datenschutzes namentlich nicht genannt werden -, beispielsweise für die Gesamtsanierung eines Wohnhauses in Marxzell, für die Fassaden-, Dächer- und Fenstersanierung, für die Sanierung der Stützpfeiler des Treppenwegs der Burg Meersburg und für die Sanierung des Gasthaus Traube in Sindelfingen.

„Kulturdenkmale sind viel mehr als die Summe alter Mauern und Steine. Sie prägen das Gesicht unserer Städte und Dörfer, sie verbinden uns mit unserer Geschichte und schaffen Heimat. Sie für künftige Generationen zu erhalten, ist für uns eine Herzensangelegenheit und Verpflichtung“, sagt die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi laut einer Pressemitteilung ihres Ministeriums. Und weiter: „Mein großer Dank gilt den vielen Denkmaleigentümern im Land, aber auch den Vereinen, Kirchen, Kommunen, Initiativen und Privatpersonen, die sich für den Erhalt unserer Denkmale einsetzen. Nur dank ihres großen Engagements ist es möglich, unser historisch-kulturelles Erbe zu bewahren und für die Zukunft mit Leben zu füllen.“

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