Rainer Müller, Ehrenkommandant und ehemaliger Stadtbrandmeister(rechts) zeigt SPD-Mitgliedern die neue Feuerwache. Foto: pm

ROTTWEIL – Zum Jah­res­an­fang hat sich der SPD-Orts­ver­ein mit Rai­ner Mül­ler, Ehren­kom­man­dant und ehe­ma­li­ger Stadt­brand­meis­ter in der neu­en Feu­er­wa­che getrof­fen. Sei­nen rüh­ri­gen und seit 1999 andau­ern­den Bemü­hun­gen ist es zu ver­dan­ken, dass nach nun 18 Jah­ren, ein neu­es Domi­zil für die Rott­wei­ler Feu­er­wehr gebaut wor­den ist.

Das Inter­es­se an die­ser Füh­rung  hat­te sogar SPD-Genos­sin­nen und Genos­sen aus Schram­berg und Obern­dorf ange­lockt.  Ein gut gelaun­ter Rai­ner Mül­ler, für den die­se Füh­rung die 87. seit Eröff­nung war, führ­te die Besu­cher auf dem Weg ins Gebäu­de, den im Alarm­fall die Feu­er­wehr­leu­te neh­men wür­den: Von der über­dach­ten Gara­ge zu den Umklei­de­räu­men – getrennt für Frau­en und Män­ner – bis zu den start­be­rei­ten Fahr­zeu­gen.

Den Besu­chern, die sich noch an die alte Feu­er­wa­che erin­nern konn­ten, wur­de rasch die deut­lich bes­se­re Raum­si­tua­ti­on des Neu­baus vor Augen geführt. Konn­te sich ein Feu­er­wehr­mann in der alten Wache in vol­ler Mon­tur nur schwer zwi­schen den Fahr­zeu­gen hin­durch quet­schen,  hat er nun Platz genug. Fahr­zeu­ge kön­nen jetzt in einer Wasch­hal­le drin gesäu­bert wer­den statt drau­ßen wie in der alten Feu­er­wa­che.

Auf dem wei­te­ren Rund­gang prä­sen­tier­ten sich Werk­stät­ten, Mate­ri­al­la­ger, Wasch­räu­me, Schu­lungs­räu­me, hel­le Büros und Auf­ent­halts­räu­me, die im Ober­ge­schoss behin­der­ten­ge­recht durch einen Auf­zug erschlos­sen sind. Der Ehren­kom­man­dant erin­ner­te an so man­che zurück­lie­gen­de Dis­kus­si­on wäh­rend der Pla­nung des Gebäu­des, etwa die Finan­zie­rung des Gabel­stap­lers für das Hoch­re­gal­la­ger: „Aus wel­chem Topf ist der denn zu bezah­len; gebraucht wird er aber unbe­dingt!“ Oder jene über die Not­wen­dig­keit eines Auf­zugs zwecks Bar­rie­re­frei­heit.

 Bemer­kens­wert ist die gute per­so­nel­le Situa­ti­on der Rott­wei­ler Feu­er­wehr mit ihren cir­ca 250 akti­ven Mit­glie­dern: Wäh­rend ande­re Feu­er­weh­ren eher um Nach­wuchs kämp­fen müs­sen, hat die Rott­wei­ler Wehr über­haupt kei­ne Nach­wuchs­sor­gen. Rai­ner Mül­ler ließ dann aber auch anklin­gen, dass die bei­den haupt­amt­li­chen Feu­er­wehr­leu­te, Kom­man­dant Frank Mül­ler und Gerä­te­wart Her­mann Alf, gelin­de gesagt mehr als genug zu tun haben. Ein Buf­di (Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst­ler) ist momen­tan an der Sei­te von Kom­man­dant Frank Mül­ler tätig,  kann aber kei­ne Dau­er­lö­sung sein. Mit einem herz­li­chen Dank der Orts­ver­eins­vor­sit­zen­den Gise­la Bur­ger  und einer klei­nen Aner­ken­nung für Rai­ner Mül­ler ver­ab­schie­de­te sich der SPD-Orts­ver­ein nach der gut ein­ein­vier­tel­stün­di­gen Besich­ti­gung.