ROTTWEIL – Rottweil United: Am letzten Abend des diesjährigen Jazzfests sind die Gebrüder Mehl zu Gast – und bieten zusammen mit ihren langjährigen Mitmusikern und drei Tänzern des Züricher Balletts „A Dance Jazz Fusion“ vom Feinsten.

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Vater Hansjörg Mehl, seit vielen Jahren Organisator unvergesslicher Jazzabende in der Alten Paketpost und inzwischen im Refektorium, übernimmt das Merchandising – so wie dereinst beim Jazzfest in einer alten Jurte die Bewirtung. Hand in Hand also die Jazzkämpen der Region, gleichzeitig leitet der Abend über zum anstehenden Klassikfestival Sommersprossen. Das Konzert ist grandios, die Festivalmacher sind zufrieden mit der Saison: 8000 Besucher, über 150 Helfer, acht spannende Konzerte und ein gelungenes Jazz in Town, da kann 2019 kommen.

Doch zunächst hat FUMMQ das Wort, oder die Töne – und ganz neu in Rottweil: auch die Bilder. Das Ferenc und Magnus Mehl Quartett spielt erstklassigen, preisgekrönten Jazz, kombiniert das ganze wie bereits im Stuttgarter Theaterhaus mit drei genialen Tänzern – und sorgt mit ausgefeilten Arrangements und launigen Ansagen für Standing Ovations in der Alten Stallhalle. Faszinierend, wie sich die Darstellung von Francesca Dell`Aria, Pablo von Sternenfels und Jesse Fraser und die musikalische Darbietung ergänzen – ob im Ringen zweier Männer um eine Frau, im freien Ausdruck oder bei „Rumpelstilzchen’s Rhythm“.

Zugleich macht der Abend neugierig auf das nächste Studiowerk der Mehl-Brüder und ihrer Mitstreiter Martin Schulte und Fedor Ruskuc: Während kurzer Ruhepausen für die Tänzer stellen die Musiker Stücke vom kommenden Album und aus früheren Jahren vor, spielen mit unbekümmerter Frische und höchster Präzision, schwingen sich auf in solistische Höhen und sind doch jederzeit ein organisches, perfekt aufeinander eingespieltes Ensemble. Welch feiner Schlussakkord für ein Jazzfestival!