ThyssenKrupp schützt sich gegen Turm-Trittbrettfahrer

... nur die Stadt darf mit dem Testturm werben

Der Rottweiler Testturm. Foto: Detlef Berndt

Es geht rund, rund um den Turm. Die Arbei­ten für die Außen­hül­le haben begon­nen. Das Pro­gramm für die offi­zi­el­le Ein­wei­hung am ers­ten Okto­ber-Wochen­en­de steht so gut wie fest. Der Gemein­de­rat hat in einer zwei­tä­gi­gen Klau­sur­ta­gung wei­te­re Pla­nun­gen und Ansied­lun­gen auf dem Ber­ner Feld in die Wege gelei­tet. Und thyssenkrupp hat sich jetzt den Namen Test­turm und das Logo mit dem sti­li­sier­ten Bild schüt­zen las­sen.

Das bedeu­tet: Nie­mand darf damit wer­ben – außer der Stadt Rott­weil. Der Gemein­de­rat hat am Mitt­woch­abend in nicht­öf­fent­li­cher Sit­zung einen ent­spre­chen­den Mar­ken­li­zenz-Ver­trag beschlos­sen. Die Kon­di­tio­nen beweg­ten sich im übli­chen Rah­men, berich­tet Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß. Genaue Zah­len will er nicht nen­nen. Die Stadt Rott­weil darf das Wort Test­turm und das Logo künf­tig nicht nur auf Mer­chan­di­sing-Arti­keln, also Wer­be­mit­teln von Klapp­stüh­len bis Schlüs­sel­an­hän­gern ver­wen­den, son­dern auch bei der Stand­ort-Wer­bung.

Längst hat sich der Test­turm nicht nur zu einem Magne­ten und einer Attrak­ti­on ent­wi­ckelt, son­dern auch zu einem Objekt der Begier­de, von dem auch Geschäf­te­ma­cher aller Art pro­fi­tie­ren wol­len. Dem ist jetzt ein Rie­gel vor­ge­scho­ben.

Die offi­zi­el­le Ein­wei­hung soll auf jeden Fall am 6., 7. und 8. Okto­ber statt­fin­den – unab­hän­gig davon, ob die Außen­hül­le wirk­lich kom­plett mon­tiert ist. Eigent­lich gab es bis­her kei­ne Zwei­fel. Doch das Wet­ter der ver­gan­ge­nen Tage berei­tet Sor­gen, denn bei einer Wind­stär­ke von mehr als fünf Kilo­me­ter pro Stun­de sind die Arbei­ten für die Fas­sa­den­klet­te­rer zu gefähr­lich. Ges­tern herrsch­ten in Rott­weil Wind­ge­schwin­dig­kei­ten zwi­schen zehn und 15 Kilo­me­ter pro Stun­de.

Das genaue Pro­gramm für die Ein­wei­hung, gestal­tet von der Trend­Fac­to­ry, wol­len Tys­sen­Krupp und die Stadt in der kom­men­den Woche vor­stel­len.

Wie es mit den Flä­chen rund um den Turm wei­ter­ge­hen soll, will der Gemein­de­rat nach der Som­mer­pau­se in öffent­li­chen Sit­zun­gen bera­ten.