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Mittwoch, 23. September 2020

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Suizidprävention an Rottweils Hochbrücke: Verzögerung wegen falscher Teile

Rottweil (gg/mm). Die Fangnetze werden erst im kommenden Jahr hängen: Der Bau der Suizidprävention an Rottweils Hochbrücke verzögert sich deutlich. Grund ist eine Fehllieferung. Die ­Sicherung der Hochbrücke mithilfe von zwei Edelstahlnetzen zur Verhinderung von Selbstmorden kostet 580.000 Euro. Sie wird soll den provisorischen Bauzaun entlang des Brückengeländers ersetzen. Allerdings erst im kommenden Jahr.

Das Gerüst bleibt über Weihnachten 2014: Die Fangnetze können erst Anfang kommenden Jahres angebracht werden. Foto: Silas Stein
Das Gerüst bleibt über Weihnachten 2014: Die Fangnetze können erst Anfang kommenden Jahres angebracht werden. Foto: Silas Stein

„Ein Hersteller hat falsche Teile geliefert, mit denen eine Montage der Netze leider nicht möglich ist“, teilt der städtische Pressesprecher, Tobias Hermann am Montagmorgen mit. Eigentlich wollte der zuständige städtische Abteilungsleiter, Hochbauamtschef Stefan Hermann, der Presse heute die neuen Netze präsentieren. Doch der Pressesprecher muss weiter mitteilen: „Wir informieren Sie, wenn ein neuer Termin anberaumt wird. Dies wird voraussichtlich erst im neuen Jahr der Fall sein, denn es handelt sich um Sonderanfertigungen, die erst neu produziert werden müssen.“

Ursprünglich hieß es, die Netze sollten bereits seit September hängen, dann aber machten unvorhergesehene Schwierigkeiten den Mitarbeitern der beauftragten Fachfirma das Leben schwer.

580.000 Euro sollen die beidseitig der Brücke angebrachten Fangnetze kosten. Optimisten wie Oberbürgermeister Ralf Broß sind anfangs von einem Zehntel dieser Kosten ausgegangen. Deshalb übrigens auch die jahrelange Laufzeit zwischen der ersten, schnellen Errichtung eines Bauzauns, dessen Verbesserung und schließlich nun dem Entscheid über die Baumaßnahme insgesamt.

An den Brückenpfeilern sind schräg stehende Druckstreben befestigt worden. „Diese werden durch vertikal gespannte Zugseile in ihrer Position gehalten. Verbunden werden die Druckstreben durch ein horizontal gespanntes Zugseil. Dieses Zugseil wird über die äußeren Punkte der Druckstreben bis zu den Brückenköpfen gespannt. An dieses Zugseil wird das Edelstahlfangnetz horizontal zur Brücke eingehängt. Zusätzlich sind in der Netzebene Spreizstreben eingesetzt. Diese unterteilen das Netz in der Länge in nahezu gleich große Felder und halten das Netz unter gleichmäßiger Spannung.“ So beschrieb die Stadtverwaltung dem Gemeinderat seinerzeit das Projekt, der dann auch zustimmte.

Die Zugseile sollen über ihre Befestigungen zudem durch Kernbohrungen miteinander verbunden werden. So also einander entgegen wirken.

Über die stählernen Netze an der Hochbrücke hatte der Gemeinderat im Mai eigentlich nur noch pro forma abgestimmt – der eigentliche Entscheid hatte schon nichtöffentlich stattgefunden, die Arbeiten waren schon vergeben, der Bau des 580.000 teuren Projekts startete bereits in der Folgewoche der Ratsentscheidung.

Dennoch konnte es sich damals der Sprecher der Freien Wähler, Walter Stegmann, nicht verkneifen, anzumerken, man könne nur hoffen, „dass Selbsttötungen dann nicht woanders stattfinden – die Unsicherheit bleibt.“

Und Ralf „Hefe“ Armleder von der SPD, der als einziger Stadtrat gegen die Netze stimmte, erklärte dies auch: „Es gibt Experten, die ganz anderer Meinung sind.“ Er halte die Fangnetze weiterhin für ein nicht sinnvolles Projekt, das möglicherweise sogar zu Mutproben verleite. Allerdings: „Ich wünsche mir, dass ich nicht Recht behalte.“

Vor Installation des provisorischen Bauzauns gab es an der Hochbrücke im Schnitt einmal jährlich einen Fall von Selbsttötung, daher hatte der Gemeinderat im Jahr 2010 beschlossen, etwas zu unternehmen.

Um mit diesem heiklen Thema feinfühlig umgehen zu können, haben sich Verwaltung und Gemeinderat seit 2010 immer wieder mit Experten zusammengesetzt, mit Polizei, Psychologen, Fachleuten für Suchtverhalten und mit Vereinen, die mit dem Thema zu tun haben. Hier wurde dann klar: So ein Netz hilft wirklich, hält wirklich von Suizidversuchen ab, und die Gefahr, dass derjenige dann anderswo versucht, sich das Leben zu nehmen, ist offenbar gering.

Forschungen zu dem Thema gibt es vor allem in der Schweiz und den USA, Erfahrungen mit Fangnetzen wenige, eigentlich nur in Bern, wo man wegen der vielen Suizide welche an der Stadtmauer befestigt hat. Seitdem ist keiner mehr gesprungen.

Die Rottweiler Variante ist also eine Art Prototyp, das erste Fangnetz an einer Brücke.

„Es gibt jährlich 3600 Verkehrstote, aber 10.000 Selbstmorde“, betonte Ordnungsamtsleiter Bernd Pfaff bei einer Pressekonferenz Ende April. Daher sei es allen Beteiligten von Anfang an klar gewesen, dass hier auch in Rottweil etwas gemacht werden muss, bei einem Fall jährlich.

„Wir hatten anfangs mit weniger Kosten gerechnet“, gestand Oberbürgermeister Ralf Broß ein. Doch es sei auch immer Konsens gewesen, dafür auch notfalls viel Geld in die Hand zu nehmen.

Ganz allein muss die Rottweiler Kasse den Bau übrigens nicht ganz stemmen: Der Förderverein für psychisch Kranke unterstützt die Sache mit 30.000 Euro.

 

 

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