Der sogenannte „Feststoffeintrag“ (rot) auf der Biogasanlage Rottweil-Hausen. Der Feststoffeintrag ist ein Vorratsbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 27 Tonnen, in dem täglich die zur Biogasherstellung benötigte Menge an Pflanzen und Mist mit einem Radlader eingebracht wird. Es handelt sich dabei um rund 40 Kubikmeter. Vom Feststoffeintrag aus gelangt vollautomatisch alle 30 Minuten eine exakt definierte Menge an Pflanzen und Mist in die Fermenter, in denen der Faulprozess abläuft. Foto: pm

ROTTWEIL – Die Ener­gie­ver­sor­gung Rott­weil (ENRW) lädt am Sonn­tag, 17. Juni, zu einem Tag der offe­nen Tür auf die Bio­gas­an­la­ge Rott­weil-Hau­sen, Bol­l­er­hof­stra­ße 17. Von 10 bis 17 Uhr kön­nen sich die Besu­cher über die umwelt­freund­li­che und nach­hal­ti­ge Ener­gie­ge­win­nung infor­mie­ren. Dar­über hin­aus sor­gen Live-Musik, Bewir­tung und ein umfang­rei­ches Kin­der­pro­gramm für einen nicht nur infor­ma­ti­ven, son­dern auch unter­halt­sa­men Sonn­tag. Mit ein wenig Glück las­sen sich beim Quiz zum The­ma „Bio­gas“ sogar noch attrak­ti­ve Prei­se gewin­nen.

Die von der ENRW betrie­be­ne Bio­gas­an­la­ge Rott­weil-Hau­sen wur­de auf Basis einer Bür­ger­be­fra­gung ent­wi­ckelt und im Jahr 2007 gebaut. Der erzeug­te Strom reicht für die Ver­sor­gung von mehr als 1000 Haus­hal­ten und fließt in das Strom­netz der ENRW. Die Wär­me wird über eine Lei­tung in den Rott­wei­ler Orts­teil Hau­sen geführt und ver­sorgt dort der­zeit 185 Haus­an­schlüs­se.

Aus­schließ­lich ört­lich ansäs­si­ge Land­wir­te, wel­che der Erzeu­ger- und Lie­fer­ge­mein­schaft „Bio­mas­se Hau­sen“ (BMH) ange­hö­ren, ver­sor­gen die Anla­ge mit Gras, Getrei­de und Mais aus der direk­ten Umge­bung. Durch Ver­gä­rung die­ser Pflan­zen ent­steht Bio­gas, wel­ches ein Block­heiz­kraft­werk (BHKW) in Strom und Wär­me umwan­delt. Die Gär­res­te kom­men wie­der auf die Fel­der, so dass sich ein natür­li­cher Kreis­lauf schließt. Auf die­se Wei­se spart die ENRW jähr­lich rund 3.600 Ton­nen kli­ma­schäd­li­ches CO2.

Wäh­rend sich am 17. Juni Inter­es­sier­te im Rah­men regel­mä­ßi­ger Füh­run­gen über die Anla­ge sowie die Arbeit der Land­wir­te infor­mie­ren kön­nen, steht für die Kin­der eine Hüpf­burg zur Ver­fü­gung. Zudem besteht die Mög­lich­keit, Base­ball-Caps zu bema­len und Esel zu strei­cheln. Auch das ENRW-Mas­kott­chen Blub­bi ist vor Ort und freut sich auf vie­le klei­ne Besu­cher. Für eine ganz­tä­gi­ge Bewir­tung sorgt der Musik­ver­ein Hau­sen, für die musi­ka­li­sche Umrah­mung die Grup­pe „The Pol­ka seven“, wel­che gute Blas­mu­sik in klei­ner Beset­zung bie­tet.

Natür­lich darf am ers­ten WM-Spiel­tag der Natio­nal­mann­schaft das The­ma „Fuß­ball“ nicht feh­len. Eine Tor­wand steht für alle Besu­cher bereit, um sich auf das Grup­pen­spiel Deutsch­land gegen Mexi­ko best­mög­lich ein­zu­stim­men. Für die Besu­cher des „Tags der offe­nen Tür“ bestehen Park­mög­lich­kei­ten auf dem Park­platz der benach­bar­ten Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schu­le.