Sanierung des Rottweiler Stadions: Stadt legt Zeitplan vor

Das Rottweiler Stadion ist sanierungsbedürftig. Foto: Peter Arnegger

Im kommenden Jahr soll die Sanierung des Rottweiler Stadions beginnen. Und sie soll vier Jahre lang dauern – um die Kosten zu strecken. Diesen Zeitplan wird die Stadtverwaltung dem Gemeinderatsausschuss am Mittwoch vorlegen. Dabei ist Eile geboten: Die zuständige Sachbearbeiterin im Sportamt sieht schon eine „Gefahr erheblicher Verletzungen“ etwa auf der alte Tartanbahn.

Wie die NRWZ im Juli berichtet hat, ist ein neues Flutlicht fürs Rottweiler Stadion eigentlich dringend nötig. Der Fußballverband setzt schon keine Flutlichtspiele mehr dort an, weil die alte Anlage im vergangenen Jahr zweimal ausgefallen ist. Die Folge: Spiele am Spätnachmittag, ein Problem für die Fußballer des FV 08, wie die NRWZ dargestellt hat. Schon 2016 hat der Gemeinderat erkannt, dass das Stadion sanierungsbedürftig ist. Nicht nur die Flutlichtanlage, auch die Tartanbahn, der Kunstrasen und die Stehstufen müssen gerichtet werden.

Doch weil das Geld kostet, und zwar richtig viel, muss zunächst ein Plan her. Ein Zeitplan, der die Maßnahme schön streckt, über mehrere Haushalte hinweg.

Dieser Zeitplan liegt nun vor. Er kündigt an:

  • für 2018 die Sanierung der Tartanbahn. Kosten: 300.000 Euro. „Die Tartanbahn ist mit einem Alter von rund 30 Jahren nun gänzlich sanierungsbedürftig“, berichtet Sportamtsmitarbeiterin Eva Moosmann in ihrer Gemeinderatsvorlage für die Aussschusssitzung am kommenden Mittwoch. Die Bahn sei in den vergangenen Jahren „notdürftig geflickt und repariert“ worden (was die Stadt überall tut, schön zu beobachten ist das an sämtlichen Nebenwegen und -brücken, die ihr gehören und ins Alter gekommen sind). Moosmann legt sich fest: Eine einfache Reparatur der Tartanbahn „ist nun nicht mehr möglich.“ Der Belag sei inzwischen so runter, weise so starke Absenkungen auf, dass er „einen normalen Sportbetrieb für die Schulen sowie einen Trainingsbetrieb für die Vereine nicht mehr ohne Gefahr erheblicher Verletzungen“ zulasse.
  • ebenfalls für 2018 die Sanierung der Flutlichtanlage. Kosten: 155.000 Euro. Moosmann verweist ebenfalls darauf: „Das Thema Flutlicht wurde in diesem Jahr bereits diskutiert.“ Es sei für einen weiteren Spielbetrieb beim Fußball wie auch für den sonstigen Trainingsbetrieb unumgänglich. Denn der württembergische Fußballverband lässt nach mehrmaligem Ausfall der bestehenden Anlage keine Flutlichtspiele im Rottweiler Stadion mehr zu. Deshalb müssen die Spiele früher stattfinden – statt etwa ab 19 oder 19.30 Uhr bereits um 18 oder gar 17.30 Uhr.
  • für 2019 die Sanierung des Kunstrasens. Kosten: 190.000 Euro. 2003 ist der Allwetterplatz mit seinem Kunstrasen eingerichtet worden. Durch die starke Auslastung vor allem im Winter sei er „mittlerweile extrem in Mitleidenschaft gezogen worden“, so das Urteil der Sportamtsmitarbeiterin. Auch dort bestehe eine erhöhte Verletzungsgefahr. Moosmann stellt hier einen Zuschuss des Württembergischen Landessportbunds in Aussicht: 30 Prozent der Kosten.
  • für 2020 eine Sanierung der Stehstufen und Pflasterarbeiten. Kosten: 160.000 Euro. Die Stufen seien bereits nicht mehr verkehrssicher, sie sollen erneuert werden.
  • und schließlich für 2021 die Erneuerung des Rasens im Stadion. Oder in den Folgejahren. Kosten: noch nicht ermittelt. Der Natrurrasenplatz im Stadion werde im Rahmen der Pflege jährlich eingesandet. „Dadurch wird der Platz zwangsläufig immer höher, auch in den Torräumen“, so Eva Moosmann. Deshalb müsse er von Zeit zu Zeit abgetragen, müsse ein neuer Rasen verlegt werden. „Derzeit wird kein dringender Handlungsbedarf gesehen“, so Moosmann, „jedoch wird in ein paar Jahren eine Erneuerung des Rasens nötig sein.
Auch nimmer schön: der Kunstrasenplatz. Foto: Peter Arnegger

Fürs kommende Jahr geht es also zunächst „nur“ um 455.000 Euro für die Tartanbahn und die Flutlichtanlage. Diesen Geldern soll der Gemeinderatsausschuss am Mittwoch zustimmen. Freigeben wird er sie nicht, dafür wird der Gesamt-Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen zuständig sein, die im kommenden Januar beginnen.

 

 

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