Schüler nehmen die ökolokische Herausforderung ernst

ROTTWEIL – „Fangt doch erstmal bei euch selbst an, bevor ihr die Politik ankreidet, nichts gegen den Klimawandel zu tun!“ „Erst demonstrieren und dann fett mit dem SUV von Mama zu McDonalds kutschiert werden … von Doppelmoral habt ihr noch nie was gehört, oder?“ Das sind nur zwei Beispiele aus der schier unendlich großen Lawine der Kritik, die auf die Rottweiler FridaysForFuture-Demonstranten in den letzten Monaten niederging. Abgesehen von dem Fakt, dass gerade das zweite Statement eine reine Unterstellung ist und nichts mit der Wahrheit zu tun hat, ist auch der erste Kritikpunkt nicht wirklich berechtigt; denn die Demonstranten setzen selbst auch das um, was sie fordern.

Besonders zeigt sich dieser Schritt am kommenden Mittwoch und Donnerstag am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG). Gemeinsam mit der Schulleitung konnte das Konzept ökologischer Projekttage ausgearbeitet werden, die in den vergangenen Wochen unter Hochdruck geplant und vorbereitet wurden. Ab Montag beginnen die Arbeiten und Umstrukturierungen zu Gunsten einer umweltgerechteren Lebenswelt in der Schule in und um das Schulgebäude.

Mittwoch und Donnerstag sind darüber hinaus dem allgemeinen Klimaschutz gewidmet. In verschiedenen Projektgruppen werden die Schüler des AMG eine breite Palette an Projekten umsetzen, wie beispielsweise einen Workshop zur Phänologie und eine Upcycling-Werkstatt. Außerdem wird am Mittwochmorgen zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr eine Gruppe von Schülern am Marktbrunnen in der Rottweiler Innenstadt zu finden sein, die ausgediente Handys einsammeln und diese dann fachgerecht entsorgen.

Die Schüler bitten um entsprechende Althandys und appellieren an die Mitbürger, diese Möglichkeit der Entsorgung wahrzunehmen. Alte Mobiltelefone, für die sich keine Verwendung mehr gibt, können zur oben genannten Sammelstelle oder direkt ans AMG gebracht werden. Dort werden ebenfalls Schüler vor Ort sein, die alte Handys entgegennehmen. Dadurch wird ein entscheidender Beitrag zum Schutz der endlichen Ressourcen geleistet, da in Handys unter anderem wertvolle seltene Erden enthalten sind.

 

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