Spatenstich in der Höllgasse: 21 neue Wohnungen – und die meisten schon verkauft

1892
Beim Spatenstich: Klaus Strohmeier (Züblin), Lothar Huber (Stadt Rottweil), Martin Cleffmann (Architekturbüro Schaudt), Projektleiterin Lydia Patzelt (Züblin), Bernd Brösecke (Architekturbüro Schaudt), Investor Bernhard Merz und seine Mitarbeiter Alexandra Ruf und Wolfgang Mack. Foto: Moni Marcel

Am Don­ners­tag ging es los in der Höll­gas­se, zumin­dest sym­bo­lisch, mit dem ers­ten Spa­ten­stich. Die Bau­ar­bei­ten sind näm­lich schon eine Wei­le im Gan­ge, rie­si­ge Boh­rer haben bereits die ers­ten Stahl­trä­ger in den Boden gerammt, die wer­den die Spund­wän­de des Neu­baus stüt­zen.

21 Woh­nun­gen ent­ste­hen hier, und Inves­tor Bern­hard Merz freut sich, die meis­ten schon ver­kauft zu haben. Wobei das eigent­lich kein Wun­der ist, haben sich die Pla­nun­gen für die Über­bau­ung des ehe­ma­li­gen Paket­post-Gelän­des doch sehr lan­ge hin­ge­zo­gen. Bereits 2005 wur­de das Post­ge­bäu­de abge­bro­chen, ein Inves­tor woll­te neu bau­en. Doch im Gemein­de­rat wur­de man sich nicht einig, also wur­den die Pla­nun­gen 2013 wie­der aus­ge­schrie­ben, Bern­hard Merz erhielt den Zuschlag, ein Jahr spä­ter dann gab es einen Archi­tek­tur­wett­be­werb, den das Kon­stan­zer Archi­tek­tur­bü­ro Schaudt gewann. Mit der jet­zi­gen Pla­nung: die umstrit­te­nen Bal­ko­ne sind in daas Gebäu­de inte­griert, sodass ein kom­pak­ter Bau ent­steht, der sich in die his­to­ri­sche Innen­stadt ein­fügt.

Nun also end­lich der Bau­start, 6,2 Mil­lio­nen inves­tiert Merz in die 21 Woh­nun­gen samt Tief­ga­ra­ge und Laden­ge­schäft. Zwei-, Drei- und Vier­zim­mer­woh­nun­gen gibt es, mit bis zu 140 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che. „Ich bin rich­tig froh, dass es end­lich los geht”, freu­te sich Bern­hard Merz am Don­ners­tag. Nach den lan­gen Ver­zö­ge­run­gen habe er nun doch recht flott noch die Bau­ge­neh­mi­gung bekom­men, und auch die Plä­ne der Bau­fir­ma Züb­lin sind ambi­tio­niert: In 16 Mona­ten soll der Bau fer­tig sein. Und das trotz einer recht gro­ßen logis­ti­schen Her­aus­for­de­rung, denn die Zufahrt zum Gelän­de kann nur durch enge Gas­sen erfol­gen. Daher sei es ihm wich­tig, mit Züb­lin einen erfah­re­nen Part­ner zu haben, so Merz.

Ver­kauft habe er an jun­ge wie älte­re Leu­te, letz­te­re hät­ten teil­wei­se vor­aus­schau­end fürs Alter gekauft und wür­den erst ein­mal ver­mie­ten, „so haben wir jetzt hier auch Miet­woh­nun­gen geschaf­fen.” Für den Laden hat er auch einen Inter­es­sen­ten, zwar sei­en die Ver­trä­ge noch nicht unter­schrie­ben, aber es sieht wohl so aus, dass hier ein Geschäft mit hoch­wer­ti­ger Tisch- und Bett­wä­sche ein­zie­hen wird.