Von Verschwundenen, Neuen und Wiedergängern

Schmotziger im Spittel

Als Geister waren die sechs von "Retterspitz" unterwegs , hier Jürgen Koringer. Fotos: wede

Er war ein ers­ter Höhe­punkt der Fas­net 2018: Der Schmot­zi­ge Don­ners­tag in vie­len Rott­wei­ler Loka­len. Über 20 Grup­pen waren dies­mal unter­wegs, auch neue wie „Prü­gel­schmie­re“, aber auch eine auf­er­stan­de­nen, die „Klo-rei­chen“, die­ses Jahr aller­dings mit drei Damen, aber einem „Quo­ten-Herrn“. Die „Reichs­stadt­geis­ter“ hat­ten schon ange­kün­digt, dass sie nicht mehr mit von der Par­tie sind – sie hat­ten aber Plät­ze in Rott­weils Gas­tro­no­mie. Und nicht nur das när­ri­sche Publi­kum ver­miss­te die Grup­pe: Die Kol­le­gen von „Ret­ter­spitz“ waren als Geis­ter unter­wegs. Nebst Zita­ten aus deren Text.

Über­haupt hat­ten sich die Grup­pen wie­der viel Mühe gege­ben. Mit den oft fan­ta­sie­vol­len Kos­tü­men – und mit den Tex­ten. The­men waren natür­lich die Lan­des­gar­ten­schau, die Hän­ge­brü­cke, das neue Feu­er­wehr­haus mit den Pan­nen dort und dem Umzug dort­hin. Und auch die Namens­fin­dung für die Stra­ße beim Sech­ser­bu­ckel war bei eini­gen Grup­pen The­ma – da kam ja auch die Steil­vor­la­ge aus dem Rat­haus.

Und wenn’s mit der Text­be­herr­schung mal nicht so klapp­te, mach­ten vie­le Grup­pen das auch zum Ereig­nis. Wie „Ret­ter­spitz“ ihre Aus­set­zer mit Impro­vi­sa­ti­on über­spiel­ten, das hat­te Klas­se. „Nichts ist so alt wie der Text vom vori­gen Lokal“ kom­men­tier­te Ste­phan Drob­ny.

Bis weit in den Frei­tag ging noch in eini­gen Loka­len was ab – im Spi­tal bei­spiels­wei­se tra­ten kurz vor vier noch die „Klo-rei­chen“ auf. Noch immer fit und text­si­cher.