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    Verheert, verarmt, entvölkert

    Das Jahr 2018 wartet mit einer Reihe mehr oder weniger gewichtiger Gedenkanlässe auf: Vor 50 Jahren forderten die „Achtundsechziger” politisch-gesellschaftliche Erneuerung, vor 100 Jahren wälzten das Ende des Ersten Weltkriegs sowie der Umbruch von der Monarchie zur Republik das Land um. Und vor 400 Jahren begann jene Ereignisfolge, die ob ihrer quälenden Dauer rasch „Dreißigjähriger Krieg” genannt wurde. Für Rottweil war diese nicht enden wollende Phase von Verheerung, Gewaltexzessen, Leid und Chaos die wohl tiefste Zäsur der Neuzeit.

    Dabei wurde die Stadt vom durch die Rebellion der böhmischen Protestanten gegen die habsburgisch-katholische Herrschaft ausgelösten Krieg zunächst nur wenig tangiert. Rottweil, das Alt-Stadtarchivar Dr. Winfried Hecht in seiner Stadtgeschichte im frühen 17. Jahrhundert als potenten Reichsstand im Glück der Spätrenaissance beschreibt, in dem gut gegessen und viel gezecht wurde, lag auf katholisch-kaisertreuem Kurs und blieb dank der Erfolge Johann Tillys von militärischen Sorgen zunächst verschont.

    Noch 1620 ignorierte der Rat ein Dekret des Konstanzer Bischofs und genehmigte ein dreitägiges „Fastnachtsspiel”. Allmählich rückte der Krieg jedoch näher. Durch Zahlungsverpflichtungen an die katholische Liga, deren Mitglied Rottweil war, floss Geld ab. Schon 1622 musste an bedürftige Familien Getreide verteilt werden. Belastend wirkten zudem Einquartierungen, etwa des Schauenburgischen Regiments 1624. Auch wenn Kriegsschäden erst 1628 in Deißlingen zu verzeichnen waren: Die Lebensverhältnisse und der Gesundheitszustand der Bevölkerung verschlechterten sich.

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    Wie sehr sich die Situation bereits sozialpsychologisch niederschlug, lässt sich an einem Aufflammen des Hexenwahns ablesen: Allein für das Jahr 1629 sind in der Reichsstadt 20 Hinrichtungen vermeintlicher Hexen dokumentiert.

    Nachdem 1630 der schwedische König Gustav Adolf durch sein Eingreifen das Kräftegefüge gegen die katholische Seite verschoben hatte, verschärfte sich die Lage für Rottweil – zumal die protestantischen Württemberger am oberen Neckar immer aggressiver operierten. Da die verbündeten Eidgenossen dem seit 1519 zugewandten Ort die kalte Schulter zeigten, mussten sich Rottweil im Dezember 1632 unterstützt nur von einer kleinen kaiserlichen Einheit eines Angriffs württembergischer Truppen erwehren – und nach verlustreichen Kämpfen am 5. Januar 1633 erstmals in seiner Geschichte kapitulieren.

    Eine Plünderung der Stadt, die erhebliche Kontributionen leisten und eine Garnison mit 2000 Mann aufnehmen sollte, konnte abgewendet werden. Bei den zugehörigen Dörfern gelang das nicht. Hier raubten und brandschatzten die Soldaten. Die Lasten der folgenden Besatzung waren erheblich und zehrten an der Wirtschaftskraft der Stadt, zumal sich die Kriegswirren fortsetzten und beispielsweise 1634 Villinger Reiter in der Au 250 Stück Vieh sowie Pferde raubten.

    Als in der Schlacht bei Nördlingen im selben Jahr die Schweden vernichtend geschlagen wurden, räumten die württembergischen Truppen Rottweil, das wieder in den kaiserlich-katholischen Machtbereich zurückkehrte. Von der Dankbarkeit hierfür zeugt eine prachtvolle Arbeit des Glasmalers Sebastian Spiler mit der Marienkrönung und den Wappen von 18 Zunftmeistern und der Jahreszahl 1634, die sich im Ratssaal des Alten Rathauses befindet.

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    Aber den Menschen war keine Atempause vergönnt. Denn zeitgleich fegte die Pest durch die Stadt. Die „halb Burgerschafft” sei „seeliglich abgestorben” vermerkte der Ratsschreiber „mit wechemuethigem” Herzen im Ratsprotokoll. Hinzu kam infolge einer Missernte sowie von Verwüstungen der Felder eine Hungersnot. 1635 zählte man, wie Winfried Hecht darlegt, allein in Heilig Kreuz 268 Tote, in der Pfarrei St. Pelagius sogar 302 – darunter 136 Kinder.

    Überdies setzen Plünderungen und Brandschatzung der Bevölkerung weiter zu, so sie nicht bereits in vom Krieg verschonten Gebieten oder der Schweiz Zuflucht gesucht hatte. Wie sehr etwa die Ortschaften litten, zeigt ein Bericht aus dem Jahr 1636, der notiert, in Bühlingen seien „nur noch drei alte Weiber” anzutreffen. Vor diesem trostlosen Hintergrund durfte der Stadtpfeifer nicht einmal mehr bei privaten Anlässen aufspielen.

    Nach einem kurzen Aufatmen katapultierte der Kriegseintritt Frankreichs 1638 die gebeutelte Stadt erneut in die Kampfzone. Weimarische Truppen mit mehreren tausend Mann griffen Ende März die Stadt an – ohne Erfolg. Ein Drittel der Rottweiler Häuser, so heißt es in einer Quelle, habe in dieser Zeit unbewohnt in Trümmern gelegen.

    Nach einer Phase relativer Ruhe schließlich folgte 1643 das für Rottweil dramatischste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges. Jean Baptiste Budes Graf von Guébriant, als Maréchal de France militärischer Stellvertreter des französischen Königs und Oberbefehlshaber der französischen Armee, griff vom Elsass aus in Richtung Bayern ziehend die Stadt gleich zweimal an. Der erste Vorstoß gegen die als „Tor nach Schwaben” geltende, strategisch und politisch wichtige Stadt mit 28 französisch-weimarischen Regimentern im Juli scheiterte – angesichts nahender bayerischer Truppen und wohl auch aus einem Mangel an schwerer Artillerie heraus.

    Mit 20.000 Mann (mitunter ist auch von 25.000 oder nur 17.000 die Rede) stieß der bretonische Adelige jedoch erneut auf das stark befestigte Rottweil vor und begann am 5. November eine für beide Seiten verlustreiche Belagerung. Da keine Unterstützung eintraf wurde trotz tapferer Gegenwehr und einem erfolgreichen Ausfall die Stadtmauer am 18. November zwischen Mehlsack und Neutor fast völlig zusammengeschossen. Tags zuvor hatte Guébriant von dort bei der Inspektion einer Geschützstellung eine schwere Verletzung erlitten.

    Was folgte, wirkt paradox: Die Bürgerschaft mit Schultheiß Matthias Renner wollte die Stadt offenbar weiter verteidigen, und das, obwohl nächtliche Feuerbeschießungen der Bevölkerung auch moralisch zugesetzt hatten. Aber die Garnison folgte einem anderen Kalkül, sodass Stadtkommandant Jobst Hettlach kapitulierte und Rottweil an den Feind übergab.

    Lange konnten die Franzosen, deren Oberbefehlshaber am 25. November im Dominikanerkloster seiner Verletzung erlag, ihren Sieg jedoch nicht genießen. Am 24./25. November wurden die französisch-weimarischen Truppen im Winterquartier bei Tuttlingen von Kaiserlichen, Bayern und Lothringern fast völlig aufgerieben. Kampflos gaben Guébriants Männer die Stadt jedoch nicht auf. Erst nach einer schweren Kanonade mit mehreren tausend Schuss, bei denen unter anderem die Vorstädte vollends in Flammen aufgingen, verständigte man sich auf einen Abzug, der am 3. Dezember erfolgte – wobei die abziehenden Truppen von Bürgern und Bauern überfallen wurden.

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    Der folgende Barbara-Tag ist als Siegesfeier mit Dankgottesdienst in Heilig Kreuz und Festmahl im Rathaus in die Annalen der Stadt eingegangen. Auch wenn der Krieg erst 1648 mit dem Friedensschluss in Münster und Osnabrück endete und Rottweil noch bis 1650 die Einquartierung kaiserlicher Truppen tragen musste: Die Ereignisse der letzten Wochen des Jahres 1643 dominierten fortan die Erinnerung an die zermürbenden Kriegsdekaden.
    Eine zentrale Deutungsachse bildeten dabei Berichte, wonach das jüngst wieder ungeahnt populär gewordene Marienbildnis auf dem Rosenkranzaltar der Predigerkirche in Stunden ärgster Bedrängnis durch die Truppen Guébriants mehrfach die Augen eifrigen Betern zugewandt habe und erbleicht sei. Die zahlreich bezeugten Beobachtungen waren vieldeutig – amalgamierten vor dem Hintergrund des weiteren Kriegsverlaufs aber zur Erzählung vom Wunder von der Augenwende, wonach Maria mit den Rottweilern gelitten, sich der Stadt zugewandt und diese letztlich errettet habe.

    Das Deckenfresko der Predigerkirche zeigt die Belagerung unter Marschall Guébriant.
    Das Deckenfresko der Predigerkirche zeigt die Belagerung unter Marschall Guébriant.

    Wie identitätsstiftend dieses Narrativ eingesetzt wurde, veranschaulicht die Predigerkirche, die zur Zentenarfeier der Augenwende 1743 eine umfassende Barockisierung erfuhr. Im Deckenfresko zeigt Joseph Wannenmacher die Belagerung mit der gütig über Rottweil schwebenden Muttergottes und Marschall Guébriant als deren Gegenpol – gleichsam eine Verkörperung des die Stadt bedrohenden Übels, dem man letztlich aber nicht unterlegen war.

    Die Kriegsfolgen insgesamt konnten nicht derart glorreich bewältigt werden. Rottweil lag tragischerweise in einem Korridor erheblicher Verwüstungen, der sich vom Oberrhein bis an die pommersche Ostseeküste erstreckte, während andere Regionen weithin unbehelligt blieben. Die Stadt war durch den Dreißigjährigen Krieg verarmt, die Bevölkerungszahl lag mit etwa 2000 bei rund 40 Prozent des Vorkriegsstandes.

    Zuwanderer, besonders aus der Schweiz, halfen in den folgenden Dekaden beim Wiederaufbau des ausgezehrten Landstrichs. Dies hat sich sogar sprachlich niedergeschlagen: Das lokale Idiom verschob sich nachweislich in Richtung des Alemannischen.

    In vieler Hinsicht ist Rottweil nach dem Dreißigjährigen Krieg erneut aufgeblüht – kulturell und im Bildungsbereich etwa. Wirtschaftlich jedoch hat es sich von dieser Katastrophe bis zum Ende der Reichsstadtzeit 1802 nie mehr ganz erholen können.

     

     

     

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