ROTTWEIL – Im Rah­men der Ver­ab­schie­dung des am Staat­li­chen Semi­nar für Didak­tik und Leh­rer­bil­dung Rott­weil und an drei­ßig Gym­na­si­en in der Regi­on aus­ge­bil­de­ten Kur­ses 75 wur­de auch der zum 22. Mal in die­sem Jahr aus­ge­schrie­be­ne Preis für „Inno­va­ti­ves Leh­ren und Ler­nen“ ver­lie­hen.

Ins­ge­samt 25 Refe­ren­da­rin­nen und Refe­ren­da­re hat­ten ihre Arbei­ten ein­ge­reicht. Von einer Jury aus Ver­tre­tern des Semi­nars, der Gym­na­si­en des Semi­nar­be­reichs und der Uni­ver­si­tät Kon­stanz wur­de Stu­di­en­re­fe­ren­dar Phil­ipp Fischer (Gym­na­si­um St. Ursu­la, VS-Vil­lin­gen) für sei­ne Unter­richts­ein­heit „Mit J. S. Bach und Oscar Peter­son im Vil­lin­ger Ton­stu­dio – zum media­len Ein­fluss auf Musik in einer loka­len Spu­ren­su­che mit einer Kurs­stu­fe“ aus­ge­zeich­net.

Fischer befrag­te mit sei­nen Schü­lern eine ehe­ma­li­ge Pro­duk­ti­ons­as­sis­ten­tin als Zeit­zeu­gin. Trotz eini­ger Schwie­rig­kei­ten gelang es ihm, einen Besuch des auf dem ehe­ma­li­gen SABA-Gelän­de gele­ge­nen Labels und Ton­stu­di­os MPS (Musik­pro­duk­ti­on Schwarz­wald), mitt­ler­wei­le ein geschütz­tes Kul­tur­denk­mal des Lan­des Baden-Würt­tem­berg, zu orga­ni­sie­ren, das in den 1960ern bis 1980ern in Vil­lin­gen Anlauf­stel­le für zahl­rei­che deut­sche als auch inter­na­tio­na­le Inter­pre­ten war. Fazit: In Vil­lin­gen wur­de ein Stück bedeu­ten­de Musik­ge­schich­te mit glo­ba­ler Aus­strah­lung geschrie­ben.

In sei­ner Rede zur Ver­ab­schie­dung des Kur­ses ließ der stell­ver­tre­ten­de Semi­nar­lei­ter Prof. Fried­rich Firn­kes die acht­zehn­mo­na­ti­ge Aus­bil­dung der 120 Refe­ren­da­rin­nen und Refe­ren­da­re Revue pas­sie­ren und beleuch­te­te aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Bil­dungs­po­li­tik des Lan­des bezie­hungs­wei­se die momen­tan schwie­ri­ge Ein­stel­lungs­si­tua­ti­on.

Mit Blick auf die größ­ten­teils sehr guten Prü­fungs­er­geb­nis­se bedau­er­te er, dass den Gym­na­si­en im auf lan­ge Sicht betrach­tet sehr gut aus­ge­bil­de­te und äußerst enga­gier­te jun­ge Lehr­kräf­te durch Anstel­lung in ver­schie­de­ne Schul­ar­ten und durch Abwan­de­rung in ande­re Bun­des­län­der ver­lo­ren gin­gen.

Mit der Zeug­nis­über­ga­be kam der von Musik­re­fe­ren­da­rin­nen und -refe­ren­da­ren des Kur­ses 76 unter Lei­tung ihres Aus­bil­ders Dr. Feucht anspruchs­voll mal beschwingt, mal melan­cho­lisch-nach­denk­lich musi­ka­lisch beglei­te­te offi­zi­el­le Teil der Ver­ab­schie­dungs­fei­er zum Ende und die neu­en Gym­na­si­al­leh­re­rin­nen und Gym­na­si­al­leh­rer ver­ab­schie­de­ten sich bei einem Steh­emp­fang von der Semi­nar­lei­tung, ihren Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­dern und den Kurs­kol­le­gin­nen und Kurs­kol­le­gen.