Von der Rottweiler Feuerwehr geweckt

Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei im Einsatz wegen verbranntem Essen

72
In die Flößerstraße musste die Feuerwehr am Sonntagmittag ausrücken. Fotos: gg

Einen geseg­ne­ten Schlaf hat­te offen­bar die Bewoh­ne­rin einer Woh­nung im Rott­wei­ler Flö­ß­er­weg am Sonn­tag­mit­tag. Den schril­len Alarm ihres Brand­mel­ders hat­te die Frau wohl in ihren Traum ein­ge­baut – und über­hört. Erst von Rott­wei­ler Feu­er­wehr­leu­ten konn­te die Bewoh­ne­rin geweckt wer­den. Sie kam mit einer leich­ten Rauch­gas­ver­gif­tung ins Kran­ken­haus. Denn ihr Mit­tag­essen, das sie in den Back­ofen gescho­ben hat­te, war ange­brannt, die Woh­nung ent­spre­chend leicht ver­raucht.

In der Rott­wei­ler Innen­stadt läuft der ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­tag – mit tau­sen­den Men­schen und sehr zur Zufrie­den­heit der Orga­ni­sa­to­ren und Ein­zel­händ­ler in der Stadt, übri­gens -, da heißt es plötz­lich: Brand­mel­deralarm im Flö­ß­er­weg. Der gehört zum neu­en Wohn­ge­biet an der Obern­dor­fer Stra­ße, kurz vor dem Heg­ne­berg. In einem Mehr­fa­mi­li­en­haus, in einer Woh­nung im ers­ten Stock hat­te der Brand­mel­der ange­schla­gen. Sein Alarm: durch­drin­gend. Die Feu­er­wehr wur­de geru­fen.

Mit fünf Fahr­zeu­gen und 27 Wehr­leu­ten rück­te die Feu­er­wehr unter Lei­tung von Mar­kus Würt­tem­ber­ger, einem der Stell­ver­tre­ter des Kom­man­dan­ten, an. Vor Ort war klar, dass sich die Feu­er­wehr irgend­wie Zugang zur Woh­nung ver­schaf­fen muss­te. „Wir haben das auf die sanf­te Tour gere­gelt”, so der Rott­wei­ler Abtei­lungs­kom­man­dant Volk­mar Caduff zur NRWZ. Er wies sei­ne Kame­ra­den an, einer­seits ein gekipp­tes voll­ends zu öff­nen. Ande­rer­seits ließ er die Dreh­lei­ter an der Gebäu­de­rück­sei­te hoch­fah­ren, damit geklärt wer­den kann, wie ver­raucht die Woh­nung ist.

In der Woh­nung fan­den die Feu­er­wehr­leu­te dann die schla­fen­de Frau. Laut Poli­zei war sie alko­ho­li­siert, hör­te weder den Rauch­mel­der in der Woh­nung, noch das Klop­fen der Woh­nungs­nach­barn. Sie schlief tief und fest, konn­te aber geweckt wer­den. Im Ofen kokel­te der­weil unde­fi­nier­ba­res Essen vor sich hin, das hat­te den Alarm aus­ge­löst. Das völ­lig ver­ruß­te Back­blech brach­te die Feu­er­wehr nach drau­ßen, Woh­nung und Flur des Hau­ses wur­den belüf­tet, der Geruch von ange­brann­tem Essen weh­te über die Stra­ßen. Pirog­ge, viel­leicht. Oder Piz­za. Jetzt ein Hau­fen Schwarz.

Im Ein­satz waren neben der Feu­er­wehr auch ein Not­arzt und ein Ret­tungs­wa­gen des Roten Kreu­zes. Des­sen Besat­zung küm­mer­te sich um die Bewoh­ne­rin. Die Ein­satz­lei­tung lag bei

Auch die Poli­zei war vor Ort, regel­te etwa den Ver­kehr, der sich an der stark befah­re­nen Obern­dor­fer Stra­ße schon stau­te. Zudem mach­te eine Beam­tin Fotos vom Cor­pus Delikti – dem Back­blech.

Die Feu­er­wehr konn­te nach eini­gen Minu­ten wie­der abrü­cken, Men­schen kamen neben der Bewoh­ne­rin selbst nicht zu Scha­den.

Diesen Beitrag teilen …